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NaturaTrail "Durch die Schluchten und Kehlen der Märkischen Schweiz"

Länge: 17 km
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Länge: 17 km
ab €
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p.P. = pro Person, p.P./N = pro Person / Nacht, p.E./N = pro Einheit/ Nacht, EZ = Einzelzimmer, DZ = Doppelzimmer, FeWo = Ferienwohnung oder -haus, App. = Appartement, Suite = Suite, FR = Frühstück, HP = Halbpension, VP = VollPension
Auf dem NaturaTrail im Naturpark Märkische Schweiz, wenige Kilometer östlich von Berlin, gibt es ein paar Höhenunterschiede, die jeden Wanderer fordern. Aber es sind auch die zahlreichen magische Orte zum Innehalten und Durchatmen in der Natur, die diese Tour prägen. Besonders dramatisch wirken die Kehlen: Tiefe Einschnitte in der Landschaft sind Zeugen eiszeitlicher Schmelzwasserströme. Das Auf und Ab vermittelt Dir eindrucksvoll den gebirgsartigen Charakter der brandenburgischen "Mini-Alpen".
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  • Natura Trail Märkischen Schweiz, Foto: Florian Läufer , Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Im Stobbertal in der Märkischen Schweiz, Foto: Florian Läufer , Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Ausblick Natura Trail Märkischen Schweiz, Foto: Katrin Riegel, Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Natura Trail Märkischen Schweiz, Foto: Florian Läufer , Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Natura Trail Märkischen Schweiz, Foto: Florian Läufer , Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Weisse Anemone im Naturpark Märkische Schweiz, Foto: Dr. Erich Lorenzen, Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Haus Tornow Märkische Schweiz , Foto: Katrin Riegel, Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Leberblümchen im Frühling im Naturpark Märkische Schweiz, Foto: Dr. Erich Lorenzen, Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Frühling im Naturpark Märkische Schweiz, Foto: Dr. Erich Lorenzen, Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Natura Trail Märkischen Schweiz, Foto: Florian Läufer , Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
Highlights auf dem Natura Trail:

  • Hoch hinaus: Anspruchsvolle Tages-Rundtour durch die Hangwälder zu Brandenburgs höchster Fichte (41,3 Meter) und rauf zu den besten Aussichtspunkten

  • Wild: Unbefestigte Pfade, querliegende Bäume, Stolpersteine und ein paar Kraxelpassagen. Bist Du trittsicher?

  • Auf der roten Liste: Das internationale Fledermausmuseum auf dem Julianenhof beherbergt mehr als 12 seltene Arten und informiert über die bedrohten Nachtflieger

  • Abenteuer-Bonus: Die NaturaTrail-Runde kann um den aussichtsreichen Krugberg und die steile Drachenkehle erweitert werden. Am Gebirgsbach Sophienfließ können die Reste der stolzen Wurzelfichte bestaunt und auf schmalen Trampelpfaden, betagten Holzbohlen und über umgestürzte Bäume hinweg durch die eindrucksvolle Schluchtvegetation ins Tal gewandert werden

Start/Ziel: Naturparkzentrum „Schweizer Haus“ oder Haltestelle / Parkplatz P3 Schule Buckow
Länge: 17 Kilometer, etwa 5 Stunden
An-/Abreise und ÖPNV: RB26 ab Ostkreuz bzw. Lichtenberg (stündlich) bis Müncheberg, dann kurz weiter mit der Buckower Kleinbahn (01.05. - 03.10. an Wochenenden) oder Bus 928 bis Buckow Markt bzw. Haltestelle Schule. Zurück umgekehrt.
Markierung: Logo NaturaTrails Naturfreunde

Expedition in die Märkische Schweiz

Dein Wanderabenteuer startest Du im idyllischen Erholungsort Buckow am besten am Naturparkzentrum Schweizer Haus. Vom Zentrum, wo der Bus hält, erreichst Du dieses in etwa 20 Minuten über den Schlosspark und eine große Obstwiese mit Blick über den türkisen Schermützelsee. Oder Du fährst bis zur Haltestelle Schule, wo auch ein Wanderparkplatz den direkten Einstieg in den NaturaTrail bietet. Vom Bahnhof sind es etwa 30 Minuten zum Schweizer Haus.

