• Glienicker Brücke , Foto: TMB-Fotoarchiv/Ulf Böttcher

    Besondere Orte: Glienicker Brücke

    Die Glienicker Brücke war einst Nadelöhr zwischen Ost und West, legendärer "Austauschort" russischer und amerikanischer Spione. Heute bietet sie einen herrlichen Blick auf die Seenlandschaft Potsdams.

    Die Glienicker Brücke war einst Nadelöhr zwischen Ost und West, legendärer "Austauschort" russischer und amerikanischer Spione. Heute bietet sie einen herrlichen Blick auf die Seenlandschaft Potsdams.
    Ort: Potsdam

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Die Glienicker Brücke
Einst Agentenbrücke, heute Symbol der Deutschen Einheit

Sie ist nicht einfach nur eine Brücke, die zwei Ufer miteinander verbindet. Sie ist die Brücke, die einst zwei politische Systeme trennte: die Glienicker Brücke. Heute verläuft hier lediglich die Grenze zwischen dem Land Brandenburg beziehungsweise der Stadt Potsdam sowie der Bundeshauptstadt Berlin. Das war nicht immer so! Zwischen 1949 und 1989 verlief an dieser Stelle der Eiserne Vorhang zwischen Ost und West, zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland. Kurioserweise trug sie zu dieser Zeit den Namen „Brücke der Einheit“.

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Inmitten des Preußischen Arkadien an den Ufern der Havel

Seit dem Fall der Mauer gehört die Glienicker Brücke zu den schönsten Orten in Potsdam. Die Aussicht von der Brückenmitte ist einmalig. Von hier geht der Blick zum Schloss Babelsberg, der Heilandskirche von Sacrow, dem Schloss Glienicke sowie zu den vom Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné geschaffenen Gartenlandschaften. Bereits im 17. Jahrhunderts wurde an dieser Stelle die erste Verbindung über die Havel gebaut. Die heutige Brücke stammt aus dem Jahre 1907.

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Glienicker Brücke Glienicker Brücke, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Legendäre "Agentenbrücke"

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war die Glienicker Brücke viele Jahre lang ein legendärer Schauplatz des Kalten Krieges und ein Symbol für die Teilung Europas. So stand die Brücke drei Mal während eines Agentenaustauschs im Mittelpunkt. In den Jahren 1962, 1985 sowie 1986 wechselten an diesem Ort mehrere Agenten die Seiten. Im November 2014 wurde diese Szenerie noch einmal für einen Kinofilm nachgestellt. Soldaten patrouillierten auf der Brücke und das einstige Wahrzeichen des Kalten Krieges war in helles Scheinwerferlicht getaucht. Denn Hollywood-Regisseur Steven Spielberg drehte mit Tom Hanks am Originalschauplatz seinen Agententhriller "Bridge of Spies - Der Unterhändler".

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Museumstipp: Die Villa Schöningen

Wenn die Schauspieler, Komparsen und Filmcrews längst abgereist sind, sind die Drehorte aber immer noch da und natürlich einen Besuch wert. Wer über die Glienicker Brücke gegangen ist und den Blick auf die umliegenden Havelseen und Schlösser genossen hat, kann anschließend noch einen Abstecher in das Museum Villa Schöningen machen. Die Villa, die auf Potsdamer Seite direkt am Kopf der Brücke steht, zeigt in einer Dauerausstellung die Geschichte der Glienicker Brücke und das Leben unmittelbar am Grenzstreifen, während Deutschland geteilt gewesen war. Außerdem ist dort die Dokumentation „Die Akte Lindenberg – Udo und die DDR“ des Journalisten und Moderators Reinhold Beckmann zu sehen, die über das einzige Lindenberg-Konzert in der DDR informiert.

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Außenansicht der Villa Schöningen Außenansicht der Villa Schöningen, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Gut angebunden per Rad und ÖPNV

Während des Kalten Krieges lag die Glienicker Brücke im Sperrgebiet und nur wenige Menschen mit einer Ausnahmegenehmigung durften sie passieren. Doch bereits einen Tag nach dem Mauerfall, am 10. November 1989, wurde die Brücke wieder für Besucher geöffnet. Und sie ist heute gut mit Bus und Straßenbahn erreichbar – auch der Europaradweg R1 sowie der Berliner Mauerweg führen über die geschichtsträchtige Glienicker Brücke.

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Fahrradfahrer auf der Glienicker Brücke Fahrradfahrer auf der Glienicker Brücke, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Fricke

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