Blog
0

Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden

0 Bewertungen 0 von 5 (0)
0
0
0
0
0
Wie hat Ihnen der Aufenthalt gefallen? Sie haben Ihren Aufenthalt schon bewertet.
ab €
Verfügbarkeit & Preis anzeigen

p.P. = pro Person, p.P./N = pro Person / Nacht, p.E./N = pro Einheit/ Nacht, EZ = Einzelzimmer, DZ = Doppelzimmer, FeWo = Ferienwohnung oder -haus, App. = Appartement, Suite = Suite, FR = Frühstück, HP = Halbpension, VP = VollPension
     
Das Zuchthaus wurde in den 1920er Jahren für den „neuzeitlichen Strafvollzug“ geplant und 1931 fertig gestellt. Zwischen 1933 und 1945 war die Strafanstalt in Brandenburg-Görden Ort nationalsozialistischer Justiz-Verbrechen, zu denen überzogene Strafmaße, unmenschliche Haftbedingungen, die exzessive Ausweitung der Todesstrafe und rassenhygienisch motivierte Ausmerzungsprogramme gehörten. Während der NS-Zeit wurde die Belegung von zunächst 1.800 bis zum Kriegsende auf ca. 3.000 Häftlinge erhöht. Bis zu 60 Prozent der Gefangenen aus ganz Europa waren sogenannte Politische, die wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“, „Zersetzung der Wehrkraft“ oder „militärischem Ungehorsam“ verurteilt worden waren. Politische und Kriminelle wurden gemeinsam untergebracht. In einer 1940 eingerichteten Hinrichtungsstätte wurden mehr als 2.000 Todesurteile vollstreckt.
aufklappeneinklappen
  • Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden, Foto: Cordia Schlegelmilch
  • Der 1975 gestaltete Gedenkraum, Foto: Gedenkstätten Brandenburg
  • Dauerausstellung, Foto: Gedenkstätten Brandenburg a. d. H. /Cordia Schlegelmilch
  • Gedenkstätte am ehemaligen Hinrichtungsort 1999, Foto: Gedenkstätten Brandenburg / Kiessling
  • Dauerausstellung, Foto: Gedenkstätten Brandenburg a. d. H. /Cordia Schlegelmilch
  • Sicherung der Strafvollzugsanstalt Brandenburg - Görden, Foto: Gedenkstätten Brandenburg
  • Dauerausstellung, Foto: Gedenkstätten Brandenburg a. d. H. /Cordia Schlegelmilch
  • Ehemaliger Hinrichtungsort der NS-Justiz, Foto: Gedenkstätten Brandenburg a.d.H/ Hagen Immel
  • Zuchthaus Brandenburg - Görden 1937, Foto: Gedenkstätten Brandenburg
Nach 1945 nutzten zunächst die sowjetischen Militärbehörden und der sowjetische Geheimdienst NKWD das Gefängnis als Repatriierungslager, wo auch der Kollaboration Verdächtige festgehalten wurden. 1950 übernahm das Ministerium des Innern der DDR die Einrichtung und inhaftierte in Brandenburg sowohl verurteilte Kriminelle, NS-Täter und Kriegsverbrecher als auch politische Gegner, Teilnehmer des Aufstandes vom 17. Juni 1953, gescheiterte „Republikflüchtlinge“ und Ausreisewillige, Zeugen Jehovas und Homosexuelle. Das Zuchthaus Brandenburg gehörte zu den größten Haftanstalten der DDR.

1949 wurde innerhalb des Zuchthauses eine Gedenkstätte eingerichtet, die an die während des Nationalsozialismus Hingerichteten erinnern sollte. 1990 übernahm das Justizministerium des Landes Brandenburg die Haftanstalt und führt sie seitdem als Justizvollzugsanstalt weiter. Die Gedenkräume mit dem teilweise rekonstruierten Hinrichtungsraum befinden sich weiterhin innerhalb der Anstalt und können nach Terminvereinbarung besichtigt werden. Im April 2018 wird im ehemaligen Haus des Anstaltsdirektors eine frei zugängliche Dauerausstellung zur Geschichte der Strafanstalt in der Zeit des Nationalsozialismus und während der DDR eröffnet.




Literatur:

  • Leonore Ansorg, Politische Häftlinge im nationalsozialistischen Strafvollzug: Das Zuchthaus Brandenburg-Görden, Berlin 2015.
  • Leonore Ansorg, Politische Häftlinge im Strafvollzug der DDR: Die Strafvollzugsanstalt Brandenburg, Berlin 2005.
  • Sylvia de Pasquale, Zwischen Resozialisierung und „Ausmerze“. Strafvollzug in Brandenburg an der Havel (1920-1945), Berlin 2013.


Links:

  • Website der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
  • Website: Orte der Erinnerung 1933-1945. Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur in Berlin und Brandenburg
aufklappeneinklappen
     
