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Wildnisgebiet Lieberose, Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung/Tilo Geisel
Wildnisgebiet Lieberose
Wildnisgebiet Lieberose, Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung/Tilo Geisel
Wildnisgebiet Lieberose

Wildnis in Brandenburg

Wildnisgebiet Lieberose: Zwischen Mooren, Seen, Wäldern und Heide

Im Wildnisgebiet Lieberose im Seenland Oder-Spree unweit des Biosphärenreservats Spreewald prägen Moore, Seen, Heideflächen, alte Wälder und offene Sandlandschaften auf rund 3.150 Hektar das Bild. Wo einst Militärfahrzeuge fuhren und Munition im Boden zurückblieb, entwickelt sich heute ein besonderer Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Auf den Wanderwegen und Themenpfaden lässt sich diese wilde Vielfalt erleben – vom Blick über die Landschaft an der Aussicht Wildnis bis zu stillen Waldwegen und weiten Heideflächen entlang des Sternen- und Wildnispfads. Mit etwas Glück begegnet man einem Rothirsch, entdeckt Spuren des Wolfs oder hört den Ruf eines Raufußkauzes.

Entdecke Wüste und Wildnis auf eigene Faust oder bei einer geführten Exkursion.

Wildnisgebiet Lieberose, Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung/Tilo Geisel

Das Wildnisgebiet Lieberose erleben

Wildnis – Naturschatz der Region

Knorrige Bäume dürfen altern und zerfallen, Moore speichern Wasser in der Landschaft und auf den offenen Flächen finden spezialisierte Arten geeignete Lebensräume. So entstehen Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen – vom Raufußkauz bis zur Rosmarinheide.

Die „Wilden Fünf“ und weitere Bewohner

Besonders bekannt ist das Gebiet für seine Wilden Fünf: Raufußkauz, Rothirsch, Wolf, Hirschkäfer und Mopsfledermaus stehen stellvertretend für die Vielfalt der Lebensräume. Während der Raufußkauz in alten Wäldern geeignete Brutplätze findet, profitiert der Hirschkäfer von Totholz. Die Mopsfledermaus nutzt strukturreiche Wälder als Jagdrevier, Rothirsche durchstreifen die weitläufigen Flächen und auch der Wolf gehört inzwischen wieder zur Wildnis Brandenburgs. Auch Fischotter, Biber und Seeadler sind hier anzutreffen.

Deutschlands größte Wüste

Zu den außergewöhnlichsten Bereichen des Wildnisgebiets zählt Deutschlands größte Wüste. Das weitläufige, mit alten Kampfmitteln belastete, Sandgebiet ist Teil eines Totalreservats und bleibt der natürlichen Entwicklung vorbehalten.

Highlights im Wildnisgebiet

Rastplatz im Wildnisgebiet Lieberose, Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung/Tilo Geisel

Unterschiedlich lange Rundwege führen durch die Landschaft: Beobachte Libellen am Moor „Butzener Bagen“ auf dem Libellenrundweg oder entdecke Wildnis und stille Wälder auf dem Käuzchenweg.

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Aussicht Generalshügel im Wildnisgebiet Lieberose, Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung/Tilo Geisel

Von der Aussicht Wildnis und dem Generalshügel eröffnen sich eindrucksvolle Blicke über die Landschaft. Hier werden die Größe, Vielfalt und Dynamik der Wildnis besonders erlebbar.

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Wildnispfad im Wildnisgebiet Lieberose, Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung/Tilo Geisel

Wildnis erleben in einer der dunkelsten Regionen Deutschlands: Erlebnisstationen informieren über nachtaktive Tiere und die Bedeutung natürlicher Dunkelheit für Mensch und Natur. 

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Wildnisgebiet Lieberose, Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung/Tilo Geisel

Faszinierende Einblicke vom Wüstensteg in Deutschlands größte Wüste mitten im Wildnisgebiet. Als Teil eines Totalreservats bleibt es der natürlichen Entwicklung vorbehalten. 

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FAQs zu Brandenburgs Wildnisgebieten

Was ist ein Wildnisgebiet?

Wildnisgebiete sind große, zusammenhängende Landschaften, die kaum von Straßen oder Siedlungen zerschnitten sind. Hier bekommt die Natur Raum und Zeit, ihren eigenen Weg zu gehen. Nur hier lässt sich erleben, wie sich Natur ohne Nutzung durch den Menschen entwickelt. Der Mensch beobachtet, wie sich die Landschaft im Laufe der Zeit verändert – und kann von der Natur lernen. So entstehen wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten, die auf große, ungestörte Flächen angewiesen sind. Wildnis trägt zum Erhalt der biologischen Vielfalt, zum Klimaschutz und zum Schutz unserer Lebensgrundlagen bei.

