Von "Türurnen" in der Prignitz und raumgreifenden Merkwürdigkeiten am "Königsgrab" von Seddin

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Abendvortrag im Rahmen der VGFA-Tagung im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg - Dipl.-Prähist. Jens May, BLDAM
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Im Jahr 1888 und somit elf Jahre vor der Entdeckung der Grabkammer des „Königsgrabes“ von Seddin wurde einen Kilometer nördlich davon im Wickboldschen Wäldchen ein größerer Grabhügel abgetragen.

Beide Gräber stammen aus dem 9. Jh. v. Chr.. Ihre Grabkammern und Ausstattungen ähneln einander. Im „Königsgrab“ wurde eine bronzene Amphore als Urne verwendet.
Im Grabhügel Seddin-Wickbold 1(1888) hingegen eine Urne aus Ton mit einer türartigen Öffnung. Dieses Gefäß wurde 1888 undokumentiert zerschlagen und ging verloren.
Seither geistert es als die „Hausurne“ von Seddin durch die Fachliteratur.

Bei den Ausgrabungen im Rahmen des Exzellenzclusters TOPOI konnten 2017-2018 wenige Überreste genau dieses Gefäß geborgen werden.
In jahrelanger Sisyphusarbeit wurde die Form des Gefäßes in Kooperation mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen rekonstruiert. Die Ergebnisse sind mehr als überraschend. Aus Seddin liegt nun eine der größten Türurnen Europas vor.
Das Gefäß hebt sich deutlich von den übrigen Türurnen der Prignitz ab. Details in Form und Dekor dokumentieren die weitreichenden Verbindungen der „Herren von Seddin“ von Skandinavien bis Mittelitalien.

Auf immaterielle Verbindungen und auf den Transfer von Ideen deuten wahrscheinlich auch die Ergebnisse metrologischer Untersuchungen am „Königsgrab“ und an der „Steingrubenreihe“ in Seddin hin.
Beide Strukturen können im Modell durch einen rechten Winkel sinnvoll miteinander verbunden werden. In diesem Zusammenhang treten immer wieder gleiche Entfernungen auf, die auf ein festes Streckenmaß in Seddin hindeuten.

Es ist überraschend, dass auch die „Steingrube“ innerhalb der kürzlich freigelegten „Halle des Königs“ mit beachtlicher Genauigkeit in dieses Maßsystem passt.
Die Forschungen dazu stehen noch am Anfang. Sie zeigen aber schon jetzt sehr deutlich, dass die „Sepulkralkultur“ nicht an den Steinkreisen am Fuße der Grabhügel endet.
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Abendvortrag im Rahmen der VGFA-Tagung im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg - Dipl.-Prähist. Jens May, BLDAM
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Im Jahr 1888 und somit elf Jahre vor der Entdeckung der Grabkammer des „Königsgrabes“ von Seddin wurde einen Kilometer nördlich davon im Wickboldschen Wäldchen ein größerer Grabhügel abgetragen.

Beide Gräber stammen aus dem 9. Jh. v. Chr.. Ihre Grabkammern und Ausstattungen ähneln einander. Im „Königsgrab“ wurde eine bronzene Amphore als Urne verwendet.
Im Grabhügel Seddin-Wickbold 1(1888) hingegen eine Urne aus Ton mit einer türartigen Öffnung. Dieses Gefäß wurde 1888 undokumentiert zerschlagen und ging verloren.
Seither geistert es als die „Hausurne“ von Seddin durch die Fachliteratur.

Bei den Ausgrabungen im Rahmen des Exzellenzclusters TOPOI konnten 2017-2018 wenige Überreste genau dieses Gefäß geborgen werden.
In jahrelanger Sisyphusarbeit wurde die Form des Gefäßes in Kooperation mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen rekonstruiert. Die Ergebnisse sind mehr als überraschend. Aus Seddin liegt nun eine der größten Türurnen Europas vor.
Das Gefäß hebt sich deutlich von den übrigen Türurnen der Prignitz ab. Details in Form und Dekor dokumentieren die weitreichenden Verbindungen der „Herren von Seddin“ von Skandinavien bis Mittelitalien.

Auf immaterielle Verbindungen und auf den Transfer von Ideen deuten wahrscheinlich auch die Ergebnisse metrologischer Untersuchungen am „Königsgrab“ und an der „Steingrubenreihe“ in Seddin hin.
Beide Strukturen können im Modell durch einen rechten Winkel sinnvoll miteinander verbunden werden. In diesem Zusammenhang treten immer wieder gleiche Entfernungen auf, die auf ein festes Streckenmaß in Seddin hindeuten.

Es ist überraschend, dass auch die „Steingrube“ innerhalb der kürzlich freigelegten „Halle des Königs“ mit beachtlicher Genauigkeit in dieses Maßsystem passt.
Die Forschungen dazu stehen noch am Anfang. Sie zeigen aber schon jetzt sehr deutlich, dass die „Sepulkralkultur“ nicht an den Steinkreisen am Fuße der Grabhügel endet.
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