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Checkpoint Bravo, Checkpoint Bravo e.V. / Foto: Rolf Esser
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Erinnerungs- und Begegnungsstätte Grenzkontrollpunkt Dreilinden/Drewitz

Erinnerungsorte jüngerer deutscher Geschichte
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„Etwa einhundertmal ‚Machen Sie mal das linke Ohr frei!‘, vielleicht zweihundertmal die Frage ‚Waffen, Munition, Funkgeräte?‘, einige dutzendmal ‚Fahren Sie mal rechts ran!‘, dreihundertsechzigmal ‚Angenehme Weiterreise!‘ – meistens in sächsischer, manchmal in thüringischer oder anhaltischer, selten in märkisch-berlinischer Dialektfarbe.“ Jede Transitreise, so der Schriftsteller Friedrich Christian Delius, war für ihn „eine Deutschstunde, eine Doppelstunde mindestens.“
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  • Grenzübergang Dreilinden, Foto: BStU, Mfs, HA VI, Nr. 5678, Bild 5/3
  • Checkpoint Bravo, Checkpoint Bravo e.V. / Foto: Rolf Esser
  • Checkpoint Bravo, Checkpoint Bravo e.V. / Foto: Rolf Esser
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Die südwestlich an Berlin angrenzende „Grenzübergangsstelle Drewitz“ an der heutigen Autobahn 115 war eine der größten und am stärksten genutzten DDR-Kontrollstellen für den Transitverkehr zwischen der Bundesrepublik und West-Berlin. Auf Grund zahlreicher Fluchtversuche von DDR-Bewohnern wurde der Grenzübergang zu einer lang gestreckten, beton- und stahlbewehrten Festung ausgebaut. Vom sogenannten Kommandantenturm der Grenztruppen aus konnte Alarm ausgelöst, alle Ampeln auf Rot gestellt sowie Sperrschlagbäume und andere KfZ-Sperren ausgefahren werden.

Das gesamte Gelände des Grenzübergangs musste in den 1990er Jahren einem Gewerbepark weichen. Der Kommandantenturm hingegen wurde erhalten und dient heute als Erinnerungs- und Begegnungsstätte. Eine Open-Air-Ausstellung und Informationstafeln in seinem Innern stellen den Ort in den Kontext der geteilten deutschen Geschichte, die an biografischen Schicksalen von Transit-Reisenden und Flüchtlingen veranschaulicht wird. Auch wird das System der Grenzsicherung erläutert; Teile von DDR-Sperrelementen sind als „Grenzlehrpfad“ angeordnet.

In Sichtweite und fußläufig erreichbar ist auf der anderen Seite der Autobahn der Platz des früheren sowjetischen Panzerdenkmals. Nach dem Abtransport des T-34-Panzers durch sowjetische Truppen installierte der Künstler Eckhart Haisch 1992 auf dem Sockel einen rosa lackierten Schneelader, um „diesem ‚verlorenen Ort‘ wieder ein Gesicht von ‚friedlichem‘ Rang zu geben“ (Haisch). Eine Freiluft-Ausstellung informiert über die Geschichte des Denkmals.


Literatur:

  • Peter Boeger/Lydia Dollmann (Hg.), Freundwärts – Feindwärts. Die deutsch-deutsche Grenzübergangsstelle Drewitz/Dreilinden, Berlin 2011
  • Friedrich Christian Delius/Peter Joachim Lapp, Transit Westberlin – Erlebnisse im Zwischenraum, 2. Aufl., Berlin 2000
  • Peter Boeger/Alexander Dowe (Hg.), Panzerdenkmal Berlin-Dreilinden. Geschichte und Hintergründe, Berlin 2014
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„Etwa einhundertmal ‚Machen Sie mal das linke Ohr frei!‘, vielleicht zweihundertmal die Frage ‚Waffen, Munition, Funkgeräte?‘, einige dutzendmal ‚Fahren Sie mal rechts ran!‘, dreihundertsechzigmal ‚Angenehme Weiterreise!‘ – meistens in sächsischer, manchmal in thüringischer oder anhaltischer, selten in märkisch-berlinischer Dialektfarbe.“ Jede Transitreise, so der Schriftsteller Friedrich Christian Delius, war für ihn „eine Deutschstunde, eine Doppelstunde mindestens.“
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  • Grenzübergang Dreilinden, Foto: BStU, Mfs, HA VI, Nr. 5678, Bild 5/3
  • Checkpoint Bravo, Checkpoint Bravo e.V. / Foto: Rolf Esser
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Die südwestlich an Berlin angrenzende „Grenzübergangsstelle Drewitz“ an der heutigen Autobahn 115 war eine der größten und am stärksten genutzten DDR-Kontrollstellen für den Transitverkehr zwischen der Bundesrepublik und West-Berlin. Auf Grund zahlreicher Fluchtversuche von DDR-Bewohnern wurde der Grenzübergang zu einer lang gestreckten, beton- und stahlbewehrten Festung ausgebaut. Vom sogenannten Kommandantenturm der Grenztruppen aus konnte Alarm ausgelöst, alle Ampeln auf Rot gestellt sowie Sperrschlagbäume und andere KfZ-Sperren ausgefahren werden.

Das gesamte Gelände des Grenzübergangs musste in den 1990er Jahren einem Gewerbepark weichen. Der Kommandantenturm hingegen wurde erhalten und dient heute als Erinnerungs- und Begegnungsstätte. Eine Open-Air-Ausstellung und Informationstafeln in seinem Innern stellen den Ort in den Kontext der geteilten deutschen Geschichte, die an biografischen Schicksalen von Transit-Reisenden und Flüchtlingen veranschaulicht wird. Auch wird das System der Grenzsicherung erläutert; Teile von DDR-Sperrelementen sind als „Grenzlehrpfad“ angeordnet.

In Sichtweite und fußläufig erreichbar ist auf der anderen Seite der Autobahn der Platz des früheren sowjetischen Panzerdenkmals. Nach dem Abtransport des T-34-Panzers durch sowjetische Truppen installierte der Künstler Eckhart Haisch 1992 auf dem Sockel einen rosa lackierten Schneelader, um „diesem ‚verlorenen Ort‘ wieder ein Gesicht von ‚friedlichem‘ Rang zu geben“ (Haisch). Eine Freiluft-Ausstellung informiert über die Geschichte des Denkmals.


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  • Peter Boeger/Lydia Dollmann (Hg.), Freundwärts – Feindwärts. Die deutsch-deutsche Grenzübergangsstelle Drewitz/Dreilinden, Berlin 2011
  • Friedrich Christian Delius/Peter Joachim Lapp, Transit Westberlin – Erlebnisse im Zwischenraum, 2. Aufl., Berlin 2000
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