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Lübbener Hain mit Liuba-Stein

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Dieser natürliche Restauwald inmitten der Stadt beeindruckt vor allem durch seltene Vegetation und seinem Bestand von etwa 220 Stieleichen mit stattlichen Höhen von bis zu 30 Metern. Das Naturschutzgebiet verbindet die älteren und jüngeren Stadtteile Lübbens und lädt mit seinen verschlungenen Wegen und schön gestalteten Plätzen zum Spazieren gehen und Verweilen ein.
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Wir können davon ausgehen, dass der Hain niemals als Park angelegt worden ist, sondern dass aus einem natürlichen Restauenwald von naturbegeisterten Bürgern durch Bau von Wegen, Beseitigung stehender Lachen (Mücken!) und Förderung schöner Bäume, diese 20 ha große Fläche zur Erbauung und zur Freude der Stadtbewohner ihren Schutzstatus erhielt. Der inmitten der Stadt Lübben liegende Hain hat heute die Funktion eines Bindegliedes der älteren Stadtteile zu den jüngeren. Bereits im Mittelalter wird er mehrmals erwähnt. So werden im Jahre 1434 Eichen zu Brücken im großen Hain geschlagen und "Thämme" angelegt, wohl zur Sicherung der Stadt vor den Hussiten

Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts nimmt im kommunalen Leben unserer Stadt wohl kaum ein Gegenstand das allgemeine Interesse und die allgemeine Aufmerksamkeit so in Anspruch wie der Hain. Vom Provinzialkommissariat für Naturdenkmalpflege wird er bereits 1909 als ein Naturdenkmal von außerordentlicher Bedeutung und seltener Schönheit anerkannt. Kurz davor, im Jahre 1905, wird durch den Stadtförster Schobess ein Gutachten erstellt, in dem Massnahmenzur langsamen Verjüngung des Hains vorgeschlagen werden. Als es zur Umsetzung seines daraufhin aufgestellten Wirtschaftsplanes kommt, empören sich Bürgerschaft und Stadtverordnete wegen angeblicher "Hain-Verwüstung". Es wird öffentlich gezankt und gezetert, bis die Arbeiten schließlich eingestellt werden müssen. Im Jahre 1909 greift der Königliche Forstmeister Michaelis, Dozent an der Forstakademie in Münden, mit einem weiteren Gutachten, das er wörtlich veröffentlichen lässt, in die eskalierenden Auseinandersetzungen ein: "Hoffentlich trägt diese Veröffentlichung dazu bei, die Ansichten zu klären und der Bürgerschaft die Überzeugung zu verschaffen, das die städtische Verwaltung nicht im blinden Eifer und lediglich des Gelderlösens wegen die durchgreifenden Durchforstungen vornimmt, sondern dass sie in ihren Maßnahmen voll und ganz getragen ist von der pflichtmäßigen Erwägung, den Hain zu hüten und zu erhalten."

Nach diesem Machtwort wurden die vorgeschlagenen Plenterarbeiten nun fortgesetzt. Leider fehlte jedoch der für Waldarbeiten erforderliche "lange Atem", so dass das damalige Pflegeziel nach dem Ersten Weltkrieg aus den Augen verloren wurde. Man begnügte sich fortan mit "kosmetischen" Maßnahmen, pflanzte Rhododendron am Liuba-Denkmal an, im westlichen Bereich die Rotbuche, im nordöstlichen Teil Schwarzerle und Esche. Das wohl beeindruckendste Element des Hains sind seine ca. 220 Alteichen. Diese 180 bis 250 Jahre alten Stieleichen erreichen hier eine Höhe von ca. 30 Metern. Von der Eiche sagt man im allgemeinen: Hundert Jahre wächst sie, hundert Jahre steht sie, hundert Jahre stirbt sie. Man kann sich also ganz gut ausrechnen, wann die letzte Alteiche gestorben sein wird. Das wussten auch schon Schobess und Michaelis vor über 90 Jahren, die mit ihren Gutachten Mut zur durchgreifenden Bestandsverjüngung machen wollten. Durch weiteres Abwarten, so schreibt der Garten- und Landschaftsarchitekt Helmut Rippl in seiner "Expertise über eine zukunftsorientierte Pflege des HAIN in Lübben" im Jahre 1992, erhalten wir im Ergebnis einen belanglosen Wald.

Durch den Anfang der 90er Jahre begonnenen Wegebau nach altem Vorbild zeigte die Stadt Lübben ihr ungebrochenes Interesse an der Erhaltung und Verschönerung des einzigartigen Lübbener Hains. 

Der Liuba-Stein

Auf eine einstige slawische Kultstätte im Lübbener Hain verweist der so genannte „Liuba-Stein“. Einst huldigte der slawische Volksstamm der Wenden mit Gebet und Opfer der Liebesgöttin Liuba unter der ihr geweihten Eiche. Aber auch heute kann man ihr noch  in der Nähe des heutigen Stein Standortes “begegnen”, wenn sie bei kulturellen und touristischen Anlässen die Stadt Lübben repräsentiert oder die Gäste der Stadt zu einer Stadtführung im Zeichen der Liebe einlädt.

