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  • Stadtansicht Brandenburg an der Havel ,
        
    

        Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Stadtansicht Brandenburg an der Havel , Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
    Ort: Brandenburg an der Havel
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Fontane200 Brandenburg an der Havel: Ein Spaziergang mit Theodor Fontane

18. April 2019 von Steffen Lehmann

Theodor Fontane aller Orten und in aller Munde. Hört man den Namen des Dichters, denkt man an seine Geburtsstadt Neuruppin oder Berlin und seine Theaterkritiken. Heute wissen wir auch, dass Fontane nicht alle Orte in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg besucht hat. Brandenburg an der Havel besuchte Fontane zwischen 1840 und 1884 fast 20 Mal. An seinen Freund Wiesike schreibt Fontane im Jahr 1888: „..., denn so viel ich mich mit Einzelpartien unserer Mark beschäftigt habe, zu einem auch nur leidlich gründlichen Studium der einst wichtigsten Stadt des Landes bin ich nie gekommen.“

Brandenburg an der Havel ist ein Schätzchen. Im Frühling und Sommer bin ich mindestens einmal hier. Ein Tag am oder auf dem Wasser fühlt sich dann an, wie ein kleiner Urlaub zwischendurch. Von Berlin nehme ich immer den RE 1 von DB Regio Nordost. Das garantiert immer eine staufreie Anreise. Nach etwas mehr als einer Stunde stehe ich vor der Touristinformation am Neustädtischen Markt.

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Fontane-Notizen Bronzeplastik Brandenburg an der Havel Fontane-Notizen Bronzeplastik Brandenburg an der Havel, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
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Mit den Fontane-Notizen zu 14 Stationen der Stadt

Hier hole ich mir meine Fontane-Notizen ab. Das kleine Büchlein beschreibt einen Besuch Fontanes, wie er 1888 stattgefunden haben könnte. Mit den Fontane-Notizen in der Hand mache ich mich auf die Spuren des Dichters in der Stadt an der Havel. Ganze 14 Fontane-Stationen sind in den Notizen aufgelistet. Das verspricht, ein gründlicher Besuch in der ältesten Stadt Brandenburgs zu werden.

Vom Neustädtischen Markt sind es nur wenige Schritte bis zur Steinstraße 61 – der ersten Station der Fontane-Notizen. Hier war früher die Poststation untergebracht, die Fontane nach mehrstündiger Fahrt in einer Kutsche im September 1840 erreichte, als er zum ersten Mal nach Brandenburg reiste. Fast um die Ecke steht die Katharinenkirche. Sie ist die größte Pfarrkirche der Stadt. Als 1852 der Kirchturm einstürzt, bleiben die drei Turmpfeifer, wie durch ein Wunder unverletzt.

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St. Katharinenkirche Brandenburg an der Havel St. Katharinenkirche Brandenburg an der Havel, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Lieblingsplatz: Jahrtausendbrücke

Einer meiner Lieblingsorte in Brandenburg an der Havel ist die Jahrtausendbrücke. Fontane kannte sie noch als Lange Brücke über die Havel. Erst 1929 wurde die Zugbrücke von einer modernen Stahlbetonkonstruktion abgelöst. Auch Fontane stand also oft hier, und ließ wahrscheinlich den Blick über den Fluss schweifen. Heute trifft man sich hier, um einen Kaffee am Wasser zu trinken, ein Eis zu essen oder einfach nur die phänomenale Atmosphäre zu genießen. Hier steht auch die Johanniskirche. Die alte Klosterkirche wurde erst ab 2012 saniert. Dabei entdeckten Bauarbeiter 600 Jahre alte Wandmalereien! Die Kirche erinnerte Fontane bei seinen Besuchen immer an seine Vorfahren, die Ende des 17. Jahrhunderts aus Frankreich nach Preußen einwanderten.

