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Im Verborgenen

Theater / Tanz / Kabarett
Theater / Tanz / Kabarett
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p.P. = pro Person, p.P./N = pro Person / Nacht, p.E./N = pro Einheit/ Nacht, EZ = Einzelzimmer, DZ = Doppelzimmer, FeWo = Ferienwohnung oder -haus, App. = Appartement, Suite = Suite, FR = Frühstück, HP = Halbpension, VP = VollPension

Zweiteiliger Ballettabend mit Choreografien von Douglas Lee und Inma López (UA)

Wie sich aus Teilen ein Ganzes zusammenfügt, davon handelt der neue Ballettabend IM VEBORGENEN. Auch das Programm selbst besteht aus zwei Teilen, die einander ergänzen: In unterschiedlichen Handschriften fragen beide Choreografien nach Individualität und Persönlichkeit und danach, was man voneinander sieht und was man bewusst nicht zu zeigen versucht. 

Dem Zauber des Nicht- oder nur Halb-Sichtbaren geht der international tätige Choreograf Douglas Lee im ersten Teil des Abends nach. Die Neukreation FADE-OUTS, die er zusammen mit dem Komponisten Nicolas Sávva für Cottbus ersonnen hat, nimmt das Theater als Metapher. Den Raum dominiert eine rote Fläche, die einen Theatervorhang assoziieren lässt. Was würde sichtbar, wenn man die frontale Publikumssicht verlässt? Andere Perspektiven geben nur Ausschnitte vom Ganzen preis, Teile von Menschen und Körpern. Mitunter treten die Figuren gänzlich aus dem Scheinwerferlicht heraus ins Dunkel und das Individuum entschwindet, „fadet aus“. Ist das unser Miteinander? Ist alles Teil einer großen Inszenierung? Und zieht im Hintergrund jemand die Fäden in diesem Spiel? 

Um Teile in Bezug zu einem Ganzen geht es auch Co-Ballettdirektorin Inma López. Sie ließ sich von der japanischen Praxis des Kintsugi inspirieren und geht in GOLDENE WUNDEN dem Wert von Brüchen nach. Die japanische Praxis fügt Zerbrochenes in aufwendigen und langwierigen Prozessen wieder zusammen, ohne die Bruchstellen zu verbergen. Sie bleiben als goldene Adern sichtbar und machen das Unikat erst wertvoll. „Wir leben in einer Tyrannei der Perfektion“, meint die Choreografin, „aber es sind die Risse, die den Wert eines zerbrochenen Stückes ausmachen, die seine ureigene Geschichte erzählen. So sind es auch die Narben, die mich ausmachen und meinen widerstandsfähigsten Teil bilden, meine goldenen Wunden. Ich bin und wir sind die Kinder der goldenen Risse.“

aufklappeneinklappen
Foto: Bernd Schönberger, Lizenz: Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder)
Foto: Bernd Schönberger, Lizenz: Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder)
Foto: Marlies Kross, Lizenz: Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder)

Zweiteiliger Ballettabend mit Choreografien von Douglas Lee und Inma López (UA)

Wie sich aus Teilen ein Ganzes zusammenfügt, davon handelt der neue Ballettabend IM VEBORGENEN. Auch das Programm selbst besteht aus zwei Teilen, die einander ergänzen: In unterschiedlichen Handschriften fragen beide Choreografien nach Individualität und Persönlichkeit und danach, was man voneinander sieht und was man bewusst nicht zu zeigen versucht. 

Dem Zauber des Nicht- oder nur Halb-Sichtbaren geht der international tätige Choreograf Douglas Lee im ersten Teil des Abends nach. Die Neukreation FADE-OUTS, die er zusammen mit dem Komponisten Nicolas Sávva für Cottbus ersonnen hat, nimmt das Theater als Metapher. Den Raum dominiert eine rote Fläche, die einen Theatervorhang assoziieren lässt. Was würde sichtbar, wenn man die frontale Publikumssicht verlässt? Andere Perspektiven geben nur Ausschnitte vom Ganzen preis, Teile von Menschen und Körpern. Mitunter treten die Figuren gänzlich aus dem Scheinwerferlicht heraus ins Dunkel und das Individuum entschwindet, „fadet aus“. Ist das unser Miteinander? Ist alles Teil einer großen Inszenierung? Und zieht im Hintergrund jemand die Fäden in diesem Spiel? 

Um Teile in Bezug zu einem Ganzen geht es auch Co-Ballettdirektorin Inma López. Sie ließ sich von der japanischen Praxis des Kintsugi inspirieren und geht in GOLDENE WUNDEN dem Wert von Brüchen nach. Die japanische Praxis fügt Zerbrochenes in aufwendigen und langwierigen Prozessen wieder zusammen, ohne die Bruchstellen zu verbergen. Sie bleiben als goldene Adern sichtbar und machen das Unikat erst wertvoll. „Wir leben in einer Tyrannei der Perfektion“, meint die Choreografin, „aber es sind die Risse, die den Wert eines zerbrochenen Stückes ausmachen, die seine ureigene Geschichte erzählen. So sind es auch die Narben, die mich ausmachen und meinen widerstandsfähigsten Teil bilden, meine goldenen Wunden. Ich bin und wir sind die Kinder der goldenen Risse.“

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Foto: Bernd Schönberger, Lizenz: Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder)
Foto: Bernd Schönberger, Lizenz: Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder)
Foto: Marlies Kross, Lizenz: Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder)

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