Das Zuchthaus wurde in den 1920er Jahren für den „neuzeitlichen Strafvollzug“ geplant und 1931 fertig gestellt. Zwischen 1933 und 1945 war die Strafanstalt in Brandenburg-Görden Ort nationalsozialistischer Justiz-Verbrechen, zu denen überzogene Strafmaße, unmenschliche Haftbedingungen, die exzessive Ausweitung der Todesstrafe und rassenhygienisch motivierte Ausmerzungsprogramme gehörten. Während der NS-Zeit wurde die Belegung von zunächst 1.800 bis zum Kriegsende auf ca. 3.000 Häftlinge erhöht. Bis zu 60 Prozent der Gefangenen aus ganz Europa waren sogenannte Politische, die wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“, „Zersetzung der Wehrkraft“ oder „militärischem Ungehorsam“ verurteilt worden waren. Politische und Kriminelle wurden gemeinsam untergebracht. In einer 1940 eingerichteten Hinrichtungsstätte wurden mehr als 2.000 Todesurteile vollstreckt.
aufklappeneinklappen
  • Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden, Foto: Cordia Schlegelmilch
  • Der 1975 gestaltete Gedenkraum, Foto: Gedenkstätten Brandenburg
  • Dauerausstellung, Foto: Gedenkstätten Brandenburg a. d. H. /Cordia Schlegelmilch
  • Gedenkstätte am ehemaligen Hinrichtungsort 1999, Foto: Gedenkstätten Brandenburg / Kiessling
  • Dauerausstellung, Foto: Gedenkstätten Brandenburg a. d. H. /Cordia Schlegelmilch
  • Sicherung der Strafvollzugsanstalt Brandenburg - Görden, Foto: Gedenkstätten Brandenburg
  • Dauerausstellung, Foto: Gedenkstätten Brandenburg a. d. H. /Cordia Schlegelmilch
  • Ehemaliger Hinrichtungsort der NS-Justiz, Foto: Gedenkstätten Brandenburg a.d.H/ Hagen Immel
Nach 1945 nutzten zunächst die sowjetischen Militärbehörden und der sowjetische Geheimdienst NKWD das Gefängnis als Repatriierungslager, wo auch der Kollaboration Verdächtige festgehalten wurden. 1950 übernahm das Ministerium des Innern der DDR die Einrichtung und inhaftierte in Brandenburg sowohl verurteilte Kriminelle, NS-Täter und Kriegsverbrecher als auch politische Gegner, Teilnehmer des Aufstandes vom 17. Juni 1953, gescheiterte „Republikflüchtlinge“ und Ausreisewillige, Zeugen Jehovas und Homosexuelle. Das Zuchthaus Brandenburg gehörte zu den größten Haftanstalten der DDR.

1949 wurde innerhalb des Zuchthauses eine Gedenkstätte eingerichtet, die an die während des Nationalsozialismus Hingerichteten erinnern sollte. 1990 übernahm das Justizministerium des Landes Brandenburg die Haftanstalt und führt sie seitdem als Justizvollzugsanstalt weiter. Die Gedenkräume mit dem teilweise rekonstruierten Hinrichtungsraum befinden sich weiterhin innerhalb der Anstalt und können nach Terminvereinbarung besichtigt werden. Im April 2018 wird im ehemaligen Haus des Anstaltsdirektors eine frei zugängliche Dauerausstellung zur Geschichte der Strafanstalt in der Zeit des Nationalsozialismus und während der DDR eröffnet.




Literatur:

  • Leonore Ansorg, Politische Häftlinge im nationalsozialistischen Strafvollzug: Das Zuchthaus Brandenburg-Görden, Berlin 2015.
  • Leonore Ansorg, Politische Häftlinge im Strafvollzug der DDR: Die Strafvollzugsanstalt Brandenburg, Berlin 2005.
  • Sylvia de Pasquale, Zwischen Resozialisierung und „Ausmerze“. Strafvollzug in Brandenburg an der Havel (1920-1945), Berlin 2013.


Links:

  • Website der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
  • Website: Orte der Erinnerung 1933-1945. Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur in Berlin und Brandenburg
aufklappeneinklappen

Anreiseplaner

Anton-Saefkow-Allee 38

14472 Brandenburg an der Havel

Wetter Heute, 20. 9.

8 24
Den ganzen Tag lang leicht bewölkt.

  • Montag
    8 25
  • Dienstag
    10 26

Prospekte

Touristinfo

Tourismusverband Havelland e.V.

Theodor-Fontane-Straße 10
14641 Nauen OT Ribbeck

Tel.: 033237-859030
Fax: 033237-859040

Wetter Heute, 20. 9.

8 24
Den ganzen Tag lang leicht bewölkt.

  • Montag
    8 25
  • Dienstag
    10 26

Alle Informationen, Zeiten und Preise werden regelmäßig geprüft und aktualisiert. Trotzdem können wir für die Richtigkeit der Daten keine Gewähr übernehmen. Wir empfehlen Ihnen, vor Ihrem Besuch telefonisch / per E-Mail oder über die Internetseiten des Anbieters den aktuellen Stand zu erfragen.

(+49) 03312004747 Wir sind telefonisch für Sie da: werktags Mo-Fr 9-18 Uhr und am 31.10. 10-15 Uhr.

Vielen Dank für Ihre Anfrage!

Konnten wir Ihre Anfrage nicht in eine Buchung umwandeln, werden wir uns schnellstmöglich innerhalb unserer Servicezeiten von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 -18 Uhr bei Ihnen melden.

Für weitere Fragen rund um das Land Brandenburg stehen wir Ihnen gerne auch unter der Rufnummer 0331- 200 47 47 zur Verfügung. Unter service@reiseland-brandenburg.de können Sie uns auch gerne eine E-Mail senden. "

Ihr Informations- und Vermittlungsservice Brandenburg

Die Anfrage war nicht erfolgreich!

Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt wieder.

Ihr Informations- und Vermittlungsservice Brandenburg

Online-Buchung


Vielen Dank für Ihren Besuch auf www.reiseland-brandenburg.de

Diese Webseite wurde auf dem technisch aktuellsten Stand entwickelt. Leider benutzen Sie einen Browser, der nicht den technischen Anforderungen entspricht.

Wir bitten Sie daher einen alternativen Browser (z.B. Google Chrome, Firefox oder Edge) zu verwenden und wünschen Ihnen weiterhin viel Spaß auf unserer Webseite.