• Schifffahrt Brandenburg an der Havel, Foto: Tourismusverband Havelland e.V./Kein Urheber bekannt
    Altstädte, Industriekultur und das Lausitzer Seenland entdecken

    Erleben Sie einige von Brandenburgs schönsten Altstädten wie Brandenburg an der Havel und entdecken Sie imposante Zeugnisse der Industriekultur und den spannenden Landschaftswandel im Lausitzer Seenland bei einem fünftägigen Ausflug durch Brandenburgs Regionen mit dem Pkw.

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1. Tag
Vormittags

1. Brandenburg an der Havel: Unterwegs durch "Klein-Venedig"

Die Havelstadt trägt ihren Spitznamen „Klein-Venedig“ zu Recht, liegt sie doch wie eine Insel eingebettet in die Havelseenlandschaft. Sogar eine Stadtrundfahrt mit dem Kanu ist hier möglich. Und gleich drei historische Stadtkerne, darunter die Dominsel als Gründungsort des Landes Brandenburgs, gehören zur Innenstadt und spiegeln die 1000-jährige Geschichte der Stadt wider. Bis zur Wende war Brandenburg auch ein bedeutender Industriestandort. So spannt Brandenburg an der Havel für Architekturliebhaber einen weiten Bogen von den mittelalterlichen Kirchen bis hin zu Industrie- und moderner Architektur.

Im Zuge der Vorbereitungen für die Bundesgartenschau 2015 hat sich die Stadt weiter gemausert und sich zum Wasser hin geöffnet. Schöne Havelpromenden wie an der Jahrtausendbrücke laden zum Flanieren ein. In die einstige Industriearchitektur sind edle Wohnlofts, Urlaubsquartiere oder Restaurants eingezogen. Machen Sie sich bei diesem Stadtrundgang also auf spannende Kontraste gefasst.

2. Paulikloster: Auf archäologischen Pfaden durch Brandenburgs Geschichte

Vom Bahnhof aus erreichen Sie die Innenstadt fußläufig in knapp 10 Minuten. Der Weg Richtung Neustädtischer Markt ist gut ausgeschildert. Unterwegs kommen Sie am Archäologischen Landesmuseum im Paulikloster vorbei. Wenn Sie ausreichend Zeit mitgebracht haben, können Sie hier eine spannende Zeitreise durch die Geschichte des Landes erleben. 

Außenansicht des Pauliklosters Außenansicht des Pauliklosters, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann

3. Kanutour: Stadtrundfahrt einmal anders

In der Tourist-Information am Neustädtischen Markt hält man einen handlichen Stadtplan mit allen Sehenswürdigkeiten für Sie bereit. Über den Molkenmarkt geht es von hier zum Mühlendamm, wenn Sie die Stadt zunächst bei einer Kanurundfahrt erleben möchten. Am Neustädtischen Hafen am Mühlendamm gibt es einen Kanuvermieter, bei dem Sie ein Kanu direkt mieten können. Erleben Sie auf dieser Tour die reizvolle Stadtsilhouette und bedeutende Baudenkmäler der Stadt direkt vom Wasser. Die Tour führt auf dem Brandenburger Stadtkanal und die Brandenburger Niederhavel u. a. vorbei am Paulikloster, der St. Johanniskirche. Unterwegs besteht die Möglichkeit in direkt an einem Café oder einem Restaurant anzulegen. Zurück am Mühlendamm können Sie sich in einem der dortigen Restaurants stärken.

Blick auf Jahrtausendbrücke Blick auf Jahrtausendbrücke, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann

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Nachmittags

4. Dominsel: Die "Wiege" Brandenburgs

Vom Mühlendamm ist es nur ein kurzer Fußweg zur Dominsel, wo Sie den imposanten Dom St. Peter und Paul aus nächster Nähe bestaunen können. Nach der umfassenden Sanierung anlässlich seines 850. Jubiläums 2015 erstrahlen das Kirchenbauwerk und seine Kunstwerke wieder in neuem Glanz. Die Dominsel gilt als die Wiege der Mark, denn hier wurde im Jahr 948 das Land Brandenburg gegründet. Die Gründungsurkunde und viele weitere Schätze sind im benachbarten Dommuseum zu sehen.