Wie sind die Wildnisgebiete entstanden?

Wo einst Panzer fuhren und Munition im Boden zurückblieb, bekommt die Natur heute wieder Raum. Auf ehemaligen Truppenübungsplätzen darf sich Wildnis entwickeln. Die Wildnisgebiete der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung liegen auf solchen ehemaligen Militärflächen. Nach dem Ende der militärischen Nutzung wurden die Flächen dauerhaft für den Naturschutz gesichert.

Worin unterscheidet sich ein Wildnisgebiet von einer Nationalen Naturlandschaften?

Wildnisgebiete, Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke gehören zu den Nationalen Naturlandschaften Deutschlands. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Natur. Das Besondere an Wildnisgebieten ist die freie Naturentwicklung. Hier bekommt die Natur Raum und Zeit, ihren eigenen Weg zu gehen. Der Mensch greift möglichst wenig ein und kann beobachten, wie sich die Landschaft verändert. Nationalparke verfolgen ein ähnliches Ziel, sind aber gesetzlich ausgewiesene Schutzgebiete. Biosphärenreservate verbinden Naturschutz mit einer nachhaltigen Nutzung durch den Menschen. Naturparke fördern den Erhalt wertvoller Kulturlandschaften und verbinden Naturschutz, Erholung und nachhaltige Regionalentwicklung.
 

 

Was muss ich bei einem Besuch eines Wildnisgebietes beachten?

Wildnisgebiete sind Rückzugsorte für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Damit sie möglichst ungestört bleiben, gilt in den Wildnisgebieten der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung ein Wegegebot. Bitte bleib auf den ausgewiesenen und sicheren Wanderwegen oder erlebe das Wildnisgebiet auf einer geführten Exkursion. Die Wildnisgebiete liegen auf ehemaligen Truppenübungsplätzen. Abseits der Wege besteht die Gefahr durch Kampfmittel aus der Zeit der militärischen Nutzung. Die markierten Wanderwege dienen deshalb nicht nur dem Schutz der Natur, sondern auch deiner eigenen Sicherheit. Offenes Feuer und Rauchen sind in den Wildnisgebieten nicht erlaubt. Bitte nimm deinen Müll wieder mit und führe deinen Hund an der Leine. So trägst du dazu bei, die Wildnis und ihre Bewohner zu schützen.
 

Welche Tiere und Pflanzen kann man im Wildnisgebiet beobachten?

Die Wildnisgebiete bieten mit Wäldern, Heideflächen, Mooren, Seen und offenen Sandflächen vielfältige Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten – darunter viele seltene und geschützte Arten. Je nach Jahreszeit und Lebensraum lassen sich Rothirsche, Kraniche, Seeadler oder Wiedehopfe beobachten. Auch Wildkatze, Fischotter oder Wolf finden in den Wildnisgebieten ein Zuhause. Sie sind jedoch sehr scheu und nur mit etwas Glück zu entdecken. Wer aufmerksam unterwegs ist, entdeckt die Wildnis oft im Kleinen: blühende Heide, Libellen am Wegesrand, ein brütendes Schwanenpaar, das Konzert der Frösche oder die Spuren wilder Tiere im Sand.

Ausflugstipps für das Wildnisgebiet und die Lieberoser Heide

Wildnis auf dem Wildnispfad entdecken

Ob kurzer Spaziergang oder ausgedehnte Wanderung – die verschiedenen Rundwege des Wildnispfads bieten für jede und jeden das passende Naturerlebnis.

Den Sternenhimmel erleben

Der Sternenpfad lädt dazu ein, die Wildnis nach Sonnenuntergang zu entdecken und den Blick in einen der dunkelsten Nachthimmel Deutschlands schweifen zu lassen.

Weitblicke genießen

Von der Aussicht Wildnis und dem Generalshügel eröffnen sich beeindruckende Ausblicke über die Landschaft der Lieberoser Heide.

Mit der Wildnisstiftung auf Entdeckungstour

Bei geführten Exkursionen erfahren Gäste mehr über die Geschichte des ehemaligen Truppenübungsplatzes, die Wilden Fünf und die Entwicklung der Wildnis.

Die Lieberoser Heide mit dem Rad erkunden

Der Heideradweg führt durch die abwechslungsreiche Landschaft der Region und verbindet Naturerlebnis mit aktiver Erholung.

 

Naturschätze entdecken

Anruf bei der TMB Urlaubshotline unter 0331-200 47 47 (+49) 0331 2004747 Wir sind telefonisch für dich da: werktags Mo-Fr 9-13 Uhr und am 31.10. 10-13 Uhr.

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