Was ist ein Wildnisgebiet?
Wildnisgebiete sind große, zusammenhängende Landschaften, die kaum von Straßen oder Siedlungen zerschnitten sind. Hier bekommt die Natur Raum und Zeit, ihren eigenen Weg zu gehen. Nur hier lässt sich erleben, wie sich Natur ohne Nutzung durch den Menschen entwickelt. Der Mensch beobachtet, wie sich die Landschaft im Laufe der Zeit verändert – und kann von der Natur lernen. So entstehen wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten, die auf große, ungestörte Flächen angewiesen sind. Wildnis trägt zum Erhalt der biologischen Vielfalt, zum Klimaschutz und zum Schutz unserer Lebensgrundlagen bei.
Wie sind die Wildnisgebiete entstanden?
Wo einst Panzer fuhren und Munition im Boden zurückblieb, bekommt die Natur heute wieder Raum. Auf ehemaligen Truppenübungsplätzen darf sich Wildnis entwickeln. Die Wildnisgebiete der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung liegen auf solchen ehemaligen Militärflächen. Nach dem Ende der militärischen Nutzung wurden die Flächen dauerhaft für den Naturschutz gesichert.
Worin unterscheidet sich ein Wildnisgebiet von einer Nationalen Naturlandschaften?
Wildnisgebiete, Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke gehören zu den Nationalen Naturlandschaften Deutschlands. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Natur. Das Besondere an Wildnisgebieten ist die freie Naturentwicklung. Hier bekommt die Natur Raum und Zeit, ihren eigenen Weg zu gehen. Der Mensch greift möglichst wenig ein und kann beobachten, wie sich die Landschaft verändert. Nationalparke verfolgen ein ähnliches Ziel, sind aber gesetzlich ausgewiesene Schutzgebiete. Biosphärenreservate verbinden Naturschutz mit einer nachhaltigen Nutzung durch den Menschen. Naturparke fördern den Erhalt wertvoller Kulturlandschaften und verbinden Naturschutz, Erholung und nachhaltige Regionalentwicklung.