Der erste Tag
Vom Bahnhofsgebäude gehen Sie zunächst ein Stück rechts die Bahnhofstraße entlang. Nach etwa 100 m biegen Sie links in die Dammstraße ein. Kurz vor dem Großen Spreewaldhafen biegen Sie rechts ein zum Bootsverleih Richter, bei dem Sie Ihre Kanus ausleihen können.
Für die insgesamt knapp 40 km lange Tour (Hin- und Rückweg) sollten Sie zwei Tage veranschlagen. Sobald die Boote auf dem Wasser liegen, geht es los. Sie gleiten am Schlosspark vorbei und erblicken auf der linken Seite das imposante Schloss und die Orangerie. An der Schleuse fahren Sie weiter geradeaus in den Lehder Graben, wo Sie gemächlich an den Wiesen und kleinen Häuschen mit ihren Reet gedeckten Dächern vorbeiziehen. Nach wenigen Kilometern erreichen Sie Lehde, eines der schönsten und ursprünglichsten Spreewalddörfer.
Sie haben Lust auf eine kleine Zeitreise in die Welt der Spreewaldbauern und ihrer Traditionen und Handwerkskünste? Dann sollten Sie in Lehde einen ersten Zwischenstopp einlegen und das Freilandmuseum besuchen.
Durch den grünen Dschungel
Hinter Lehde gleiten Sie mitten durchs dschungelartige Grün. Auf der Wasseroberfläche treiben filigrane Blüten der Seerosen, dahinter wiegt sich das Schilf sanft im Wind und am Ufer sprießen Farne in die Höhe. Immer wieder funkeln einzelne Sonnenstrahlen durch das dichte Blättermeer der Erlen und Eichen und sorgen für ein fast märchenhaftes Licht. Libellen schwirren umher, irgendwo quakt ein Frosch, auf einer Wiese grasen ein paar Schafe.
So geht es in nordöstliche Richtung durch den Lehder Graben, den Wehrkanal, das Burgerfließ zum Burg Lübbener Kanal, den Sie ein paar Kilometer ostwärts paddeln, bis Sie den Leiper Graben erreichen, in den Sie scharf rechts einbiegen. Fast im Zickzack-Kurs durchqueren Sie den idyllischen Ort Leipe, wo Sie wieder die Spree erreichen.
Zeit für eine Stärkung
Nun paddeln Sie einige Kilometer weiter südöstlich. An der Schleuse Dubkower Mühle ist Gelegenheit zu einer Rast, hier lädt der Gasthof Dubkow-Mühle mit urigem Biergarten und leckeren Spreewälder Gerichten zu einer Stärkung ein. Durch Wiesen und Felder schlängelt sich die Spree weiter nach Burg Kolonie, wo Sie sich am Gurkenstand mit „Gurken to go“ eindecken können.