• Hausboot auf dem Finowkanal, Foto: TMB-Fotoarchiv/Christin Drühl

    Finowkanal - Ihr Wassertourenplaner

    Möchten Sie einen Urlaub oder Ausflug im Wasserrevier Finowkanal planen? Wir geben Ihnen Tipps für Ihren Törn mit Hausboot, Kanu & Co.

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    Ort: Eberswalde

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Finowkanal - Ihr Wassertourenplaner
Was macht das Revier besonders?

Kein anderes Revier bietet eine derartige Symbiose aus landschaftlicher Schönheit und beeindruckender Industriekultur. Der Finowkanal ist die älteste noch intakte Wasserstraße Deutschlands mit reizvollem Kontrast aus Industriebauten, Naturlandschaft und dem städtischem Mittelpunkt Eberswalde. Reizvoll ist die Mischung aus künstlich geschaffenen Wasserwegen wie dem Finowkanal, Werbellinkanal, Oder-Havel-Kanal und dem Seencharakter. 

Ein spektakuläres technisches Industriedenkmal am Oder-Havel-Kanal ist auch das Schiffshebewerk Niederfinow, mit dem Schiffe einen Höhenunterschied von 36 Metern überwinden. Direkt nebenan entsteht bis voraussichtlich 2018 das neue Schiffshebewerk.

Der Werbellinsee gilt als einer der klarsten und größten Seen Brandenburgs umgeben von der Schorfheide, eines der schönsten Waldgebiete in Brandenburg. 

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Was sollten Wassersportler wissen?

Lage und Erreichbarkeit

Das Revier liegt etwa 50 km nordöstlich von Berlin auf dem Wasserweg zur Oder. Mit dem Boot ist das Revier erreichbar aus westlicher Richtung (Berlin) über die Havel-Oder-Wasserstraße, aus östlicher Richtung über die Oder bzw. Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße. 

Mit der Schiffbarkeit des Langen Trödel für motorisierte Boote ist es seit Juni 2016 möglich, den Finowkanal von der Mecklenburgischen Seenplatte bzw. der Oberen Havel über Liebenwalde zu erreichen, ohne den langen und vergleichsweise unattraktiven Umweg über Oder-Havel-Kanal nehmen zu müssen. Nachbarreviere sind die Oder und die Rheinsberger Seenkette & Uckermärkische Seen

Gewässerprofil und –informationen

Die Mischung aus künstlich geschaffenen Wasserwegen (Finowkanal, Werbellinkanal, Oder-Havel-Kanal) und Seencharakter macht das Revier besonders reizvoll. Der Finowkanal weist eine Länge von 42 Kilometern auf. Dabei müssen 13 handbetriebene Schleusen überwunden werden. Die Schleusen sind vom 01. Mai bis 30. September geöffnet. Der Oder-Havel-Kanal ist stark von der Berufsschifffahrt von Berlin nach Polen bzw. umgekehrt frequentiert und daher für Touren mit dem Sportboot vergleichsweise unattraktiv. In Kombination mit dem Finowkanal ergibt sich aber eine reizvolle Rundtour unter Einbeziehung des beeindruckenden Schiffshebewerks Niederfinow (erforderlich Sportbootführerschein Binnen).

Der 13 km lange, besonders klare Werbellinsee mit einer Tiefe bis zu 60 Metern ist ein über die Grenzen der Region hinaus beliebtes Ausflugsziel mit gut ausgebauter touristischer Infrastruktur an seinen Ufern. Finowkanal und Werbellinsee sind für den Charterschein zugelassen. Für den Oder-Havel-Kanal gilt auch weiterhin die Führerscheinpflicht.

Seit Juni 2016 ist das alte, durch Zuschüttungen abgeschnittene Teilstück des Finowkanals zwischen Liebenwalde und dem Oder-Havel-Kanal bei Zerpenschleuse wieder schiffbar. Eine neue Schleuse in Zerpenschleuse sowie zwei Klappbrücken und eine Hubbrücke ermöglichen „freie Fahrt“ auf der Wasserstraße als auch auf den über den Finowkanal hinwegführenden Straßen. Auch für diesen Abschnitt ist kein Sportbootführerschein erforderlich. Somit sind Fahrten mit Charterschein aus der Mecklenburgischen Seenplatte bzw. über die ebenfalls für den Charterschein zugelassene Obere Havel möglich. 

Neben den 13 Schleusen am Finowkanal gibt es zwei weitere Schleusen auf dem gut 6 km langen alten Werbellinkanal zwischen Oder-Havel-Kanal und Werbellinsee. Die geringste Brückendurchfahrtshöhe beträgt dort 4 Meter, am Finowkanal 3,80 Meter. 

