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Der Besuch der alten Dame

Theater / Tanz / Kabarett
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p.P. = pro Person, p.P./N = pro Person / Nacht, p.E./N = pro Einheit/ Nacht, EZ = Einzelzimmer, DZ = Doppelzimmer, FeWo = Ferienwohnung oder -haus, App. = Appartement, Suite = Suite, FR = Frühstück, HP = Halbpension, VP = VollPension

Nach Jahrzehnten kehrt die Milliardärin Claire Zachanassian – ehemals Klara „Kläri“ Wäscher – zurück in das nun völlig heruntergewirtschaftete Städtchen ihrer Jugend Güllen. Dessen Bürger:innen setzen alle Hoffnung auf die Güte der reichen Geschäftsfrau, um das Städtchen vor dem endgültigen Ruin zu bewahren  – unter ihnen Alfred Ill, Kleinwarenhändler, zukünftiger Bürgermeister und einst, vor etlichen Jahren, der Liebhaber von Kläri, die er nun zu einer großzügigen Spende überreden soll.
Doch Claire ist damals nicht freiwillig gegangen: Als gerade mal 17-jähriges Mädchen wurde sie als Hure beschimpft hochschwanger aus der Stadt verjagt. 
Was verspricht sich nun also die reiche Dame von Welt von diesem Besuch des heruntergekommenen Städtchens, das sie damals so schändlich behandelte, wo sie doch bereits alles – Macht, Einfluss, Reichtum – zu besitzen scheint?
Die Wohltäterin entpuppt sich als Rachegöttin, die mit Geldscheinen wedelt, um das bankrotte Städtchen vor dem Ruin zu bewahren, wenn es bereit ist, einen – und noch dazu den beliebtesten – Mitbürger zu töten. Die Hoffnung wird zum Albtraum, die  Bürger:innen geraten in Versuchung und für Alfred Ill steht nicht nur die Bürgermeisterkandidatur auf dem Spiel.
Friedrich Dürrenmatts tragische Komödie Der Besuch der alten Dame verhandelt mit beklemmender Aktualität durch die Linse des modernen Kapitalismus klassische Motive der Rache und Vergeltung sowie Fragen der Schuld. Was bringt eine Gemeinschaft dazu, alle Werte über Bord zu werfen und ihre eigene Moral so zu korrumpieren, dass sie bereit ist, einen aus ihrer Mitte für die Verlockung des Geldes zu opfern?

Paul Spittlers Inszenierung legt mit dem 3-köpfigen Ensemble sowie dem Strausberger Bürger:innen-Chor die Lupe an und betrachtet die Versuchsanordnung rund um die milliardenschwere Frau, die Gerechtigkeit einfordert und deren Angebot die moralische Integrität des bankrotten Städtchens und seiner Bürger:innen auf eine harte Probe stellt: Geld oder Moral?

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Nach Jahrzehnten kehrt die Milliardärin Claire Zachanassian – ehemals Klara „Kläri“ Wäscher – zurück in das nun völlig heruntergewirtschaftete Städtchen ihrer Jugend Güllen. Dessen Bürger:innen setzen alle Hoffnung auf die Güte der reichen Geschäftsfrau, um das Städtchen vor dem endgültigen Ruin zu bewahren  – unter ihnen Alfred Ill, Kleinwarenhändler, zukünftiger Bürgermeister und einst, vor etlichen Jahren, der Liebhaber von Kläri, die er nun zu einer großzügigen Spende überreden soll.
Doch Claire ist damals nicht freiwillig gegangen: Als gerade mal 17-jähriges Mädchen wurde sie als Hure beschimpft hochschwanger aus der Stadt verjagt. 
Was verspricht sich nun also die reiche Dame von Welt von diesem Besuch des heruntergekommenen Städtchens, das sie damals so schändlich behandelte, wo sie doch bereits alles – Macht, Einfluss, Reichtum – zu besitzen scheint?
Die Wohltäterin entpuppt sich als Rachegöttin, die mit Geldscheinen wedelt, um das bankrotte Städtchen vor dem Ruin zu bewahren, wenn es bereit ist, einen – und noch dazu den beliebtesten – Mitbürger zu töten. Die Hoffnung wird zum Albtraum, die  Bürger:innen geraten in Versuchung und für Alfred Ill steht nicht nur die Bürgermeisterkandidatur auf dem Spiel.
Friedrich Dürrenmatts tragische Komödie Der Besuch der alten Dame verhandelt mit beklemmender Aktualität durch die Linse des modernen Kapitalismus klassische Motive der Rache und Vergeltung sowie Fragen der Schuld. Was bringt eine Gemeinschaft dazu, alle Werte über Bord zu werfen und ihre eigene Moral so zu korrumpieren, dass sie bereit ist, einen aus ihrer Mitte für die Verlockung des Geldes zu opfern?

Paul Spittlers Inszenierung legt mit dem 3-köpfigen Ensemble sowie dem Strausberger Bürger:innen-Chor die Lupe an und betrachtet die Versuchsanordnung rund um die milliardenschwere Frau, die Gerechtigkeit einfordert und deren Angebot die moralische Integrität des bankrotten Städtchens und seiner Bürger:innen auf eine harte Probe stellt: Geld oder Moral?

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