Dom St. Peter und Paul Dom St. Peter und Paul, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann

5. "Moooment!": Auf den Spuren Loriots

Über den Domstreng geht es weiter zum Grillendamm, über den Sie in die Altstadt gelangen. Die St. Gotthardkirche, ein Musterbeispiel für eine Reformationskirche, ist zugleich ein ganz besonderer Ort, denn hier wurde der Humorist Vicco von Bülow getauft, besser bekannt als Loriot. Zum Andenken an den großen Sohn der Stadt wurden anlässlich der BUGA 2015 kleine Waldmöpse aus Bronze überall in der Innenstadt „ausgewildert“. Den putzmunteren Tierchen können Sie überall begegnen, halten Sie nur die Augen offen. Vor dem Altstädtischen Rathaus gibt es sogar eine Bank mit einer typischen Loriotfigur, auf der Sie ein wenig ausruhen können. Die Rolandstatue vor dem Rathaus kündet von der Zugehörigkeit der Stadt zur Hanse im Mittelalter.

Waldmops-Figur auf dem Altstädtischen Markt Waldmops-Figur auf dem Altstädtischen Markt, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Matthias Schäfer

6. Am Havelufer: Fast wie am Mittelmeer

Flanieren Sie gemütlich weiter durch die Altstadt zum Humboldthain und zur Havelpromenade bis zur Jahrtausendbrücke, die die Altstadt und die Neustadt miteinander verbindet. Hier kommen Sie auch an der Franziskaner Klosterkirche St. Johannis vorbei. Wenn Sie sich stärken möchten, finden Sie zahlreiche gastronomische Angebote. Besuchen Sie zum Beispiel die „Cafébar Brückenhäuschen“ oder das Restaurant „Werft“ und genießen Sie hier den Blick über die innerstädtische Havel.

Restaurant Werft Brandenburg an der Havel Restaurant Werft Brandenburg an der Havel, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Matthias Fricke

7. Besondere Tipps: Slawendorf und Industriemuseum

Wenn Sie noch Zeit haben und weiter in die Stadtgeschichte eindringen möchten, besuchen Sie das Slawendorf unweit des Humboldthains. Blockhäuser, Flechtwerkhäuser, Brunnen sowie eine Schmiede künden von der Zeit der slawischen Vorfahren im Havelland. Wenn Sie sich für die Industriegeschichte interessieren und noch mehr Zeit haben, nehmen Sie die Straßenbahnlinie 2 und fahren zum Industriemuseum (Station „Am Stadion/Industriemuseum). Hier befindet sich der letzte von zwölf gewaltigen Schmelzöfen - ein Siemens-Martin-Ofen.

Das Innere des Industriemuseums Brandenburg Das Innere des Industriemuseums Brandenburg, Foto: Industriemuseum Brandenburg/Kein Urheber bekannt

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Abends

Und zum Ausklang des Tages…

Wenn Sie in Brandenburg an der Havel übernachten möchten, können Sie Ihr Zimmer beispielsweise in der Pension Havelfloß direkt an der Jahrtausendbrücke oder im AXXON Hotel Brandenburg buchen. Reizvoll ist aber auch eine Übernachtung beispielsweise direkt am Beetzsee einige Kilometer außerhalb der Stadt im Hotel Bollmannsruh am Beetzsee.

Pension Havelfloß Pension Havelfloß, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann

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2. Tag
Vormittags

1. Burg Ziesar: Wo einst die Bischöfe residierten

Von Brandenburg an der Havel geht es am zweiten Tag über die Landstraße zunächst nach Ziesar. Der kleine Ort im westlichsten Zipfel Brandenburgs überrascht mit einer außergewöhnlich gut erhaltenen Burg, die im ausgehenden Mittelalter den Brandenburger Bischöfen als Residenz diente. Die innen liebevoll ausgemalte und außen reich verzierte Burgkapelle mit ihrer spätgotischen Backsteinfassade entfaltet eine Pracht, die den Besucher staunen lässt.

Noch älter ist der 35 m hohe Bergfried, der eine tolle Aussicht über den Fläming und den Stadtkern von Ziesar bietet, er stammt aus dem 12. Jahrhundert. Das Museum im Innern der Burg beherbergt eine sehenswerte Dauerausstellung zur Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters und der Burg Ziesar und präsentiert spektakuläre Funde.