Verschafft Dir im neu gestalteten Besucherzentrum einen Überblick über die Besonderheiten des Naturparks z und das Gebiet, was Du Dir gleich erwandern wirst. Visuell geht es per Expeditionen in die eiszeitliche Vergangenheit, in die Gegenwart mit der unglaublichen Vielfalt an Lebensräumen und geschützten Arten und wie die Zukunft aus nachhaltiger Perspektive aussehen kann. Spannend!

Gegen den Uhrzeigersinn geht es durch den dichten Wald zum Kleinen Tornowsee. Hier gibts dann gleich den ersten Superlativ: Brandenburgs höchste Fichte beeindruckt mit über 40m Höhe! Auch die höchste Flatterulme und der größte Ahorn des Landes sind im Naturpark verortet. Die Märkische Schweiz ist also erste Adresse für echte Baumriesen. Achte auf die Hinweisschilder.

Durch den Auenwald entlang der Stöbber

Bevor es weiter ins Stöbbertal geht, macht der Trail eine Schleife zum Kleinen Tornowsee, der aus langsam schmelzenden Eisblöcken entstand. Eine besonders schöne Raststelle befindet sich am Echostein. Beim lauten Ruf über den See hört man ein klangvolles Echo, was vom gegenüberliegenden Berghang zurückkommt.

Das kleine Flüsschen Stöbber schlängelt sich malerisch durch die geschützte Natur. Umgefallene Bäume im Wasser signalisieren Dir, dass Du im Reich des Biebers bist. Das wildromantische Tal ist Naturschutzgebiet und Fauna-Flora-Habitat-Gebiet mit seltenen Arten. Entlang der renaturierten Stöbber passierst Du Feuchtwiesen und Auwälder, die Fischotter, Steinbeißer und der Europäischen Sumpfschildkröte wertvollen Lebensraum bieten. Die beheimatete Libellenart Keiljungfer gehört zu den schützenswerten Insekten und wurde in das Logo des Naturparks Märkische Schweiz aufgenommen.

Wie im Bilderbuch liegt nun die Pritzhagener Mühle am Rande des Trails. Das heutige Restaurant liegt idyllisch mitten in der Natur. Der für seinen rauen Charme berühmte Wirt serviert im Ambiente eines schwedischen Landhausstil der 1920er Jahre Fischgerichte und selbstgebackenen Kuchen. Gleich nebenan befindet sich eine Fischtreppe. Sie ermöglicht den Fischen die Stauanlage der ehemaligen Mühle zu überwinden.

Die Mopsfledermaus bei den Feldsteinen

Über den Höllenbach geht aus dem Wald in offenere Landschaft und Du kommst kurz vor Julianenhof bei der Ökojule vorbei. Bei dem freundlichen, älteren Gastgeberpärchen gibt es Obst und Gemüse aus eigenem Anbau und im Sommerhalbjahr Kaffee und Kuchen auf liebevoll gedeckten Tischen mitten in der Natur. Weiter geht es entlang von Feldern und Wildwiesen, die vor allem im Frühjahr reich an Wiesenblumen sind. Überall findest Du Granitsteine und Findlinge in allen möglichen Größen, Formen und Farben, die gigantische Eismassen vor rund 15.000 Jahren aus Skandinavien hierhin geschoben haben.

Mit diesen ist auch das Fledermausmuseum Julianenhof bestückt. Auf dem in regionaltypischer Feldstein-Ziegelbauweise errichteten Gutshof entdeckte 1992 der NABU Fledermäuse, erwarb den Gutshof, sanierte die historischen Gebäude und betreibt das Museum. Mittlerweile haben 12 Fledermausarten das Museum erobert. Mit Glück sieht man Mopsfledermaus, Braunes Langohr und co im Eiskeller schlafen oder informiert sich in der Ausstellung und auf dem Lehrpfad im schönen Garten.