Die Liuba-Sage

Eine junge und schöne Sorbenprinzessin bat die Göttin der Liebenden am Fuße der Eiche, sie recht bald wieder mit ihrem Liebsten zu vereinigen. Sie opferte für den in den Krieg Gezogenen ihr wertvollstes Diadem. Auf dem Rückweg geriet die goldene Kutsche in einen unergründlichen Morast, der sie samt Prinzessin verschlang. Zur gleichen Zeit traf den Geliebten auf dem Kampffeld ein tödlicher Pfeil. So hatte die Göttin Liuba die Liebenden wieder vereint.
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Dieser natürliche Restauwald inmitten der Stadt beeindruckt vor allem durch seltene Vegetation und seinem Bestand von etwa 220 Stieleichen mit stattlichen Höhen von bis zu 30 Metern. Das Naturschutzgebiet verbindet die älteren und jüngeren Stadtteile Lübbens und lädt mit seinen verschlungenen Wegen und schön gestalteten Plätzen zum Spazieren gehen und Verweilen ein.
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Wir können davon ausgehen, dass der Hain niemals als Park angelegt worden ist, sondern dass aus einem natürlichen Restauenwald von naturbegeisterten Bürgern durch Bau von Wegen, Beseitigung stehender Lachen (Mücken!) und Förderung schöner Bäume, diese 20 ha große Fläche zur Erbauung und zur Freude der Stadtbewohner ihren Schutzstatus erhielt. Der inmitten der Stadt Lübben liegende Hain hat heute die Funktion eines Bindegliedes der älteren Stadtteile zu den jüngeren. Bereits im Mittelalter wird er mehrmals erwähnt. So werden im Jahre 1434 Eichen zu Brücken im großen Hain geschlagen und "Thämme" angelegt, wohl zur Sicherung der Stadt vor den Hussiten

Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts nimmt im kommunalen Leben unserer Stadt wohl kaum ein Gegenstand das allgemeine Interesse und die allgemeine Aufmerksamkeit so in Anspruch wie der Hain. Vom Provinzialkommissariat für Naturdenkmalpflege wird er bereits 1909 als ein Naturdenkmal von außerordentlicher Bedeutung und seltener Schönheit anerkannt. Kurz davor, im Jahre 1905, wird durch den Stadtförster Schobess ein Gutachten erstellt, in dem Massnahmenzur langsamen Verjüngung des Hains vorgeschlagen werden. Als es zur Umsetzung seines daraufhin aufgestellten Wirtschaftsplanes kommt, empören sich Bürgerschaft und Stadtverordnete wegen angeblicher "Hain-Verwüstung". Es wird öffentlich gezankt und gezetert, bis die Arbeiten schließlich eingestellt werden müssen. Im Jahre 1909 greift der Königliche Forstmeister Michaelis, Dozent an der Forstakademie in Münden, mit einem weiteren Gutachten, das er wörtlich veröffentlichen lässt, in die eskalierenden Auseinandersetzungen ein: "Hoffentlich trägt diese Veröffentlichung dazu bei, die Ansichten zu klären und der Bürgerschaft die Überzeugung zu verschaffen, das die städtische Verwaltung nicht im blinden Eifer und lediglich des Gelderlösens wegen die durchgreifenden Durchforstungen vornimmt, sondern dass sie in ihren Maßnahmen voll und ganz getragen ist von der pflichtmäßigen Erwägung, den Hain zu hüten und zu erhalten."

Nach diesem Machtwort wurden die vorgeschlagenen Plenterarbeiten nun fortgesetzt. Leider fehlte jedoch der für Waldarbeiten erforderliche "lange Atem", so dass das damalige Pflegeziel nach dem Ersten Weltkrieg aus den Augen verloren wurde. Man begnügte sich fortan mit "kosmetischen" Maßnahmen, pflanzte Rhododendron am Liuba-Denkmal an, im westlichen Bereich die Rotbuche, im nordöstlichen Teil Schwarzerle und Esche. Das wohl beeindruckendste Element des Hains sind seine ca. 220 Alteichen. Diese 180 bis 250 Jahre alten Stieleichen erreichen hier eine Höhe von ca. 30 Metern. Von der Eiche sagt man im allgemeinen: Hundert Jahre wächst sie, hundert Jahre steht sie, hundert Jahre stirbt sie. Man kann sich also ganz gut ausrechnen, wann die letzte Alteiche gestorben sein wird. Das wussten auch schon Schobess und Michaelis vor über 90 Jahren, die mit ihren Gutachten Mut zur durchgreifenden Bestandsverjüngung machen wollten. Durch weiteres Abwarten, so schreibt der Garten- und Landschaftsarchitekt Helmut Rippl in seiner "Expertise über eine zukunftsorientierte Pflege des HAIN in Lübben" im Jahre 1992, erhalten wir im Ergebnis einen belanglosen Wald.

Durch den Anfang der 90er Jahre begonnenen Wegebau nach altem Vorbild zeigte die Stadt Lübben ihr ungebrochenes Interesse an der Erhaltung und Verschönerung des einzigartigen Lübbener Hains. 

Der Liuba-Stein

Auf eine einstige slawische Kultstätte im Lübbener Hain verweist der so genannte „Liuba-Stein“. Einst huldigte der slawische Volksstamm der Wenden mit Gebet und Opfer der Liebesgöttin Liuba unter der ihr geweihten Eiche. Aber auch heute kann man ihr noch  in der Nähe des heutigen Stein Standortes “begegnen”, wenn sie bei kulturellen und touristischen Anlässen die Stadt Lübben repräsentiert oder die Gäste der Stadt zu einer Stadtführung im Zeichen der Liebe einlädt.

Die Liuba-Sage

Eine junge und schöne Sorbenprinzessin bat die Göttin der Liebenden am Fuße der Eiche, sie recht bald wieder mit ihrem Liebsten zu vereinigen. Sie opferte für den in den Krieg Gezogenen ihr wertvollstes Diadem. Auf dem Rückweg geriet die goldene Kutsche in einen unergründlichen Morast, der sie samt Prinzessin verschlang. Zur gleichen Zeit traf den Geliebten auf dem Kampffeld ein tödlicher Pfeil. So hatte die Göttin Liuba die Liebenden wieder vereint.
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