Burg Ziesar mit Grünanlage Burg Ziesar mit Grünanlage, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann

2. Historischer Stadtkern Ziesar: Hübsch sanierte Altstadt

Begeben Sie sich anschließend auf historische Spurensuche in der Altstadt. Hier prägt der romanische Turm der Stadtpfarrkirche das Bild, hübsch sanierte Ackerbürgerhäuser säumen den Straßenraum. Sehenswert sind auch das neugotische Rathaus, das Barockhaus am Mühlentor 16 und das älteste Gebäude der Altstadt, der Bardeleben`sche Hof, der mal ein Rittergut war.

Stadtpfarrkirche Ziesar Stadtpfarrkirche Ziesar, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann

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Nachmittags

3. Schlosspark Wiesenburg: Gartenkunst zwischen Potsdam und Wörlitz

Von Ziesar fahren Sie über die B107 in etwa 20 Minuten nach Wiesenburg. Der kleine Ort im Südwesten des Flämings verfügt ebenfalls über eine einzigartige Attraktion, denn hier liegt das bedeutendste Gartendenkmal zwischen den Park Sanssouci und dem Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Flanieren Sie durch den weitläufigen Schlosspark mit seinen Teichen, Terrassenbeeten und zahllosen Baumarten, der als englischer Landschaftsgarten vom damaligen Schlossherrn Curt Friedrich Ernst von Watzdorf angelegt wurde. Das „Parterre“ mit besonders flachen Pflanzen im zentralen Teil des Schlossparks ist das größte und schönste im Land Brandenburg.

4. Schloss Wiesenburg: Prächtiger Schlossbau

Beeindruckend ist auch das burgartige Renaissanceschloss. Da hier heute Privatwohnungen und Künstlerateliers untergebracht sind, kann es von innen nicht besichtigt werden. Zugänglich sind aber das Torhaus mit der Tourist-Information und der 48 m hohe Burgturm, von dem Sie eine wunderbare Aussicht über den Schlosspark und den Fläming genießen. Ungewöhnlich im Schlosspark ist auch das Mauerwerk vor dem Schloss, das aus Salinengestein besteht. Mit selbstgebackenem Kuchen verwöhnt Sie Simones Café im Pavillon am Schloss.

5. Bad Belzig: Perle des Flämings

Über die B246 fahren Sie in den Kurort Bad Belzig, der mitten im Wanderparadies des Naturparks Hoher Fläming liegt. Die über 1000 Jahre alte historische Altstadt entfaltet mit den verwinkelten Gassen und liebevoll restaurierten Bürgerhäusern einen ganz besonderen Charme.

Die mächtige Burg Eisenhardt ist das Wahrzeichen der Stadt. Vom 24 m hohen Bergfried und der Aussichtsterrasse genießen Sie eine fantastische Aussicht über Bad Belzig und die reizvolle Hügellandschaft des Hohen Fläming. Im Heimatmuseum im Torhaus der Burganlage können Sie tief in die Geschichte der Stadt eintauchen. Eine geschlossene Ringmauer mit begehbaren Wehrtürmen umschließt die gesamte Burganlage.

Das Torhaus der Burg Eisenhardt Das Torhaus der Burg Eisenhardt, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Heiko Bansen

6. Bad Belzigs historischer Stadtkern: Schmucke Altstadt im Schutze der Burg

Nachdem Sie die Burg erobert haben, geht’s weiter auf Entdeckungstour durch die Altstadt. Ein kleiner Umweg durch die Wittenberger Straße führt Sie zur kursächsischen Postmeilensäule, die Bad Belzigs einstige Zugehörigkeit zu Sachsen bezeugt. Gleich gegenüber, im Burgbräuhaus, können Sie sich geschmacklich von der wiederbelebten Braukunst Bad Belzigs überzeugen.

