• Schloss Königs Wusterhausen, Foto: TMB-Fotoarchiv/Frank Liebke

    Königs Wusterhausen - Ihr Reise- und Ausflugsplaner

    Möchten Sie eine Reise oder Ausflug nach Königs Wusterhausen planen? Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen & Reiseangebote. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch des Schlosses?

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    Ort: Königs Wusterhausen

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Königs Wusterhausen - Geburtsstadt des Rundfunks
Was ist hier besonders?

Sich einen Tag wie ein König fühlen, dass ist möglich in Königs Wusterhausen. Denn hier entspannte sich schon Friedrich Wilhelm I. in seinem Schloss sowie beim Durchstreifen durch sein ehemaliges Jagdrevier. Was der König einst zu schätzen wusste, hat sich bis heute erhalten. Schließlich ist die Stadt vom gewässer- und waldreichen Dahme-Seengebiet umgeben, was sie zu einem besonders attraktiven Ausflugsziel macht. Und dann ging von hier aus 1920 noch das erste Live-Konzert über den Äther – es war die Geburtsstunde des Rundfunks in Deutschland.

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Was gibt es hier zu sehen?

Wer die südöstlich von Berlin gelegene Stadt besucht, beginnt seine Tour am besten am denkmalgeschützten Bahnhof von 1866 und läuft von hier aus geradewegs durch die belebte Bahnhofstraße mit ihren zahlreichen Geschäften und Cafés in Richtung Schloss. Es zählte zu den Lieblingsorten des Königs Friedrich Wilhelm I. in Preußen. Das in seinen Grundformen aus dem 16. Jahrhundert stammende Gebäude befand sich seit 1698 in seinem Besitz. Er war gerade einmal zehn Jahre alt, als ihm sein Vater das Schloss schenkte. Nachdem der Sprössling zum König von Preußen herangewachsen war, nutzte er das Anwesen als Sommersitz und Jagdresidenz. Daher wurde die Stadt 1718 schließlich von Wendisch Wusterhausen in Königs Wusterhausen umbenannt.

Hier im Schloss fand außerdem das legendäre Tabakskollegium von Friedrich Wilhelm I. Dort debattierte eine vom König einberufene Runde aus Militärs und Räten zwanglos über Fragen der Politik, Moral und Religion. In Königs Wusterhausen begann er zudem mit dem Aufbau seines Leibbataillons besonders hochgewachsener Soldaten, den so genannten Langen Kerls.

Die museale Einrichtung des einstigen Jagdschlosses repräsentiert heute das künstlerische Schaffen in Brandenburg-Preußen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. So sind im Festsaal des Schlosses Gemälde von Friedrich Wilhelm I. ausgestellt, die ihn zu einem Mitbegründer der Naiven Malerei machen. Während der dort stattfindenden Führungen erhalten Besucher einen guten Einblick in das Leben und die königlichen Wohnräume Friedrich Wilhelm I. und seiner Zeit, in der Preußens Aufstieg zur europäischen Großmacht begann.

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Schloss Königs Wusterhausen Schloss Königs Wusterhausen, Foto: TMB-Fotoarchiv/Frank Liebke

Was kann man hier sonst noch unternehmen?

An Seen mangelt es rund um Königs Wusterhausen nicht. Deshalb ist hier auch der Startpunkt für die Fahrrad-Tagestour "Pack' die Badehose ein". Der Rundkurs streift auf seinen rund 35 Kilometern gleich zehn Seen. Inzwischen gehört die Route zu den beliebtesten Radrouten im Dahme-Seenland. Wer sich vorab informieren möchte, bekommt in der Tourist-Information im Bahnhofsgebäude das dazugehörige Kartenmaterial. Besonderer Service: Hier können E-Biker vor Beginn der Tour noch einmal ihre Akkus aufladen. Wer noch niemals mit einem Elektrorad unterwegs war - kein Problem: In einem Fahrradladen an der Eichenallee gleich um die Ecke können Elektrofahrräder geliehen werden.

Und schon kann es losgehen, zunächst durch den Stadtteil Neue Mühle mit seiner Schleuse, die zu den ältesten Anlagen im Osten Deutschlands zählt. Von dort ist es nicht weit in das Naturschutzgebiet Tiergarten. Er ist 1725 auf Befehl von Friedrich Wilhelm I. entstanden. Der Soldatenkönig ließ dort mehrere Gehege für Wild, Fasane und Rebhühner bauen und nutzte das Waldgebiet fortan als Jagdrevier. Anstelle der Waidmänner durchstreifen heute Spaziergänger, Jogger und Radfahrer das knapp 100 Hektar große Gebiet mit seinen alten Eichen- und Buchenbeständen am Krimnicksee.

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Ausfahrt Schleuse Neue Mühle Königs Wusterhausen Ausfahrt Schleuse Neue Mühle Königs Wusterhausen, Foto: TMB

Das sollten Sie nicht verpassen!

Der Funkerberg in Königs Wusterhausen gilt als Wiege des deutschen Rundfunks. Bereits im Jahre 1911 wurden auf dem damaligen Windmühlenberg funktechnische Versuche durchgeführt. Damals war jedoch ein öffentlicher Rundfunk noch undenkbar gewesen. Erst am 22. Dezember 1920 wurde vom Funkerberg ein Weihnachtskonzert mit Instrumentalmusik ausgestrahlt. Der deutsche Rundfunk war damit geboren. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden große Teile der Sendeanlagen im Rahmen von Reparationsleistungen abgebaut und an die Sowjetunion geliefert. Mit der Deutschen Einheit schwand die Bedeutung des Funkerberges als Sendestandort. Der reguläre Sendebetrieb wurde nach und nach verringert und schließlich im Sommer 1995 eingestellt.

Einblicke in die Rundfunktechnik von damals erhalten Besucher noch heute im dortigen Sender- und Funktechnikmuseum. Es informiert über die Entwicklung der Funkerstadt und die Geschichte des Rundfunks von seinen Anfängen bis heute. In der Ausstellung werden darüber hinaus verschiedene Sender, ein 1.000-PS-Diesel-Notstromaggregat, ein Modell vom Funkerberg sowie ein nachgestelltes Sendestudios gezeigt.

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Sender- und Funktechnikmuseum Königs Wusterhausen Sender- und Funktechnikmuseum Königs Wusterhausen, Foto: Tourismusverband Dahme-Seen e.V.

Wie komme ich dort hin?

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