Pausenglück am Großen Tornowsee

Nach einer Schleife führt Dich der NaturaTrail wieder zurück über die Stöbber an den Großen Tornowsee. Direkt am von dichtem Wald umschlossenen See steht das Herrenhaus Tornow. Es ist heute Gästehaus, Kunstort und Café zugleich. Der an Wochenenden geöffnete, idyllische Sommergarten versprüht eine gelassene Atmosphäre. Gönn Dir doch eine Pause, eine kleine Stärkung oder Erfrischung mit herrlichem Blick auf den See, bevor es nun in die steilen und anstrengenden Passagen des Trails geht. Im Sommer kannst Du an einigen Naturbadestellen auch herrlich Schwimmen.

Kraxeln durch die Silberkehle bis zum Gipfelglück

In zwischen steilen Hängen verlaufenden Silberkehle sind ein paar Kletterübungen nötig, um über oder unter umgestürzte Bäume zu kraxeln. Hier im naturbelassenen Wald werden diese absichtlich nicht geräumt. Der enge Pfad durch die Schlucht ist stark bewachsen. Nach ein paar schweißtreibenden Passagen schweift Dein Auge schließlich vom Dachsberg über die grünen Wellen des Buckower Wald-Meeres. Hoch über dem Kleinen Tornowsee schaust Du nach unten auf die dunkle, mystisch wirkende Wasserfläche. Auch Dornberg, Jenashöhe und der Silberberg ragen in die Höhe und vermitteln Mittelgebirgsatmosphäre.

Du könntest jetzt dem offiziellen NaturaTrail weiter folgen und über den Poetensteig wieder nach Buckow absteigen. Wir aber empfehlen Dir, noch den Weg über den Krugberg und das abenteuerliche Sophienfließ zu nehmen. Der Krugberg ist der höchste Punkt des Naturparks. Von hier gibt es zwar keinen Blick in tiefe Schluchten, dafür kannst Du die Weite nach Nordosten genießen und die lieblich runden Waldhügel und Hänge Richtung Pritzhagen bestaunen. Schließlich geht es durch die ausgeschilderte Drachenkehle wieder bergab.

Abstieg durch das wilde Sophienfließ nach Buckow

Am Abzweig zum Sophienfließ kannst Du wenige Meter rechts bachaufwärts die Reste der Wurzelfichte bestaunen. Einst auch ein Baumriese ist selbst die übrig gebliebene Wurzel noch beeindruckend anzusehen. Die 180 Jahre alte Fichte gehörte zum Pflichtprogramm jedes Wanderers, bis sie 2007 ein Orkan fällte.

Die abenteuerlustigen Wanderer kommen am letzten Teilstück des NaturaTrails nochmals auf Ihre Kosten. Der Weg führt mal auf Trampelpfaden, mal älteren Holzbohlen durchs schlängelnde Bachtal. Auf mehreren kleinen Holzbrücken wechselte der Weg die Uferseiten, bis das Sophienfließ am Stadtrand Buckows in den Schermützelsee mündet. Dem Fließverlauf folgend, hat der Biber abwechselnd Dämme aus Zweigen aufgetürmt, die oft kleine Stauseen entstehen ließen. Kaskadenartig begleiten die Bauwerke den Weg links und rechts vom Bach. Kreuz und quer liegen Bäume im und um das Wasser herum.
In Buckow wieder angekommen hast Du Dir eine Erfrischung verdient. Die kannst Du Dir im Strandbad am klaren Schermützelsee oder auch an den Wassertretstellen von Gesundheitsguru Kneipp holen: direkt am See und am Stobber-Flüsschen nahe der Wassermühle am Schlosspark. Flaniere noch etwas durch die Altstadt und gönn Dir ein Eis, Snack oder Kaffee. Positiv geschafft und erholt geht Dein Wanderabenteuer zu Ende.


