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  • Evangelische Zisterzienserklosterkirche Doberlug, Foto: AG "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg/Erik-Jan Ouwerkerk Evangelische Zisterzienserklosterkirche Doberlug, Foto: AG "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg/Erik-Jan Ouwerkerk

    Mit DB Regio Nordost nach Doberlug-Kirchhain

    Wandeln Sie auf den Spuren der Mönche von "Dobrilugk" und informieren Sie sich über die günstige und bequeme Anreise mit der Bahn.

    Wandeln Sie auf den Spuren der Mönche von "Dobrilugk" und informieren Sie sich über die günstige und bequeme Anreise mit der Bahn.
    Ort: Doberlug-Kirchhain

Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk Mit DB Regio Nordost nach Doberlug-Kirchhain

Anreiseempfehlung:

Ab Cottbus Hbf stündlich mit den Linien RE 10 oder RB 43 im Wechsel, Fahrzeit: etwa 40 Minuten.

Ab Berlin Hbf stündlich mit dem RE 5 bis Wünsdorf-Waldstadt, dort umsteigen in den Bus RE 5B (SEV), Fahrzeit: ca. 2¾ Stunden. Fahralternativen: Von Berlin Hbf zweistündlich mit dem RE 3 nach Falkenberg/Elster, dort umsteigen in den RE 10 Richtung Cottbus, Fahrzeit 2¾ Stunden. Oder stündlich von Berlin Hbf mit der S-Bahn (S 5, S 7, S 75) bis Berlin Ostkreuz, dort umsteigen in die RB 24 bis Calau, dort umsteigen in den RE 10 Richtung Leipzig, Fahrzeit: ca. 2 Stunden.

Vom Bahnhof Doberlug-Kirchhain bis zum Schloss (Haltestelle Pestalozziplatz) mit den Buslinien 560 und 544 (oder zu Fuß in ca. 20 Minuten).

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DB-Reformationsausflüge Karte Doberlug-Kirchhain DB-Reformationsausflüge Karte Doberlug-Kirchhain, Foto: terra press GmbH

Begeben Sie sich auf die Spuren der Reformation in Doberlug-Kirchhain…

Doberlug-Kirchhain ist überregional für sein einzigartiges Architektur-Ensemble bekannt. Schloss Doberlug gilt als das älteste Zisterzienserkloster zwischen Elbe und Oder. Zisterziensermönche siedelten sich Mitte des 12. Jahrhunderts in Doberlug an der Kleinen Elster an und gründeten das Kloster Dobrilugk. Die spätromanische Klosterkirche und Refektorium überstanden den 30-jährigen Krieg und sind heute stimmungsvolle Kulisse für Veranstaltungen.

Auf den Mauern des Abthauses wurde das Schloss Doberlug errichtet. Das im 17. Jahrhundert fertiggestellte und für die Landesausstellung 2014 sanierte Renaissanceschloss empfängt Besucher heute wieder mit prächtiger weißer Fassade und Ausstellungen im Museum. Zum Ensemble zählt auch der barocke Stadtkern von Doberlug.

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Schloss Doberlug Schloss Doberlug, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Fricke

„Die letzten Mönche von Dobrilugk“

Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums stehen in einer Ausstellung im Schlossmuseum „Die letzten Mönche von Dobrilugk“ im Fokus. Die Reformation verhieß den Mönchen wenig Gutes – im Gegenteil, sie nahm ihnen Unterkunft, Brot und Arbeit und manchmal sogar den Glauben. Denn Luther zufolge widersprach das Klosterleben der Bibel. Damit wurde eine Säkularisierungswelle ausgelöst, die auch das mächtige Kloster Dobrilugk erfasste. Für seine Zisterziensermönche bedeutete dies nicht nur die Auseinandersetzung mit der neuen Lehre, sondern auch die Suche nach neuen Lebensentwürfen.

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Das Museum Schloss Doberlug zeichnet die Lebenswege der letzten Dobrilugker Mönche in einer Ausstellung nach und verortet sie als evangelische Pfarrer, als Pensionäre in einem verfallenden Kloster oder gar mit einer kriminellen Laufbahn. Außerdem stellt die Schau diese Einzelschicksale in den Kontext der Dobrilugker Klostergeschichte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts: Vom einstmals mächtigen Landbesitzer wird es zum Spielball politischer Interessen und verschwindet als geistliche Einrichtung schließlich von der Landkarte.

Die Sonderausstellung „Die letzten Mönche von Dobrilugk“ ist vom 7. Juli bis 12. November 2017 im Museum Schloss Doberlug zu sehen. Bereits seit 7. März zeigt das Museum eine Ausstellung bildender Kunst unter dem Titel „reFORMationen“, die bis zum 2. Juli zu sehen ist.

