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  • Naturpark Westhavelland - Havel bei Gülpe,
        
    

        Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Naturpark Westhavelland - Havel bei Gülpe, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

    Stille Deine Sehnsucht

    Der Naturpark Westhavelland ist mit seiner üppigen Vegetation am Ufer, Biwakplätzen und versteckten Badebuchten ein Paradies für Kanuten und Kajakfahrer.

    Der Naturpark Westhavelland ist mit seiner üppigen Vegetation am Ufer, Biwakplätzen und versteckten Badebuchten ein Paradies für Kanuten und Kajakfahrer.
    Ort: Rathenow

Paddeln im Natur- und Sternenpark Westhavelland

Zurück in die Zukunft – nein, nicht rasant mittels einer Zeitmaschine, sondern gemütlich im Paddelboot. Geht nicht? Geht doch – und zwar entlang der Unteren Havel durch den 1998 gegründeten, 1.315 Quadratkilometer großen Naturpark Westhavelland. Die Tour beginnt in Rathenow, gemächlich gleitet das Boot vorbei am Optik Park, unterquert die futuristisch geschwungene Brücke, die 2015 zur Bundesgartenschau eingeweiht wurde, führt durch die Stadtschleuse. Dahinter macht sich Stille breit, ein Fischreiher grüßt aus dem Schilf, Enten begleiten uns ein Stück des Weges durch das größte zusammenhängende Feuchtgebiet im westlichen Mitteleuropa. Fantastisch! Hier scheint sich die Natur seit Jahrtausenden selbst überlassen geblieben zu sein.

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Wildgänse Wildgänse, Foto: TMB-Fotoarchiv/Frank Langhanke

Denkste! Was so idyllisch aussieht, ist das Ergebnis des größten Renaturierungsprojekts, das der NABU jemals an einem Fluss gestartet hat. Denn Ende des 19. Jahrhunderts begann der Mensch radikal in das Naturparadies einzugreifen, begradigte die Havel und baute sie zur Wasserstraße für große Schubschiffe aus. Moorgebiete, kleine Inseln, Auenwälder, Schilfgürtel, in den viele Tiere Schutz, Rast und Brutplätze fanden, verschwanden, Nebenarme wurden zugeschüttet, Deiche, Staustufen und Entwässerungsgräben gebaut. Seit knapp vier Jahren nun wird alles auf Anfang gesetzt, bis 2021 erhält die Untere Havel auf 90 Kilometern zwischen Pritzerbe und der Havelmündung bei Havelberg ihr altes Bett zurück.

Nicht nur Flora und Fauna sind zurückgekehrt, auch immer mehr Bootstouristen und Naturliebhaber entdecken die Region. Zahlreiche Biwakplätze und versteckte romantische Badebuchten entlang der Strecke laden ein zur Rast, glasklares Wasser zum Baden, Zeltplätze und Pensionen zum Übernachten. Wo einst künstliche Steinwälle den Fluss in Schach hielten, wuchert wieder üppige Vegetation, die vielen Tieren Unterschlupf gewährt. Mit etwas Glück lassen sich Biber und Fischotter entdecken. Die sehen wir zwar nicht, dafür jede Menge Wildgänse, Libellen, Vögel und Fische. Hin und wieder begegnen wir floßähnlichen Hausbooten oder Paddlern, ansonsten begleitet uns nur der Sound der Natur. Was für eine Idylle!

In Strohdene endet nach drei Tagen unsere Tour durch das wiedergewonnene Paradies. Zum Schluss aber gibt’s noch ein besonderes Highlight – ein Blick in den nächtlichen Himmel. Denn seit vier Jahren ist das Westhavelland der erste offiziell anerkannte Sternenpark Deutschlands, eine Ehre, die weltweit nur etwa zwei Dutzend Regionen zuteil wurde. Bei klarem Wetter kann man die Milchstraße hier mit bloßem Auge beobachten, es scheint, als ob jemand einen Sack voller glitzernder Sterne ausgeschüttet hat. Nichts stört die Ruhe, sieht man mal vom abendlichen Geschrei der Wasservögel ab, die zum Schlafen an den nahen Gülper See gekommen sind, der alljährlich von Zehntausenden Gänsen, Kranichen, Enten und Watvögeln als Rast und Brutplatz dient. Ein Mekka auch für Hobbyornithologen!

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Kanu an der Havel, Foto: Unterm Sternenhimmel
Kanu an der Havel, Foto: Unterm Sternenhimmel

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Zum Alten Hafen, Foto: Christin Drühl
Zum Alten Hafen, Foto: Christin Drühl

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Zanderfilet auf Gemüsebett
Zanderfilet auf Gemüsebett, Foto: TMB-Fotoarchiv/Yorck Maecke

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Fischernetze, Foto: Tourismusverband Havelland e.V.
Fischernetze, Foto: Tourismusverband Havelland e.V.

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