Den Mittelpunkt der historischen Altstadt bildet der Marktplatz mit dem wiederaufgebauten historischen Rathaus im Renaissancestil. Unweit des Marktplatzes liegt die romanische Stadtkirche St. Marien, in der sich auch das Brandenburgische Orgelmuseum befindet. Zur wertvollen Ausstattung des Gotteshauses gehört eine Orgel aus dem Jahr 1747. Gleich nebenan steht das Reißigerhaus, in dem Ende des 18. Jahrhunderts der gleichnamige Komponist geboren wurde.

Blick auf die Marienkirche in Bad Belzig Blick auf die Marienkirche in Bad Belzig, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann

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Abends

Und zum Ausklang des Tages...

Gönnen Sie sich zum Ausklang dieses erlebnisreichen zweiten Tages wohltuende Wellness-Anwendungen in der SteinTherme. Bad Belzigs Thermalsole, die aus 775 m Tiefe heraufsprudelt, ist mit ihrem Jodgehalt ein wahrer Gesundbrunnen. Oder entschweben Sie ganz sanft im Licht-Klang-Raum in eine andere Welt. Rundum erfrischt und erholt geht es von Bad Belzig weiter ins wenige Kilometer entfernte Lühnsdorf ins Landhaus Alte Schmiede, wo vor dem Zubettgehen noch kulinarische Genüsse der frischen Landhausküche winken.

Thermalbecken in der SteinTherme Bad Belzig Thermalbecken in der SteinTherme Bad Belzig, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Gordon Welters

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3. Tag
Vormittags

1. Jüterbog: Fast wie eine Zeitreise ins Mittelalter

Am dritten Tag Ihrer Reise geht es über die B102 in südöstlicher Richtung nach Jüterbog, eine der ältesten Städte Brandenburgs. Hier können Sie Ihre Zeitreise ins Mittelalter munter fortsetzen, denn im Mittelalter entwickelte sich Jüterbog zu einer bedeutenden Handelsstadt. Davon zeugen noch heute die Reste der Stadtmauer, drei Stadttore und sieben Wehrtürme.

Mittelalter-Flair verbreiten aber auch die Liebfrauen- und die imposante Nikolaikirche, deren Türme die Besucher schon von Weitem grüßen, das Kulturquartier Mönchenkloster, in dem das heute ein Museum und die Tourist-Information Kulturquartier untergebracht ist, und das Rathaus in Backsteingotik auf dem Marktplatz. Es ist das älteste Rathaus Brandenburgs und auch eines der schönsten.

2. Rundgang durch die "Stadt des Anstoßes": Zurück in die Luther-Zeit

Entdecken Sie auf Ihrem Stadtrundgang noch eine weitere, ganz spezielle Seite von Jüterbog: Die Stadt war vor 500 Jahren ein wichtiger Schauplatz der Reformation, die hier mit den Ablasspredigten des Dominikanermönches Johann Tetzel ihren Anfang nahm. Eine Nachbildung der legendären „Tetzeltruhe“ in der Nikolaikirche zeigt, wo Tetzel seine Einnahmen verwahrte. Der ausgeschilderte Stadtrundgang führt sie zu diesen und weiteren Spuren der Reformation.

Wenn Sie sich hinterher etwas stärken und erfrischen möchten, ist die Terrasse des Café-Restaurants „Tetzelstuben“ am Heilig-Geist-Platz mit der Lutherlinde genau der richtige Ort. Bei Kaffee- und Kuchenspezialitäten oder lukullischen Genüssen können Sie ein wenig entspannen.

Das Restaurant Tetzelstuben in der Jüterboger Altstadt Das Restaurant Tetzelstuben in der Jüterboger Altstadt, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Anja Bruckbauer

3. Kloster Zinna: Erlebte Geschichte der Zisterziensermönche

Ganz in der Nähe von Jüterbog befindet sich das Kloster Zinna, das Sie unbedingt besuchen sollten. Der Reichtum spiegelt sich in den noch immer prachtvollen Abteigebäuden wider. Im Museum im Abthaus tauchen Sie ein in die Geschichte der Zisterzienser. Die hochgotischen Fresken in der Abtskapelle gestatten Einblicke in das Weltbild der Mönche. 

