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Blick auf die Glienicker Brücke, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
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Glienicker Brücke

Erinnerungsorte jüngerer deutscher Geschichte
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Mit einem Lastwagen gelang drei jungen Männern aus der DDR am 10. März 1988 zum ersten Mal eine Flucht über die Glienicker Brücke. Der 7,5-Tonnen-Laster, als „Gefahrgut-Transporter“ getarnt und mit 92 leeren Gasflaschen beladen, durchbrach vier Hindernisse: das Eingangstor, einen Sperrschwenkbaum, einen Schlagbaum und ein Stahltor. „Ich habe es aus Liebe getan“, berichtete einer der Flüchtlinge, der seiner Ehefrau in den Westen folgte.
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Die Glienicker Brücke verbindet Berlin und Potsdam. Ihr östlicher Teil liegt im Westen und ihr westlicher im Osten; die Grenze verläuft auf der Mitte der Brücke. Zu DDR-Zeiten trug sie den Namen „Brücke der Einheit“. Als Grenzübergang durfte sie nach 1961 bis Mitte der 1980er Jahre ausschließlich von alliiertem Militärpersonal oder mit Sondergenehmigung benutzt werden.

Weltweite Berühmtheit erlangte die Glienicker Brücke durch den Agentenaustausch zwischen den USA und der Sowjetunion: Am 10. Februar 1962 wurde der US-Pilot Francis Gary Powers gegen den sowjetischen Top-Spion Rudolf Iwanowitsch Abel ausgetauscht. Powers war am 1. Mai 1960 mit einem U2-Aufklärungsflugzeug über der Sowjetunion abgeschossen worden; Abel hatte in New York neun Jahre lang für den sowjetischen Geheimdienst spioniert, als er 1957 inhaftiert wurde. Zwei weitere Austauschaktionen fanden 1985 und 1986 statt.

Am 10. November 1989, einen Tag nach dem Mauerfall, wurde die Glienicker Brücke wieder geöffnet und regulär in beide Richtungen passierbar. Noch heute bezeugen unterschiedliche Farbtöne der Brücke ihre geteilte Geschichte, an die auch eine Metallplatte auf dem ehemaligen Grenzstrich in der Mitte erinnert.

Unmittelbar an der Glienicker Brücke liegt die zwischen 1843 und 1845 von Ludwig Persius erbaute Villa Schöningen. Als Museum beherbergt sie heute eine multimediale Dauerausstellung zur Geschichte der Glienicker Brücke und der Villa und tritt mit Kunstausstellungen hervor.

Detailinformationen zur Barrierefreiheit finden Sie hier.

Literatur: 
  • Thomas Blees, Glienicker Brücke. Schauplatz der Geschichte, 3. akt. Aufl., Berlin 2010.
  • Katie Hafner, Das Haus an der Brücke. Die Villa Schöningen in Potsdam und ihre Bewohner, Wilhelmshorst 2004.
  • Mathias Döpfner/Lena Maculan, Villa Schöningen an der Glienicker Brücke. Ein deutsch-deutsches Museum, Berlin 2009
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Mit einem Lastwagen gelang drei jungen Männern aus der DDR am 10. März 1988 zum ersten Mal eine Flucht über die Glienicker Brücke. Der 7,5-Tonnen-Laster, als „Gefahrgut-Transporter“ getarnt und mit 92 leeren Gasflaschen beladen, durchbrach vier Hindernisse: das Eingangstor, einen Sperrschwenkbaum, einen Schlagbaum und ein Stahltor. „Ich habe es aus Liebe getan“, berichtete einer der Flüchtlinge, der seiner Ehefrau in den Westen folgte.
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Die Glienicker Brücke verbindet Berlin und Potsdam. Ihr östlicher Teil liegt im Westen und ihr westlicher im Osten; die Grenze verläuft auf der Mitte der Brücke. Zu DDR-Zeiten trug sie den Namen „Brücke der Einheit“. Als Grenzübergang durfte sie nach 1961 bis Mitte der 1980er Jahre ausschließlich von alliiertem Militärpersonal oder mit Sondergenehmigung benutzt werden.

Weltweite Berühmtheit erlangte die Glienicker Brücke durch den Agentenaustausch zwischen den USA und der Sowjetunion: Am 10. Februar 1962 wurde der US-Pilot Francis Gary Powers gegen den sowjetischen Top-Spion Rudolf Iwanowitsch Abel ausgetauscht. Powers war am 1. Mai 1960 mit einem U2-Aufklärungsflugzeug über der Sowjetunion abgeschossen worden; Abel hatte in New York neun Jahre lang für den sowjetischen Geheimdienst spioniert, als er 1957 inhaftiert wurde. Zwei weitere Austauschaktionen fanden 1985 und 1986 statt.

Am 10. November 1989, einen Tag nach dem Mauerfall, wurde die Glienicker Brücke wieder geöffnet und regulär in beide Richtungen passierbar. Noch heute bezeugen unterschiedliche Farbtöne der Brücke ihre geteilte Geschichte, an die auch eine Metallplatte auf dem ehemaligen Grenzstrich in der Mitte erinnert.

Unmittelbar an der Glienicker Brücke liegt die zwischen 1843 und 1845 von Ludwig Persius erbaute Villa Schöningen. Als Museum beherbergt sie heute eine multimediale Dauerausstellung zur Geschichte der Glienicker Brücke und der Villa und tritt mit Kunstausstellungen hervor.

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  • Thomas Blees, Glienicker Brücke. Schauplatz der Geschichte, 3. akt. Aufl., Berlin 2010.
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  • Mathias Döpfner/Lena Maculan, Villa Schöningen an der Glienicker Brücke. Ein deutsch-deutsches Museum, Berlin 2009
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