• Rüsterhof, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Rüsterhof, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
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Großstadtkind goes Bauernhof
Islandpferde lassen Mädchenträume wahr werden

04. Januar 2017 von Steffen Lehmann

Der Rüsterhof: Tolle Ferienwohnungen kombiniert mit Landleben pur machen den Charme des Bauernhofs im Seenland Oder-Spree aus. Mädchenträume werden vor allem auf den Rücken der Islandpferde wahr. Und nebenbei erfährt ein Kind viel über das Leben auf dem Land.

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Rüsterhof Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Ein Herbsttag Anfang November. Für zwei Tage wollen wir, Papa und Kind, Landluft schnuppern. Dafür haben wir uns den Rüsterhof ausgesucht – und gehen auf Nummer sicher. Die letzten drei Jahre ist der Rüsterhof vom Internetportal „Landreise.de“ zum beliebtesten Ferienhof in Brandenburg gekürt worden. Der Bauernhof liegt zwischen Beeskow und Fürstenwalde. Von Berlin dauert die Fahrt mit dem Auto gerade einmal eine Stunde, bevor wir auf den Rüsterhof in Görzig biegen. Wir sind kaum ausgestiegen als das Großstadtkind schon DIE Frage stellt, die es schon die letzten Tage rund um die Uhr beschäftigt hat: Papa, wann kann ich wir reiten? Gleich, sage ich. Was soll ich sonst sagen. Wir sind ja schließlich auf einem Reiterhof.

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Rüsterhof Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Doch bevor auf eines der Islandpferde geklettert wird, begrüßt uns Elke Melchert, die zusammen mit ihrer Familie den Rüsterhof bewohnt. Der Hof ist seit vier Generationen in Familienbesitz. Zum Gelände gehören neben dem Wohnhaus der Melcherts, eine Feldsteinscheune, Ställe sowie das Sauna- und Gemeinschaftshaus.

Die vier Ferienhäuser verbinden alt und neu. Der Blick fällt durch große Fenster auf den Hof und eine große Ulme. Im Sanddornhaus und Lindenhaus bilden alte Feldsteine einen wunderbaren Kontrast zu den modernen Anbauten. Im Sommer ist der Pool mit Sicherheit das Highlight. An der Wasserpumpe kommen wir nicht vorbei, ohne ein paar Minuten rumzumatschen. Im Frühling und Sommer bestimmt ein riesen Spaß. Nur ein paar Meter weiter wartet die große Schaukel. Die ist auch an einem Herbsttag eine Attraktion.

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Auf dem Rücken von Shylaxa

„Papa, ich will eine Stute“, sagt das Kind, bevor es zum Reitplatz geht. Ich nicke, denn Widerspruch ist zwecklos. Den Wunsch nach einer Stute erfüllt Elke Melchert gern. Die geduldige Shylaxa dreht in der nächsten halbe Stunde geduldig Runde für Runde auf dem Reitplatz. Ich setze mich auf die kleine Holztribüne und schaue mir das Spektakel an. Nach zwei Runden zum gegenseitigen Kennenlernen wird bereits voltigiert.

Das Kind ist aus dem Häuschen und klettert auf dem Pferderücken herum, als würde sie das jeden Tag machen. Ich muss die Kunststücke auf Video und Foto festhalten. Die Sonne scheint über dem Reitplatz, die Kinderaugen strahlen. Mit viel Liebe und Geduld wird die Islandstute nach dem Reiten gebürstet und gestriegelt. Wenn sonst schon einmal „mir ist langweilig“ zu hören ist, kommt auf dem Rüsterhof dieser Gedanke gar nicht erst auf.

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Auge in Auge mit den Kühen

Am Abend geht es zu Bauer Schulze. Es sind nur ein paar Minuten die Dorfstraße rauf, dann stehen wir vor seinem Stall. Kleine Kälbchen liegen in Boxen unter wärmenden Licht. Im Stall wird die Herde gerade für den abendlichen Melkgang vorbereitet. Der Bauer bittet uns ohne großes Aufheben in den Stall. Die Kinderaugen werden im Angesicht der Kühe immer größer. Die Kühe stehen vielleicht einen halben Meter von uns entfernt und schauen uns aus ihren großen Augen an.

Die Bäuerin klemmt im Minutentakt die Schläuche an die Euter. Zweieinhalb Stunden dauert es bis alle Kühe gemolken sind. Dass die Milch im Supermarkt nicht einfach so im Kühlregal landet, ist jetzt auch geklärt. Auf dem Rückweg nehmen wir noch einen Liter frische Milch und ein paar Eier mit. Zum Abendbrot gibt es Rührei und heißen Kakao. Heute ist ruckzuck Nachtruhe. Das Kind erinnert zu letzten Mal daran, das es morgen unbedingt noch einmal reiten will. Dann fallen die Augen zu.

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Rüsterhof Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Am nächsten Morgen scheint die Sonne durch das Dachfenster und blinzelt in unsere Gesichter. Zum Frühstück hängt ein Beutel mit frischen Bäckerbrötchen an der Tür. Brötchenservice à la Rüsterhof. Die Brötchen sind riesengroß. Dazu lassen wir uns noch einmal die frische Kuhmilch schmecken.

Ohne Reiten können wir nicht die Rückfahrt antreten. Das ist klar. Shylaxa darf heute auf der Koppel bleiben. Wir satteln die kleine katsch, ein schwarzes Shetland-Pony und machen uns auf den Weg. Elke Melchert hat uns einen Weg durch das Dorf und über ein paar Feldwege erklärt. Das kleine Pony hat seinen eigenen Kopf und merkt natürlich, dass es mit zwei Großstadtpflanzen unterwegs ist. Klar, dass sie das für ausgiebige Pausen nutzt. Gegen Mittag verabschieden wir uns vom Rüsterhof. Es geht zurück nach Berlin. Ein Kurztrip aufs Land – das machen wir wieder!

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