Nach der Säkularisierung des Klosters im 18. Jahrhundert klapperten hier die Webstühle. Im sogenannten Zollhaus wird an historischen Handwebstühlen die alte Technik präsentiert. Auch ein Café und einen Biergarten gibt es hier. Probieren Sie traditionelle Spezialitäten aus dem Fläming, wie z. B. Klemmkuchen. Hochprozentiges wie den "Zinnaer Klosterbruder", ein legendärer Kräuterlikör, kann im ehemaligen Siechenhaus verkostet werden.

marienstern marienstern, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann

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Nachmittags

4. Herzberg: Hier machte Luthers Reformation "Schule"

Über die B101 erreichen Sie zügig Herzberg. Die kleine Stadt im Elbe-Elster-Land kann nicht nur mit sehenswerten Baudenkmälern aufwarten, sondern auch mit einer einzigartigen Geschichte, die die Bildungslandschaft in Deutschland nachhaltig verändern sollte. Günstig am Kreuzungspunkt wichtiger Verkehrswege gelegen, war Herzberg im Mittelalter auch ein wichtiger Handelsplatz. Noch heute beeindruckt das Ensemble, welches das Rathaus, die St-Marien-Kirche und das Melanchthon-Gymnasium bilden.

Zu Luthers Zeiten wurde in Herzberg Reformationsgeschichte, genauer Schulgeschichte geschrieben, brachten doch von hier aus Martin Luther und Philipp Melanchthon eine bahnbrechende Schulreform auf den Weg. Noch heute erinnert eine Melanchthon-Büste an der gleichnamigen Schule an den großen Reformator.

Altstadt Herzberg Altstadt Herzberg, Foto: AG HIS Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen/Erik-Jan Ouwerkerk

5. Herzbergs beste Aussicht

Werfen Sie unbedingt einen Blick in die spätgotische Hallenkirche St. Marien. Mit ihren farbenprächtigen Gewölbemalereien ist sie ein einmaliges Baudenkmal des Spätmittelalters. Figuren, Blattwerk und Blüten lassen den Innenraum sehr lebendig wirken. Von dem 36 m hohen Kirchturm genießen Sie eine fantastische Aussicht auf Herzberg, wenn Sie schwindelfrei sind. Den Schlüssel für die Turmbesteigung erhalten Sie am Tresen der Tourist-Information im Seitenschiff der Kirche.

Deckengewölbe St.-Marienkirche Herzberg Deckengewölbe St.-Marienkirche Herzberg, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann

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Abends

Und zum Ausklang des Tages...

Beziehen Sie Ihr Übernachtungsquartier unweit der Stadt an der Schwarzen Elster, wo Sie im Traumhaus am ElsterPark übernachten. Die überraschend unkonventionelle Architektur fügt sich reizvoll in die Flusslandschaft ein. Lassen Sie sich hier auch von den kulinarischen Kreationen im lichtdurchfluteten Gastraum des „BlauHaus“ verwöhnen. Hier stehen kreative, regionale und frische Gerichte auf der Speisekarte.

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4. Tag
Vormittags

Industriekultur hautnah erleben

Am vierten Tag Ihrer Rundreise durch Süd-Brandenburg geht es zu einigen höchst imposanten Stationen der Industriekultur im Lausitzer Seenland. Tagebaue, die wie bizarre Mondlandschaften wirken, stillgelegte Kraftwerke und Fabriken sowie die gigantischen Förderbrücken bezeugen heute ein spannendes Kapitel Industriegeschichte der Region, schließlich prägten der Bergbau und die Kohle für etwa 150 Jahre die Lausitz und das Leben ihrer Bewohner. Alle technischen Denkmäler sind zu besichtigen und miteinander über die „Route Lausitzer Industriekultur“ verbunden.

1. Station: Brikettfabrik LOUISE in Domsdorf

Von Herzberg erreichen Sie Domsdorf über die B101 und die Landstraße L60 in einer knappen halben Stunde. Inmitten grüner Wälder in Domsdorf, zwischen Bad Liebenwerda und Doberlug-Kirchhain, liegt idyllisch die älteste, originalgetreu erhaltene Brikettfabrik Europas mit ihrem 68 m hohen Schornstein. Schon beim Betreten verströmt LOUISE den Charme des 19. Jahrhunderts und macht die Technik aus dieser Zeit erlebbar. Es zischt und rumpelt - die Kolben der ehemaligen Brikettpresse bewegen sich im Takt wie schon vor mehr als 100 Jahren.