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Jahrtausendbrücke Brandenburg an der Havel Jahrtausendbrücke Brandenburg an der Havel, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Die beste Aussicht auf die Stadt

Für die beste Aussicht muss de Brandenburg-Besucher zum Marienberg. Der Hügel ist das älteste Weinanbaugebiet (seit 1173) in Brandenburg, ein Fakt, den bestimmt auch Fontane wusste. Nach über 250 Jahren Pause wurden zur Bundesgartenschau 2015 wieder Weinreben angepflanzt. natürlich erklimme ich die Friedenswarte. Die Aussicht belohnt mich für den Aufstieg. ich habe Glück, denn es ist nicht diesig – und so geht der Blick weiter über Brandenburg hinaus. An der Brüstung sind kleine Fernrohre angebracht, mit denen bestimmte Punkte in der Stadt in Augenschein genommen werden können.

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Aussichtsturm auf dem Marienberg Brandenburg an der Havel Aussichtsturm auf dem Marienberg Brandenburg an der Havel , Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Waldmöpse vor dem Rathaus

Wer Geschichte mag, der kommt in Brandenburg nicht am Altstädtischen Rathaus mit der berühmten Rolandfigur vorbei. Am Brunnen reckt kess ein Waldmops seinen Kopf in die Höhe. Die Plastiken sind eine Hommage an den großen Humoristen Loriot alias Vicco von Bülow, der in Brandenburg das Licht der Welt erblickte und in der St. Gotthardt-Kirche getauft wurde.

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Altstädtischer Markt Brandenburg an der Havel Altstädtischer Markt Brandenburg an der Havel, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Schon allein aus diesem Grund, gehört die Gotthardt-Kirche mit zu jedem Brandenburg-Besuch. Auch hier tummelt sich ein Waldmops. Die Mitte des 12. Jahrhunderts erbaute Kirche ist die älteste Kirche der Stadt und der Mark Brandenburg. Der Westgiebel wurde aus großen Feldsteinen gesetzt. Gerade bei Sonnenschein und blauen Himmel immer wieder ein schönes Fotomotiv. Wenn Katharinenkirche und Gotthardtkirche dabei sind, gehört der Dom natürlich auch dazu. Die Dominsel gilt als Ursprungsort der Mark Brandenburg. Mehrere Jahrhunderte lang stand hier die Slawenburg, die auch Fontane im Kapitel „Die Wenden der Mark“ im dritten Band der „Wanderungen“ beschreibt. Von der alten Slawenburg haben sich keine Zeugnisse erhalten. Im Archäologischen Landesmuseum gibt es eine Nachbildung der Festung.

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Dom zu Brandenburg an der Havel Dom zu Brandenburg an der Havel, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Auf dem Fontane-Weg durchs benachbarte Plaue

Fontane reiste oft nach Brandenburg, um Carl Ferdinand Wiesike zu besuchen. Der Kaufmann lebte in Plaue und Fontane genoss die gemeinsamen Gespräche und Spaziergänge. Durch Plaue führt heute der Fontane-Pfad, der am Schloss, dem Friedhof und der Kirche vorbeiführt. Etwas versteckt liegt die Grabstelle der Familie Wiesike in Margarethenhof. Das Schloss beherbergte einst die erste Porzellanmanufaktur Preußens – in der das weiße Gold hergestellt wurde.

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In Plaue geht für mich der Fontane-Spaziergang zu Ende. Bevor es wieder Richtung Bahnhof und dann weiter nach Berlin geht, gilt es noch eine kulinarische Zwischenstation einzulegen. In der „Werft“ an der Jahrtausendbrücke lasse ich die Tour ausklingen. Was für ein Abschluss. Fast bin ich versucht, mir ein Zimmer für eine Nacht zu nehmen. Aber wiederkommen geht ja auch.

Tipp: Auf jeder Seite der Fontane-Notizen gibt es eine kleine Aufgabe zu lösen. Wer alle Aufgaben löst und das Notizbuch einsendet, hat die Chance vier Übernachtungen in einem Hotel in Brandenburg an der Havel zu gewinnen!

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