Einkehrtipps:

  • Haus Tornow am See, Café und Kuchen an den Wochenenden
  • Pritzhagener Mühle
  • Kaffee und selbst gebackener Kuchen bei Öko Jule, Julianenhof
  • Galerie "Zum Alten Warmbad"
  • Café oder Quiche im Naturkostladen "Buckower Köstlichkeiten"
  • Das Lokal (regional und Bio)

Extra Wandertipps:

  • Es werden unbefestigte Wald- und Feldwege begangen. Festes Schuhwerk ist erforderlich.
  • Die Kraxelpassagen in der Silberkehle und im Bereich Sophienfließ nur für geübte Wanderer und auf eigene Gefahr. Es lohnt sich :)
  • Je nach Jahreszeit Mückenmittel und Sonnenschutz nicht vergessen.
  • Genügend Wasser mitnehmen, über 400 Höhenmeter sind zu überwinden!
  • Fahrplan Buckower Kleinbahn hier und Bus 928 über die Fahrinfo VBB/Deutsche Bahn

Literatur- und Kartentipp:

  • Die Silberkehle und co hat schon Brandenburgs großen Dichter, Theodor Fontane, beeindruckt: „Wir wählen einen Weg durch jene lieblichen Schluchten und Waldpartien, die von einem Bergwasser, dem Sophienfließ, durchflossen werden. Tannen und Lärchenbäume fassen zu beiden Seiten die Hügelabhänge ein, Buchen und Birken sind in das Nadelholz eingestreut, der Kuckuck ruft, der Bach plätschert, und auf dem frischen Rasen, der das Wandern so leicht macht, liegen die Tannenäpfel oder spielen die Schatten und Lichter der Nachmittagssonne.“ Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Das Oderland, Kapitel Buckow
  • Wander-, Rad- & Gewässerkarte Naturpark Märkische Schweiz, 1:35.000, Verlag Grünes Herz, ISBN 978-3-929-99391-2, 4,10 Euro

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Auf dem NaturaTrail im Naturpark Märkische Schweiz, wenige Kilometer östlich von Berlin, gibt es ein paar Höhenunterschiede, die jeden Wanderer fordern. Aber es sind auch die zahlreichen magische Orte zum Innehalten und Durchatmen in der Natur, die diese Tour prägen. Besonders dramatisch wirken die Kehlen: Tiefe Einschnitte in der Landschaft sind Zeugen eiszeitlicher Schmelzwasserströme. Das Auf und Ab vermittelt Dir eindrucksvoll den gebirgsartigen Charakter der brandenburgischen "Mini-Alpen".
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  • Natura Trail Märkischen Schweiz, Foto: Florian Läufer , Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Im Stobbertal in der Märkischen Schweiz, Foto: Florian Läufer , Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Ausblick Natura Trail Märkischen Schweiz, Foto: Katrin Riegel, Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Natura Trail Märkischen Schweiz, Foto: Florian Läufer , Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Natura Trail Märkischen Schweiz, Foto: Florian Läufer , Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Weisse Anemone im Naturpark Märkische Schweiz, Foto: Dr. Erich Lorenzen, Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Haus Tornow Märkische Schweiz , Foto: Katrin Riegel, Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Leberblümchen im Frühling im Naturpark Märkische Schweiz, Foto: Dr. Erich Lorenzen, Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
  • Frühling im Naturpark Märkische Schweiz, Foto: Dr. Erich Lorenzen, Lizenz: Seenland Oder-Spree e. V.
Highlights auf dem Natura Trail:

  • Hoch hinaus: Anspruchsvolle Tages-Rundtour durch die Hangwälder zu Brandenburgs höchster Fichte (41,3 Meter) und rauf zu den besten Aussichtspunkten

  • Wild: Unbefestigte Pfade, querliegende Bäume, Stolpersteine und ein paar Kraxelpassagen. Bist Du trittsicher?

