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Haus der Offiziere, Foto: Bücherstadt-Tourismus GmbH
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Bunkerstadt Wünsdorf

Erinnerungsorte jüngerer deutscher Geschichte
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Der Abzug der letzten sowjetischen Militärangehörigen aus Deutschland Anfang September 1994 hinterließ im rund 35 km südlich von Berlin gelegenen Wünsdorf eine Geisterstadt: „Die letzte Telefonzentrale war noch in Betrieb, in der Kantine stand das letzte Essen auf den Tischen“, hielten Beobachter fest. Bis zu 40.000 sowjetische Soldaten und Offiziere, teilweise mit ihren Familien, hatten bis dahin streng abgeschirmt in Wünsdorf gelebt.
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  • Stabsgebäude Innenhof Stoj, Foto: ZZF / Hans - Hermann Hertle
  • Haus A2, Foto: Bücherstadt-Tourismus GmbH
  • Haus A4 Heeresquartiermeister, Foto: Bücherstadt-Tourismus GmbH
  • Lenin Statue vor dem Haus der Offiziere, Foto: ZZF / Hans - Hermann Hertle
Die Geschichte des Militärstandortes Zossen-Wünsdorf beginnt um 1910, als unter Kaiser Wilhelm II. in der Region ein militärisches Stammlager, ein Truppenübungsplatz und andere militärische Einrichtungen angesiedelt wurden. Nach 1933 wurden Panzereinheiten der Reichswehr in Wünsdorf untergebracht. Ende der 1930er Jahre entstanden die Bunkeranlagen „Maybach I und II“ sowie die Nachrichtenzentrale („Zeppelin“) für das Oberkommando des Heeres der nationalsozialistischen Wehrmacht, das sein Hauptquartier im August 1939 nach Zossen verlegte. Als Luftschutzmaßnahme begann zu dieser Zeit auch der Bau von oberirdischen Spitzbunkern.

Nach dem Sieg über den Nationalsozialismus übernahmen sowjetische Truppen die Militäranlagen. 1953 wurde Wünsdorf Sitz des militärischen Oberkommandos der „Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland“ (GSSD). Beim Volksaufstand in der DDR vom 17. Juni 1953 griffen von hier aus geführte sowjetische Truppen ein und schlugen die Erhebung gewaltsam nieder.

Im Herbst 1989 blieben sie dagegen in den Kasernen. Nach dem Zusammenbruch der DDR und der Vereinigung Deutschlands organisierte das Oberkommando von Wünsdorf aus die Rückverlegung von insgesamt rd. 380.000 Soldaten und 170.000 Zivilisten sowie ihres Kriegsmaterials in die Sowjetunion.

Aus der Geisterstadt entwickelte sich seit Ende der 1990er Jahre die Bücher- und Bunkerstadt Wünsdorf. In mehreren Antiquariaten können Lesehungrige aus Hunderttausenden von Büchern auswählen. Führungen erklären Interessierten die Funktionen der Bunkeranlagen. Der Geschichte des Militärstandortes nähern sich mehrere Ausstellungen, darunter eine zum sowjetischen Soldatenalltag mit Exponaten, die die Garnison hinterlassen hat.

Literatur:
  • Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst (Hg.), Der Abzug. Die letzten Jahre der russischen Truppen in Deutschland. Eine fotografische Dokumentation von Detlev Steinberg, Berlin 2016.
  • Andreas Franke/Detlev Steinberg, Wünsdorf. Eine russische Stadt in der DDR. 20 Jahre nach dem Abzug der Sowjetarmee, Halle (Saale) 2014.
  • Gerhard Kaiser/Bernd Herrmann, Vom Sperrgebiet zur Waldstadt. Die Geschichte der geheimen Kommandozentralen in Wünsdorf und Umgebung, 5. Aufl., Berlin 2010.
  • Stefan Büttner/Jörg Morré, Sowjetische Hinterlassenschaften in Berlin und Brandenburg, Berlin 2014.
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Der Abzug der letzten sowjetischen Militärangehörigen aus Deutschland Anfang September 1994 hinterließ im rund 35 km südlich von Berlin gelegenen Wünsdorf eine Geisterstadt: „Die letzte Telefonzentrale war noch in Betrieb, in der Kantine stand das letzte Essen auf den Tischen“, hielten Beobachter fest. Bis zu 40.000 sowjetische Soldaten und Offiziere, teilweise mit ihren Familien, hatten bis dahin streng abgeschirmt in Wünsdorf gelebt.
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  • Stabsgebäude Innenhof Stoj, Foto: ZZF / Hans - Hermann Hertle
  • Haus A2, Foto: Bücherstadt-Tourismus GmbH
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Die Geschichte des Militärstandortes Zossen-Wünsdorf beginnt um 1910, als unter Kaiser Wilhelm II. in der Region ein militärisches Stammlager, ein Truppenübungsplatz und andere militärische Einrichtungen angesiedelt wurden. Nach 1933 wurden Panzereinheiten der Reichswehr in Wünsdorf untergebracht. Ende der 1930er Jahre entstanden die Bunkeranlagen „Maybach I und II“ sowie die Nachrichtenzentrale („Zeppelin“) für das Oberkommando des Heeres der nationalsozialistischen Wehrmacht, das sein Hauptquartier im August 1939 nach Zossen verlegte. Als Luftschutzmaßnahme begann zu dieser Zeit auch der Bau von oberirdischen Spitzbunkern.

Nach dem Sieg über den Nationalsozialismus übernahmen sowjetische Truppen die Militäranlagen. 1953 wurde Wünsdorf Sitz des militärischen Oberkommandos der „Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland“ (GSSD). Beim Volksaufstand in der DDR vom 17. Juni 1953 griffen von hier aus geführte sowjetische Truppen ein und schlugen die Erhebung gewaltsam nieder.

Im Herbst 1989 blieben sie dagegen in den Kasernen. Nach dem Zusammenbruch der DDR und der Vereinigung Deutschlands organisierte das Oberkommando von Wünsdorf aus die Rückverlegung von insgesamt rd. 380.000 Soldaten und 170.000 Zivilisten sowie ihres Kriegsmaterials in die Sowjetunion.

Aus der Geisterstadt entwickelte sich seit Ende der 1990er Jahre die Bücher- und Bunkerstadt Wünsdorf. In mehreren Antiquariaten können Lesehungrige aus Hunderttausenden von Büchern auswählen. Führungen erklären Interessierten die Funktionen der Bunkeranlagen. Der Geschichte des Militärstandortes nähern sich mehrere Ausstellungen, darunter eine zum sowjetischen Soldatenalltag mit Exponaten, die die Garnison hinterlassen hat.

Literatur:
  • Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst (Hg.), Der Abzug. Die letzten Jahre der russischen Truppen in Deutschland. Eine fotografische Dokumentation von Detlev Steinberg, Berlin 2016.
  • Andreas Franke/Detlev Steinberg, Wünsdorf. Eine russische Stadt in der DDR. 20 Jahre nach dem Abzug der Sowjetarmee, Halle (Saale) 2014.
  • Gerhard Kaiser/Bernd Herrmann, Vom Sperrgebiet zur Waldstadt. Die Geschichte der geheimen Kommandozentralen in Wünsdorf und Umgebung, 5. Aufl., Berlin 2010.
  • Stefan Büttner/Jörg Morré, Sowjetische Hinterlassenschaften in Berlin und Brandenburg, Berlin 2014.
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Tel.: 033204-62870
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