Die alte Dampfpresse der Brikettfabrik Louise Die alte Dampfpresse der Brikettfabrik Louise, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Matthias Schäfer

2. Station: Erlebniskraftwerk Plessa

Von der ältesten Brikettfabrik Europas geht es über die B101 zu einem der ältesten erhaltenen Braunkohlekraftwerke Europas, das Erlebniskraftwerk Plessa. Die beiden Schornsteine des Kraftwerks wirken wie riesige Kathedraltürme. Erleben Sie in diesem „Giganten der Industriekultur“, wie in den letzten 100 Jahren aus Braunkohle Strom gewonnen wurde.

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Nachmittags

3. Station: Biotürme Lauchhammer

Von dort geht es über die B169 in östlicher Richtung weiter nach Lauchhammer, wo Sie die dortigen Biotürme besichtigen. Die 24 Türme mit ihrer Höhe von 22 m dienten einst der Reinigung der Kokerei-Abwässer. Heute muten sie wie eine faszinierende Burgruine aus vergangener Zeit an. Von zwei Aussichtsplattformen erhalten Sie einen fantastischen Ausblick auf das Industriedenkmal.

4. Station: Besucherbergwerk F60

Über die Landstraße L60 erreichen Sie in einer knappen Viertelstunde einen weiteren „Giganten“ der Industriekultur, das stillgelegte Besucherbergwerk F60. Die gewaltigen Dimensionen dieser ehemaligen Abraumförderbrücke, die auch „liegender Eiffelturm“ genannt wird, machen die größte bewegliche, technische Anlage der Welt zu einem Wahrzeichen der Lausitz. Hier können Sie buchstäblich über Ihren Horizont steigen und bei einem geführten Rundgang über den Koloss Panoramablicke aus rund 80 Metern Höhe genießen. An klaren Tagen reicht der Blick bis in die Sächsische Schweiz.

5. Station: IBA-Terrassen

Über die B96 ist es nur ein Katzensprung nach Großräschen, zu den architekturpreisgekrönten IBA-Terrassen. Sie verbinden drei Gebäudewürfel miteinander, darunter das Besucherzentrum Lausitzer Seenland. Spektakulär ist der Blick von den IBA-Terrassen die Abbruchkante hinunter in den in den ehemaligen Tagebau Meuro, der derzeit geflutet wird und sich in ein paar Jahren in den heute schon erkennbaren Großräschener See verwandelt haben wird.

Die IBA-Terrassen am Großräschener See Die IBA-Terrassen am Großräschener See, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann

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Abends

Und zum Ausklang des Tages...

Voller neuer Eindrücke aus einer ganz anderen Welt geht es abends zurück ins Seehotel, wo Sie bei kulinarischen Genüssen den Tag entspannt ausklingen passieren lassen.

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5. Tag
Vormittags

1. Lausitzer Seenland: Zu den blauen Oasen im einstigen Tagebauland

Von Großräschen geht es am letzten Tag Ihrer Entdeckungstour mitten hinein ins Lausitzer Seenland. Mit dem Auto gelangen Sie über die B 169 nach Senftenberg. Wo sich früher gigantische Bagger durchs Erdreich wühlten und zum Teil heute noch wühlen, entsteht nach und nach Europas größte künstliche Seenlandschaft durch die Flutung der Tagebaue.

2. Senftenberg: Sächsische Spuren auf dem Marktplatz

Im Zentrum der historischen Innenstadt warten gleich mehrere Sehenswürdigkeiten: Auf dem Marktplatz steht die Rekonstruktion einer kursächsischen Postmeilensäule. Das Original stammte aus der Zeit, als die Region noch zu Sachsen gehörte. Ebenfalls beeindrucken hier die reich geschmückte Fassade der fünfstöckigen Adlerapotheke und die preisgekrönte Architektur des Rathausneubaus. Hier finden Sie auch die Tourist-Information. In östlicher Richtung hinter dem Marktplatz liegt die im spätgotischen Baustil errichtete Peter- und Paul-Kirche mit ihrem 32 Meter hohen Turm. Die wendische Kirche daneben repräsentiert die wendisch-sorbische Minderheit der Lausitz.