  • Auf der roten Liste: Das internationale Fledermausmuseum auf dem Julianenhof beherbergt mehr als 12 seltene Arten und informiert über die bedrohten Nachtflieger

  • Abenteuer-Bonus: Die NaturaTrail-Runde kann um den aussichtsreichen Krugberg und die steile Drachenkehle erweitert werden. Am Gebirgsbach Sophienfließ können die Reste der stolzen Wurzelfichte bestaunt und auf schmalen Trampelpfaden, betagten Holzbohlen und über umgestürzte Bäume hinweg durch die eindrucksvolle Schluchtvegetation ins Tal gewandert werden

Start/Ziel: Naturparkzentrum „Schweizer Haus“ oder Haltestelle / Parkplatz P3 Schule Buckow
Länge: 17 Kilometer, etwa 5 Stunden
An-/Abreise und ÖPNV: RB26 ab Ostkreuz bzw. Lichtenberg (stündlich) bis Müncheberg, dann kurz weiter mit der Buckower Kleinbahn (01.05. - 03.10. an Wochenenden) oder Bus 928 bis Buckow Markt bzw. Haltestelle Schule. Zurück umgekehrt.
Markierung: Logo NaturaTrails Naturfreunde

Expedition in die Märkische Schweiz

Dein Wanderabenteuer startest Du im idyllischen Erholungsort Buckow am besten am Naturparkzentrum Schweizer Haus. Vom Zentrum, wo der Bus hält, erreichst Du dieses in etwa 20 Minuten über den Schlosspark und eine große Obstwiese mit Blick über den türkisen Schermützelsee. Oder Du fährst bis zur Haltestelle Schule, wo auch ein Wanderparkplatz den direkten Einstieg in den NaturaTrail bietet. Vom Bahnhof sind es etwa 30 Minuten zum Schweizer Haus.

Verschafft Dir im neu gestalteten Besucherzentrum einen Überblick über die Besonderheiten des Naturparks z und das Gebiet, was Du Dir gleich erwandern wirst. Visuell geht es per Expeditionen in die eiszeitliche Vergangenheit, in die Gegenwart mit der unglaublichen Vielfalt an Lebensräumen und geschützten Arten und wie die Zukunft aus nachhaltiger Perspektive aussehen kann. Spannend!

Gegen den Uhrzeigersinn geht es durch den dichten Wald zum Kleinen Tornowsee. Hier gibts dann gleich den ersten Superlativ: Brandenburgs höchste Fichte beeindruckt mit über 40m Höhe! Auch die höchste Flatterulme und der größte Ahorn des Landes sind im Naturpark verortet. Die Märkische Schweiz ist also erste Adresse für echte Baumriesen. Achte auf die Hinweisschilder.

Durch den Auenwald entlang der Stöbber

Bevor es weiter ins Stöbbertal geht, macht der Trail eine Schleife zum Kleinen Tornowsee, der aus langsam schmelzenden Eisblöcken entstand. Eine besonders schöne Raststelle befindet sich am Echostein. Beim lauten Ruf über den See hört man ein klangvolles Echo, was vom gegenüberliegenden Berghang zurückkommt.

Das kleine Flüsschen Stöbber schlängelt sich malerisch durch die geschützte Natur. Umgefallene Bäume im Wasser signalisieren Dir, dass Du im Reich des Biebers bist. Das wildromantische Tal ist Naturschutzgebiet und Fauna-Flora-Habitat-Gebiet mit seltenen Arten. Entlang der renaturierten Stöbber passierst Du Feuchtwiesen und Auwälder, die Fischotter, Steinbeißer und der Europäischen Sumpfschildkröte wertvollen Lebensraum bieten. Die beheimatete Libellenart Keiljungfer gehört zu den schützenswerten Insekten und wurde in das Logo des Naturparks Märkische Schweiz aufgenommen.

