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  • Im Spreewald,
        
    

        Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall Im Spreewald, Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall
    Ort: Lübben (Spreewald)

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TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Strandhaus Lübben: Auszeit im Spreewald

25. Mai 2018 von Inka Chall

Das Strandhaus Lübben ist ein Mix aus bayerischer Gemütlichkeit, Spreewaldtradition und modernem Chic. Für den besonderen Wellness-Moment sorgen die neuen Ruhewürfel. Das sind acht Quadratmeter Entspannung mit Blick auf die Spree. 2018 erhielt das Hotel den Tourismuspreis des Landes Brandenburg.

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Der Kahn schiebt sich zügig durch das Wasser. Völlig ungewohnt ist die Stille dabei, denn hier im Spreewald werden die Kähne noch mit dem Stechpaddel gestakt und nicht mit dem Motor gefahren. Martin, der Fährmann, den man bloß nicht mit Kapitän anreden soll, erklärt, dass der Spreewald eigentlich besser Spreesumpf heißen sollte, woher die Slawen kamen und dass eigentlich die Kähne nur noch für die Touristen da seien, sie lebten hier schließlich nicht hinter dem Mond, hier im Spreewald. "Aber ich hab da gestern einen Traktor auf einem Kahn gesehen", werfe ich ein. „Zufall“, brummt Martin. „Und ich habe gelesen, dass es einen Postkahn gibt“, beharre ich störrisch. „Ausnahmen“, sagt Martin, und ich überlege grinsend, wie viele Ausnahmen es hier wohl noch geben mag.

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Spreewald in Lübben Spreewald in Lübben, Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall

Acht Quadratmeter Entspannung

Ich bin bereits das zweite Mal in Lübben, denn beim ersten Besuch habe ich mich sofort in das Hotel Strandhaus Boutique Resort & Spa verliebt und in diesen Stil, den der Besitzer Herr Karl so treffend einen „Mix aus bayerischer Gemütlichkeit, Spreewaldtradition und modernem Chic“ beschreibt. Das erst vor wenigen Jahren eröffnete Hotel entspringt dem ursprünglich bereits 1929 eröffneten „Strandkaffee“, einem kleinen Imbiss direkt an der Hauptspree neben der Schlossinsel, der sich mit den Jahren zu einem beliebten Lokal mauserte.

Die Familie Karl übernahm den Komplex im Jahr 2007, baute das Restaurant großzügig aus und eröffnete einige Zeit später das dazugehörige Hotel: das Strandhaus. Holz, Glas und modern-gemütliches Interieur machen das Innen und Außen heute aus, einladende Außen-Lounges prägen die Spreeseite, und die hervorragende Küche rechtfertigt den für hiesige Verhältnisse etwas gehobenen Preis und ist auch bei Einheimischen sehr beliebt. Das merkt man vor allem an der hohen Auslastung: Wer hier urlauben möchte, sollte besser vorbuchen, vor allem im Sommer.

Ich versichere, es lohnt sich. Wer den ganzen Genuss haben möchte, bucht gleich ein ganzes Spa-Paket dazu, denn das heimliche Highlight des Hotels sind die gerade neu eröffneten „Ruhewürfel“: Nach der Sauna oder Massage kann man hier auf acht Quadratmetern zwischen Grünpflanzen und mit Blick auf die Spree gemütlich in Zweisamkeit entspannen, das geht übrigens besonders gut im Winter. Die Würfel sind beheizt, die immergrünen Pflanzen geben auch zu der sonst tristen Jahreszeit Dschungelfeeling - nach einem schönen Winterspaziergang durch den dann absolut ruhigen Winterwald ein herrlicher Genuss.

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Im Strandhaus Lübben Im Strandhaus Lübben, Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall

Sogar paddeln ist jetzt möglich, am Vortag haben wir eine kleine Runde gedreht. Kajak-Anbieter muss man allerdings im Winter erst einmal ausfindig machen, der nette Service des Strandhauses hilft dabei. Einfacher ist natürlich das Paddeln im Sommer, dann gibt es verschiedene Anbieter und die Hauptspree ist voller Paddler. Seine Ruhe kann man dennoch haben, wenn man ein bisschen weiter paddelt oder einfach mal die Hauptspree verlässt. Wer im Sommer kommt, hat außerdem die Qual der Wahl bei den thematischen Kahnfahrten, zum Beispiel einer Frühstückskahnfahrt oder einer Literarischen Kahnfahrt. Unsere Fahrt ist dagegen vom Glühwein bestimmt, denn es ist Januar und immer noch kalt. In eineinhalb Stunden erkunden wir vom Kahn aus die ganze Stadt und ich stelle mir vor, wie das wohl sein mag, hier aufzuwachsen, in einer Stadt, in der die Fortbewegung auf dem Wasser so natürlich daherkommt wie bei unsereins die Straßen.

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Kanutour im Unterspreewald Kanutour im Unterspreewald, Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall

Schlossinsel und Spreelagune

Leicht erheitert spazieren wir anschließend über die Schlossinsel, einen künstlich angelegten Natur- und Erlebnisbereich, der gleich vom Hotel aus zu erreichen ist. Wasserspielplätze, lauschige Ecken wie die SpreeLagune, schöne Wanderwege und kleine Brücken lassen auf übersichtlichem Raum eine kleine Erlebniswelt entstehen, die im Sommer häufig zur Musikbühne und für verschiedene Veranstaltungen genutzt wird. Die Wege sind kurz, und so schauen wir noch schnell bei der Paul-Gerhard-Kirche hinein, einer Kirche aus dem 16. Jahrhundert, in der der wohl bekannteste Kirchenlied-Dichter wirkte. Das spätgotische Bauwerk prägt den Marktplatz, der im Sommer Mittwochs und Freitags zum Wochenmarkt für lokale Verkäufer wird.

Der Tag ist noch jung, also fahren wir ins nahegelegene Lübbenau, um eine kurzweilige, ca. 7 Kilometer lange Wanderung zur Wotschofska zu machen, mit über 120 Jahren eines der ältesten Ausflugslokale im Spreewald. Der Weg ist vom Schlossgarten ausgeschildert, und während es im Sommer recht trubelig ist, verirren sich im Winter erstaunlicherweise kaum Touristen hierher. Dabei sind die vielen kleinen Kanäle, durch die der Spreewald durchzogen ist und die der Sage nach vom Teufel und seinen Ochsen geschaffen wurden, im Winter umso magischer. Das Wasser leuchtet türkis und spiegelt die kargen Bäume bis ins Unendliche. Eine Welt wie aus Herrn der Ringe. An der Wotschofska drehen wir wieder um, denn diese hat im Winter geschlossen, im Sommer aber herrscht hier reger Betrieb. Den Rest des Tages wird im Spa und unserer schönen Suite entspannt.

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Strandhaus Lübben Strandhaus Lübben, Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall

Am letzten Morgen packe ich mir wehmütig meinen Teller vom üppigen Buffet voll. Während ich meiner Begleitung aus der Strandhaus-Morgenzeitung die Sage der Lutki vorlese, den kleinen Bewohnern unter der Erde, die sich gerne Sachen borgen und stets in verneinten Sätzen sprechen, überlege ich, wann ich die nächste kleine Auszeit hier verbringen kann. Zuhause vermisse ich den Laib vom herrlichen „Strandhaus-Brot“, den ich beim Auschecken noch erstanden habe und das wir jeden Morgen entzückt gegessen haben. Ich bin sicher, das waren die Lutki, die mir einen Grund geben wollten, noch einmal wiederzukommen.

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