Wichtiger Hinweis: Seit März 2015 ist der neugebaute südliche Abschnitt des Werbellinkanals von km 0,00 (oberhalb Schleuse Ruhlsdorf, nördlich des Finowkanals) bis km 3,028 westlich der alten Südstrecke Werbellinkanal gesperrt. Eine direkte Verbindung zwischen Finowkanal und dem Werbellinsee besteht derzeit nicht. Die Verbindung erfolgt zwischen Zerpenschleuse und Marienwerder über den Oder-Havel-Kanal. Nicht betroffen von der Sperrung sind die Einfahrten in die Nordstrecke des Werbellinkanals (bis Werbellinsee), die alte Südstrecke des Werbellinkanals sowie die Einfahrt in den Finowkanal über den Oder-Havel-Kanal (Pressemitteilung des WSA Eberswalde vom 24.03.2015). 

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Oder-Havel-Kanal mit Schiffshebewerk Oder-Havel-Kanal mit Schiffshebewerk, Foto: Bad Freienwalde Tourismus GmbH

Welche Wassersportmöglichkeiten gibt es hier?

Mit Ausnahme des Oder-Havel-Kanals, der einer intensiven Nutzung durch die Berufsschifffahrt unterliegt, ist das Revier durch einen geringen Bootsverkehr gekennzeichnet. Der Finowkanal ist sowohl für das Wasserwandern mit dem Kanu als auch mit dem Motorboot reizvoll. Es gibt eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur mit mehreren Rastplätzen und kleineren Sportboothäfen in den Anrainergemeinden, wie zum Beispiel in Liebenwalde. 

Der Werbellinsee ist besonders bei Seglern beliebt. Anlegemöglichkeiten gibt es in Altenhof, Joachimsthal und an den Campingplätzen. Durch sein klares Wasser ist der Werbellinsee ein sehr beliebter Badesee. Außerdem gibt es eine Tauchbasis. Ein Fahrgastschiff verbindet die Anrainerorte am Werbellinsee im täglichen Linienverkehr.

Auch am Finowkanal verkehren mehrere Fahrgastschiffe, u.a. auch mit einem Floß. Dem Charakter des Finowkanals entsprechend gibt es mit dem Schleppkahn Anneliese auch historische Schifffahrtstouren. Wer den Finowkanal selbst mit dem Floß befahren will, kann ein Biberfloß mieten, auf dem bis zu 8 Personen mitfahren können (führerscheinfrei, leichte Bedienung).

Vermietung von Kanus und führerscheinfreien Motorbooten finden Sie gleich mehrmals am Finowkanal und am Werbellinsee. Im neuen Hafen von Marienwerder befindet sich eine Charterbasis mit Hausbooten. Am Werbellinsee können auch Segelboote ausgeliehen werden.

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Am Werbellinsee Am Werbellinsee, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Was kann ich an Land unternehmen?

Neben dem Schiffshebewerk Niederfinow finden Liebhaber der Industriekultur entlang des Finowkanals zahlreiche weitere eindrucksvolle Zeugnisse besonders in Eberswalde. Bereits im 17. Jahrhundert entstanden hier unter anderem eine Eisenspalterei, ein Messing- und Walzwerk. Auch der Kranbau war hier viele Jahrzehnte beheimatet. Wer sich auf Spurensuche begeben möchte, beginnt am besten mit einem Rundgang durch den heutigen Familiengarten. Für einen Familienausflug bietet sich zudem besonders der Zoo Eberswalde an. 

Die Schorfheide, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Mitteleuropas, ist ideal zum Wandern und für Naturerkundungen. Für Familien lohnt sich ein Besuch im Wildpark Schorfheide, in dem Sie Wisenten oder Wölfen nahe kommen können. Probieren Sie ihre Geschicklichkeit im Kletterpark Schorfheide aus. 

Besichtigen Sie in Joachimsthal den architektonisch reizvollen Kaiserbahnhof, von dem Kaiser Wilhelm  im 19. Jahrhundert in sein beliebtes Jagdrevier aufbrach. Nicht verpassen sollten Sie die grandiose Aussicht vom BIORAMA-Aussichtsturm, von dem aus der Blick an klaren Tagen bis nach Berlin reicht. In Joachimsthal ist auch die Schinkelkirche sehenswert.

Alle Stationen mit den schönsten Sehenswürdigkeiten des Barnims und der Schorfheide können Sie sich auch sehr gut mit dem Rad auf der Barnim-Dreieck-Tour erschließen.  

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Schorfheide bei Brodowin Schorfheide bei Brodowin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

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