Wie im Bilderbuch liegt nun die Pritzhagener Mühle am Rande des Trails. Das heutige Restaurant liegt idyllisch mitten in der Natur. Der für seinen rauen Charme berühmte Wirt serviert im Ambiente eines schwedischen Landhausstil der 1920er Jahre Fischgerichte und selbstgebackenen Kuchen. Gleich nebenan befindet sich eine Fischtreppe. Sie ermöglicht den Fischen die Stauanlage der ehemaligen Mühle zu überwinden.

Die Mopsfledermaus bei den Feldsteinen

Über den Höllenbach geht aus dem Wald in offenere Landschaft und Du kommst kurz vor Julianenhof bei der Ökojule vorbei. Bei dem freundlichen, älteren Gastgeberpärchen gibt es Obst und Gemüse aus eigenem Anbau und im Sommerhalbjahr Kaffee und Kuchen auf liebevoll gedeckten Tischen mitten in der Natur. Weiter geht es entlang von Feldern und Wildwiesen, die vor allem im Frühjahr reich an Wiesenblumen sind. Überall findest Du Granitsteine und Findlinge in allen möglichen Größen, Formen und Farben, die gigantische Eismassen vor rund 15.000 Jahren aus Skandinavien hierhin geschoben haben.

Mit diesen ist auch das Fledermausmuseum Julianenhof bestückt. Auf dem in regionaltypischer Feldstein-Ziegelbauweise errichteten Gutshof entdeckte 1992 der NABU Fledermäuse, erwarb den Gutshof, sanierte die historischen Gebäude und betreibt das Museum. Mittlerweile haben 12 Fledermausarten das Museum erobert. Mit Glück sieht man Mopsfledermaus, Braunes Langohr und co im Eiskeller schlafen oder informiert sich in der Ausstellung und auf dem Lehrpfad im schönen Garten.

Pausenglück am Großen Tornowsee

Nach einer Schleife führt Dich der NaturaTrail wieder zurück über die Stöbber an den Großen Tornowsee. Direkt am von dichtem Wald umschlossenen See steht das Herrenhaus Tornow. Es ist heute Gästehaus, Kunstort und Café zugleich. Der an Wochenenden geöffnete, idyllische Sommergarten versprüht eine gelassene Atmosphäre. Gönn Dir doch eine Pause, eine kleine Stärkung oder Erfrischung mit herrlichem Blick auf den See, bevor es nun in die steilen und anstrengenden Passagen des Trails geht. Im Sommer kannst Du an einigen Naturbadestellen auch herrlich Schwimmen.

Kraxeln durch die Silberkehle bis zum Gipfelglück

In zwischen steilen Hängen verlaufenden Silberkehle sind ein paar Kletterübungen nötig, um über oder unter umgestürzte Bäume zu kraxeln. Hier im naturbelassenen Wald werden diese absichtlich nicht geräumt. Der enge Pfad durch die Schlucht ist stark bewachsen. Nach ein paar schweißtreibenden Passagen schweift Dein Auge schließlich vom Dachsberg über die grünen Wellen des Buckower Wald-Meeres. Hoch über dem Kleinen Tornowsee schaust Du nach unten auf die dunkle, mystisch wirkende Wasserfläche. Auch Dornberg, Jenashöhe und der Silberberg ragen in die Höhe und vermitteln Mittelgebirgsatmosphäre.

Du könntest jetzt dem offiziellen NaturaTrail weiter folgen und über den Poetensteig wieder nach Buckow absteigen. Wir aber empfehlen Dir, noch den Weg über den Krugberg und das abenteuerliche Sophienfließ zu nehmen. Der Krugberg ist der höchste Punkt des Naturparks. Von hier gibt es zwar keinen Blick in tiefe Schluchten, dafür kannst Du die Weite nach Nordosten genießen und die lieblich runden Waldhügel und Hänge Richtung Pritzhagen bestaunen. Schließlich geht es durch die ausgeschilderte Drachenkehle wieder bergab.

