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Gedenktafeln, Foto: Archivbestand Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V.
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Mühlberg - Erinnerungsstätte Kriegsgefangenenlager Stalag IV B

Erinnerungsorte jüngerer deutscher Geschichte
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„Mühlberg, ein Name, der sich in mein Gedächtnis eingegraben hat […]. Eine riesige sandige Ebene, ein erbärmlicher, trauriger, düsterer Anblick, ohne jede Vegetation.“ So beschrieb der spätere französische Literaturnobelpreisträger Claude Simon den ersten Eindruck des Lagers Mühlberg, in das er nach seiner Gefangennahme in Frankreich Ende Mai 1940 gebracht wurde. In der Nähe der Kleinstadt an der Elbe, die damals noch zur Provinz Sachsen gehörte, wurde nach Beginn des Zweiten Weltkriegs ein großes Kriegsgefangenenlager (Stalag IV B) errichtet. Nachdem im ersten Kriegswinter knapp 30.000 Polen in Zelten zusammengepfercht worden waren, entstand seit 1940 eine Barackenstadt, in der durchschnittlich 20.000 Kriegsgefangene eingesperrt waren. Ab dem Jahr 1943 nahm vor allem die Zahl der britischen und amerikanischen Kriegsgefangenen stark zu. Während die Lagerleitung diese und andere Westeuropäer nach den völkerrechtlichen Standards für Kriegsgefangene behandelte, wurde das massenhafte Sterben sowjetischer Soldaten durch Seuchen und Unterernährung bewusst in Kauf genommen.
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  • Mahnmal Neubruxdorf, Foto: Archivbestand Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V.
  • Gräberfeld, Foto: Archivbestand Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V.
  • Stelen, Foto: Archivbestand Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V.
Anders als Claude Simon, der schon Ende 1940 fliehen konnte, kehrten viele seiner Landsleute erst nach fünf Jahren Kriegsgefangenschaft in die Heimat zurück. Nachdem das befreite Lager 1945 für einige Monate vom sowjetischen Geheimdienst genutzt worden war, um repatriierte Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter zu verhören, diente es seit September 1945 als Speziallager Nr. 1. Bis 1948 wurden rund 22.000 Deutsche eingesperrt, denen nicht nur NS-Verbrechen, sondern auch Widerstand gegen die Besatzungsmacht vorgeworfen wurden. Aufgrund der katastrophalen Haftbedingungen kam ein Drittel der in Mühlberg Internierten ums Leben.

An die Toten des Kriegsgefangenenlagers erinnert ein Ehrenmal, das bereits im November 1944 von französischen Gefangenen auf dem Friedhof Neuburxdorf errichtet wurde. Nachdem das Gräberfeld des Speziallagers nach 1948 bewusst unkenntlich gemacht worden war, entstand nach 1990 ein Gedenkort mit den Namen der Toten. Die Geschichte des Ortes wird darüber hinaus im Museum Mühlberg thematisiert.


Literatur:

  • Achim Kilian, Mühlberg 1939-1948. Ein Gefangenenlager mitten in Deutschland, Köln 2001.
  • Elisabeth Schuster (Hg.), Reite Schritt, Schnitter Tod! Leben und Sterben im Speziallager Nr. 1 des NKWD Mühlberg/Elbe, Kassel 2005
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„Mühlberg, ein Name, der sich in mein Gedächtnis eingegraben hat […]. Eine riesige sandige Ebene, ein erbärmlicher, trauriger, düsterer Anblick, ohne jede Vegetation.“ So beschrieb der spätere französische Literaturnobelpreisträger Claude Simon den ersten Eindruck des Lagers Mühlberg, in das er nach seiner Gefangennahme in Frankreich Ende Mai 1940 gebracht wurde. In der Nähe der Kleinstadt an der Elbe, die damals noch zur Provinz Sachsen gehörte, wurde nach Beginn des Zweiten Weltkriegs ein großes Kriegsgefangenenlager (Stalag IV B) errichtet. Nachdem im ersten Kriegswinter knapp 30.000 Polen in Zelten zusammengepfercht worden waren, entstand seit 1940 eine Barackenstadt, in der durchschnittlich 20.000 Kriegsgefangene eingesperrt waren. Ab dem Jahr 1943 nahm vor allem die Zahl der britischen und amerikanischen Kriegsgefangenen stark zu. Während die Lagerleitung diese und andere Westeuropäer nach den völkerrechtlichen Standards für Kriegsgefangene behandelte, wurde das massenhafte Sterben sowjetischer Soldaten durch Seuchen und Unterernährung bewusst in Kauf genommen.
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  • Mahnmal Neubruxdorf, Foto: Archivbestand Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V.
  • Gräberfeld, Foto: Archivbestand Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V.
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Anders als Claude Simon, der schon Ende 1940 fliehen konnte, kehrten viele seiner Landsleute erst nach fünf Jahren Kriegsgefangenschaft in die Heimat zurück. Nachdem das befreite Lager 1945 für einige Monate vom sowjetischen Geheimdienst genutzt worden war, um repatriierte Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter zu verhören, diente es seit September 1945 als Speziallager Nr. 1. Bis 1948 wurden rund 22.000 Deutsche eingesperrt, denen nicht nur NS-Verbrechen, sondern auch Widerstand gegen die Besatzungsmacht vorgeworfen wurden. Aufgrund der katastrophalen Haftbedingungen kam ein Drittel der in Mühlberg Internierten ums Leben.

An die Toten des Kriegsgefangenenlagers erinnert ein Ehrenmal, das bereits im November 1944 von französischen Gefangenen auf dem Friedhof Neuburxdorf errichtet wurde. Nachdem das Gräberfeld des Speziallagers nach 1948 bewusst unkenntlich gemacht worden war, entstand nach 1990 ein Gedenkort mit den Namen der Toten. Die Geschichte des Ortes wird darüber hinaus im Museum Mühlberg thematisiert.


Literatur:

  • Achim Kilian, Mühlberg 1939-1948. Ein Gefangenenlager mitten in Deutschland, Köln 2001.
  • Elisabeth Schuster (Hg.), Reite Schritt, Schnitter Tod! Leben und Sterben im Speziallager Nr. 1 des NKWD Mühlberg/Elbe, Kassel 2005
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