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Das Klosterareal entdecken

Nach dem Besuch des Schlossmuseums sollten Sie sich unbedingt noch Zeit nehmen für einen Rundgang über das Schloss- und Klosterareal Doberlug. Bewundern Sie den spätgotischen Flügelaltar und die Fresken im Innenraum der Klosterkirche, die zu den bedeutendsten Backsteinbauten Norddeutschlands gehört.

Nach Ihrer Erkundungstour durch die preußisch-sächsische Geschichte können Sie sich ausgiebig stärken: zum Beispiel in der Klosterschänke am Schloss Doberlug.

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Klosterkirche Doberlug Klosterkirche Doberlug, Foto: AG "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg/Erik-Jan Ouwerkerk

Wenn Sie noch mehr Zeit haben…

Die Doppelstadt Doberlug-Kirchhain hat eine mehr als 1000-jährige Geschichte, deren Ausgangspunkt die Ansiedlung der Zisterziensermönche war. Zu Füßen des Schlosses ließ Christian I. 1664 eine barocke Idealstadt errichten, die sich bis heute den Charme einer herzoglichen Residenz- und ländlichen Kleinstadt erhalten hat. Die Apotheke mit prächtiger Barockkartusche über dem Eingang, die Bürgerhäuser mit ihren korbbogigen Einfahrten oder das ehemalige Kavalierhaus sind nur einige der stummen Zeugen früherer Jahrhunderte.

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Doberlug Altstadt Doberlug Altstadt, Foto: Landkreis Elbe-Elster/Andreas Franke

Feinstes Leder aus Kirchhain

Wenn Sie auch noch die zweite Hälfte der „Doppelstadt“ entdecken möchten, gehen Sie zurück Richtung Bahnhof, um von dort in den nördlichen Teil der Stadt Kirchhain zu gelangen, wo sich das Weißgerbermuseum befindet. Begünstigt durch die Lage am Flüsschen „Kleine Elster“ erblühte in Doberlug-Kirchhain seit dem 17. Jahrhundert das Weißgerberhandwerk. Der Ort wurde zu einem der wichtigsten Produktionsstandorte von Schafleder in Deutschland. Um 1900 gab es hier fast 100 Gerbereien.

Heute erfahren Sie in der einzigen technischen Schauanlage in Europa, wie feinstes Leder hergestellt wird. Und vielleicht entdecken Sie an den Brücken und Uferbefestigungen an der Kleinen Elster sogar noch die Eisenringe, in die früher die Felle zum Wässern gehängt wurden.

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Weißgerbermuseum Doberlug Kirchhain Weißgerbermuseum Doberlug Kirchhain, Foto: Landkreis Elbe-Elster/Andreas Franke

Mit dem Rad in den Naturpark

Nach dem Rundgang durch die Kulturgeschichte lässt sich die Region auch mit dem Fahrrad erkunden. Leihfahrräder stellt die Touristinformation direkt am Schloss zur Verfügung. Tipps für schöne Routen in den nahe gelegenen Naturpark geben die Mitarbeiter gern dazu. Unternehmen Sie zum Beispiel einen Ausflug ins Naherholungsgebiet Bad Erna, das etwa 2,6 Kilometer südlich von Doberlug liegt. In der kleinen Seenlandschaft angekommen, wartet die Waldschänke „Bad Erna“ mit regionaler Küche und einer großen Terrasse direkt am Badestrand. Lassen Sie die Seele baumeln und genießen Sie das blau-grüne Paradies.

Oder entdecken Sie den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft im Spätsommer, wenn die die Heide in prächtigem Lila erstrahlt.

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Radler in der Niederlausitzer Heide Radler in der Niederlausitzer Heide, Foto: Tourismusverband Elbe-Elster-Land e.V./Andreas Franke

Noch mehr schöne Ausflüge mit DB Regio Nordost?

Neu: Die Ausflug-App von DB Regio Nordost. Damit finden Sie immer den perfekten Ausflug: von Stadtrundgang bis Fahrradtour, für Familien, Genießer und Entdecker. In der App haben Sie alle wichtigen Informationen wie Öffnungszeiten und Offline-Karten in der Tasche und können sich vor Ort bestens orientieren. Mit der Umkreissuche finden Sie schnell Sehenswertes oder Restaurants in Ihrer Nähe, und mit dem Eventkalender haben Sie alle Highlights im Blick.

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  • DB Ausflug App DB Ausflug App, Foto: Deutsche Bahn AG

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