Abstieg durch das wilde Sophienfließ nach Buckow

Am Abzweig zum Sophienfließ kannst Du wenige Meter rechts bachaufwärts die Reste der Wurzelfichte bestaunen. Einst auch ein Baumriese ist selbst die übrig gebliebene Wurzel noch beeindruckend anzusehen. Die 180 Jahre alte Fichte gehörte zum Pflichtprogramm jedes Wanderers, bis sie 2007 ein Orkan fällte.

Die abenteuerlustigen Wanderer kommen am letzten Teilstück des NaturaTrails nochmals auf Ihre Kosten. Der Weg führt mal auf Trampelpfaden, mal älteren Holzbohlen durchs schlängelnde Bachtal. Auf mehreren kleinen Holzbrücken wechselte der Weg die Uferseiten, bis das Sophienfließ am Stadtrand Buckows in den Schermützelsee mündet. Dem Fließverlauf folgend, hat der Biber abwechselnd Dämme aus Zweigen aufgetürmt, die oft kleine Stauseen entstehen ließen. Kaskadenartig begleiten die Bauwerke den Weg links und rechts vom Bach. Kreuz und quer liegen Bäume im und um das Wasser herum.
In Buckow wieder angekommen hast Du Dir eine Erfrischung verdient. Die kannst Du Dir im Strandbad am klaren Schermützelsee oder auch an den Wassertretstellen von Gesundheitsguru Kneipp holen: direkt am See und am Stobber-Flüsschen nahe der Wassermühle am Schlosspark. Flaniere noch etwas durch die Altstadt und gönn Dir ein Eis, Snack oder Kaffee. Positiv geschafft und erholt geht Dein Wanderabenteuer zu Ende.


Einkehrtipps:

  • Haus Tornow am See, Café und Kuchen an den Wochenenden
  • Pritzhagener Mühle
  • Kaffee und selbst gebackener Kuchen bei Öko Jule, Julianenhof
  • Galerie "Zum Alten Warmbad"
  • Café oder Quiche im Naturkostladen "Buckower Köstlichkeiten"
  • Das Lokal (regional und Bio)

Extra Wandertipps:

  • Es werden unbefestigte Wald- und Feldwege begangen. Festes Schuhwerk ist erforderlich.
  • Die Kraxelpassagen in der Silberkehle und im Bereich Sophienfließ nur für geübte Wanderer und auf eigene Gefahr. Es lohnt sich :)
  • Je nach Jahreszeit Mückenmittel und Sonnenschutz nicht vergessen.
  • Genügend Wasser mitnehmen, über 400 Höhenmeter sind zu überwinden!
  • Fahrplan Buckower Kleinbahn hier und Bus 928 über die Fahrinfo VBB/Deutsche Bahn

Literatur- und Kartentipp:

  • Die Silberkehle und co hat schon Brandenburgs großen Dichter, Theodor Fontane, beeindruckt: „Wir wählen einen Weg durch jene lieblichen Schluchten und Waldpartien, die von einem Bergwasser, dem Sophienfließ, durchflossen werden. Tannen und Lärchenbäume fassen zu beiden Seiten die Hügelabhänge ein, Buchen und Birken sind in das Nadelholz eingestreut, der Kuckuck ruft, der Bach plätschert, und auf dem frischen Rasen, der das Wandern so leicht macht, liegen die Tannenäpfel oder spielen die Schatten und Lichter der Nachmittagssonne.“ Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Das Oderland, Kapitel Buckow
  • Wander-, Rad- & Gewässerkarte Naturpark Märkische Schweiz, 1:35.000, Verlag Grünes Herz, ISBN 978-3-929-99391-2, 4,10 Euro

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15377 Buckow (Märkische Schweiz)

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15526 Bad Saarow

Tel.: 033631-868100
Fax: 033631-868102

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