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John Heartfield Haus

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p.P. = pro Person, p.P./N = pro Person / Nacht, p.E./N = pro Einheit/ Nacht, EZ = Einzelzimmer, DZ = Doppelzimmer, FeWo = Ferienwohnung oder -haus, App. = Appartement, Suite = Suite, FR = Frühstück, HP = Halbpension, VP = VollPension
„Du solltest dieses absurde Leipziger Klima endlich mit dem berühmt guten hier vertauschen“ – mit diesen Worten legte Bertold Brecht seinem Freund John Heartfield und dessen Frau Gertrud in einem Brief vom Dezember 1952 einen Ortswechsel in die Märkische Schweiz nahe. Brecht, der kurz zuvor mit Helene Weigel seinen Sommerwohnsitz nach Buckow verlegt hatte, bot sich an, etwas Geeignetes ausfindig zu machen.
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John Heartfield, Foto: Freundeskreis John Heartfield-Waldsieversdorf e. V. / Frau Dalchau
Sommerhaus, Foto: OSTKREUZ Agentur der Fotografen / Annette Hauschild
Schreibtisch im Kaminzimmer, Foto: OSTKREUZ Agentur der Fotografen / Annette Hauschild
Sommerhaus, Foto: Freundeskreis John Heartfield-Waldsieversdorf e. V. / Johann Bachinger
In der Folgezeit verbrachten der durch seine gesellschaftskritischen Fotomontagen berühmt gewordene Künstler und seine Frau die Wochenenden und den Sommer immer häufiger als Gäste in der Märkischen Schweiz. Heartfield war gesundheitlich schwer angeschlagen aus der Emigration in England nach Deutschland zurückgekehrt. Zudem geriet er mit seiner Arbeit in die Mühlen der politischen Diskussion um den „Formalismus“ in der Kunst. Dem Kommunisten und leidenschaftlichen NS-Gegner mit künstlerischen Wurzeln in der Berliner Dada-Bewegung setzte die Kritik auch gesundheitlich weiter zu. Hinzu kamen Verdächtigungen der SED-Führung gegen alle Westemigranten, die als politisch unzuverlässig stigmatisiert wurden.

Waldsieversdorf und die malerische Gegend um den Großen Däbersee wurden in dieser Situation zu einem willkommenen Fluchtpunkt. 1956 gelang es John Heartfield, ein unbebautes Grundstück am Ostufer des Sees zu pachten. Aus Teilen einer am Flugplatz Strausberg demontierten Sanitätsbaracke entstand ein gemütliches Sommerhaus, das die Heartfields nach ihren Vorstellungen mit großen Fenstern, einem Wintergarten und einer Dachterrasse ausstatteten. 

Nach dem Tod des Künstlers 1968 bewohnte Gertrud Heartfield das Haus noch bis 1983. Danach übernahm es die Akademie der Künste der DDR und nutzte es bis 1990 als Ferienobjekt. 2008, nach der Klärung von Rückübertragungsansprüchen, erwarb die Gemeinde Waldsieversdorf das Grundstück. Der „Freundeskreis John Heartfield-Waldsieversdorf e.V.“ betreibt das inzwischen sanierte Gebäude in Erinnerung an den Künstler als öffentlichen Veranstaltungs- und Ausstellungsort. 

Literatur:
  • Michael Krejsa, Ein Freund der unbefestigten Wege. John Heartfield in Waldsieversdorf (1953-1968), Frankfurt (Oder) 2013

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„Du solltest dieses absurde Leipziger Klima endlich mit dem berühmt guten hier vertauschen“ – mit diesen Worten legte Bertold Brecht seinem Freund John Heartfield und dessen Frau Gertrud in einem Brief vom Dezember 1952 einen Ortswechsel in die Märkische Schweiz nahe. Brecht, der kurz zuvor mit Helene Weigel seinen Sommerwohnsitz nach Buckow verlegt hatte, bot sich an, etwas Geeignetes ausfindig zu machen.
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John Heartfield, Foto: Freundeskreis John Heartfield-Waldsieversdorf e. V. / Frau Dalchau
Sommerhaus, Foto: OSTKREUZ Agentur der Fotografen / Annette Hauschild
Schreibtisch im Kaminzimmer, Foto: OSTKREUZ Agentur der Fotografen / Annette Hauschild
Sommerhaus, Foto: Freundeskreis John Heartfield-Waldsieversdorf e. V. / Johann Bachinger
In der Folgezeit verbrachten der durch seine gesellschaftskritischen Fotomontagen berühmt gewordene Künstler und seine Frau die Wochenenden und den Sommer immer häufiger als Gäste in der Märkischen Schweiz. Heartfield war gesundheitlich schwer angeschlagen aus der Emigration in England nach Deutschland zurückgekehrt. Zudem geriet er mit seiner Arbeit in die Mühlen der politischen Diskussion um den „Formalismus“ in der Kunst. Dem Kommunisten und leidenschaftlichen NS-Gegner mit künstlerischen Wurzeln in der Berliner Dada-Bewegung setzte die Kritik auch gesundheitlich weiter zu. Hinzu kamen Verdächtigungen der SED-Führung gegen alle Westemigranten, die als politisch unzuverlässig stigmatisiert wurden.

Waldsieversdorf und die malerische Gegend um den Großen Däbersee wurden in dieser Situation zu einem willkommenen Fluchtpunkt. 1956 gelang es John Heartfield, ein unbebautes Grundstück am Ostufer des Sees zu pachten. Aus Teilen einer am Flugplatz Strausberg demontierten Sanitätsbaracke entstand ein gemütliches Sommerhaus, das die Heartfields nach ihren Vorstellungen mit großen Fenstern, einem Wintergarten und einer Dachterrasse ausstatteten. 

Nach dem Tod des Künstlers 1968 bewohnte Gertrud Heartfield das Haus noch bis 1983. Danach übernahm es die Akademie der Künste der DDR und nutzte es bis 1990 als Ferienobjekt. 2008, nach der Klärung von Rückübertragungsansprüchen, erwarb die Gemeinde Waldsieversdorf das Grundstück. Der „Freundeskreis John Heartfield-Waldsieversdorf e.V.“ betreibt das inzwischen sanierte Gebäude in Erinnerung an den Künstler als öffentlichen Veranstaltungs- und Ausstellungsort. 

Literatur:
  • Michael Krejsa, Ein Freund der unbefestigten Wege. John Heartfield in Waldsieversdorf (1953-1968), Frankfurt (Oder) 2013

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15526 Bad Saarow

Tel.: 033631-868100
Fax: 033631-868102

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