Postmeilensäule auf dem Marktplatz in Senftenberg Postmeilensäule auf dem Marktplatz in Senftenberg, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Matthias Fricke

3. Schloss Senftenberg: Eine sächsische Festung in Brandenburg

Vom Markt schlendern Sie durch die Schlossstraße gemütlich zum Schloss Senftenberg, das von einem imposanten Festungswall umgeben ist. Zu sächsischen Zeiten schützte er das nahe Dresden vor Angriffen. Heute gelangen Sie durch einen effektvoll beleuchteten Tunnel in die Anlage des Renaissanceschlosses. Besichtigen Sie den Pulverturm und entdecken Sie geheime Gänge. Die Dauerausstellung im Schloss präsentiert viel Spannendes zur Regionalgeschichte und Kultur der Lausitz und der Sorben. Sogar in ein Modell eines unterirdischen Bergbaustollens können Sie hinabsteigen.

Schlosspark Senftenberg Schlosspark Senftenberg, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann

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Nachmittags

4. Stadthafen Senftenberg: Maritimes Flair, wo früher die Bagger rollten

Nach dem Museumsbesuch lockt das Wasser. Nur wenige Minuten Fußweg entfernt liegt der neue Stadthafen mit seiner 80 Meter langen Seebrücke am Ufer des Senftenberger Sees. Hier atmen Sie maritimes Flair. Den See gibt es bereits seit Anfang der 1970er Jahre, die Oase für Wassersportler und Erholungssuchende gehört heute zu den größten künstlichen Binnenseen Europas. Mit seinen feinsandigen Stränden und dem klaren Wasser ist er zugleich einer der beliebtesten Seen in Brandenburg. Und kulinarisch verwöhnt Sie das Cucina Restaurant&Café direkt am Hafen mit mediterran inspirierten Gerichten. 

Stadthafen Senftenberg Stadthafen Senftenberg, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann

5. Das Lausitzer Seenland entdecken per Fahrgastschiff oder Rad

Beste Aussichten genießen Sie von natürlich an Bord eines Fahrgastschiffes. Zwischen dem Stadthafen Senftenberg und Geierswalde verkehrt der Solarkatamaran Aqua Phönix zweimal täglich. Eine Fahrt dauert etwa 1,5 Stunden. Mit Leihfahrrädern von Segtours am Stadthafen können Sie den See auf seiner gesamten Uferlänge von 18 km in gut ein bis zwei Stunden gemütlich umrunden oder zur Landmarke „Rostiger Nagel“ am Sornoer Kanal radeln. Von dem 30 m hohen Stahlturm haben Sie einen besonders schönen Blick auf das Lausitzer Seenland. Die Radwege der Region sind bestens ausgeschildert, in der Tourist-Information am Markt erhalten Sie auch eine Fahrradkarte. 

Radfahrer an der Landmarke Rostiger Nagel am Sedlitzer See Radfahrer an der Landmarke Rostiger Nagel am Sedlitzer See, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Rainer Weisflog

6. Besonderer Tipp: Gartenstadt Marga

Wenn Sie noch etwas Zeit haben, sollten Sie der Gartenstadt Marga einen Besuch abstatten. Diese Jugendstil-Werkssiedlung liegt im Ortsteil Brieske und zählt zu den ältesten ihrer Art in Deutschland. Mit insgesamt 78 Häusern und 15 verschiedenen Bautypen ist sie kreisförmig angelegt.

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Abends

Und zum Ausklang des Tages...

Kulturliebhaber gönnen sich einen schönen Theaterabend in der Neuen Bühne Senftenberg, die sich mit ihren innovativen Inszenierungen auch überregional Bekanntheit verschafft hat. Über die B96 geht es dann nach Großräschen, wo der Tag im Seehotel entspannt ausklingt, z. B. bei kulinarischen Genüssen im Restaurant des Hotels. Wenn Sie nicht ins Theater möchten, brechen Sie gleich nach Großräschen auf und entspannen bei kulinarischen Genüssen im Seehotel, wo Sie auch stilvoll übernachten können.

Seeblick aus dem Seehotel Großräschen Seeblick aus dem Seehotel Großräschen, Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann

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