Die kleine Stadt Angermünde liegt direkt am Mündesee und beeindruckt durch ihre gut erhaltene und in den letzten Jahren sanierte Bausubstanz. Die mittelalterlichen Bauwerke, wie das Franziskaner Kloster, die St. Marienkirche mit der barocken Wagnerorgel, dem Pulverturm, liebevoll sanierte Fachwerkhäuser, Gassen und romantische Höfe laden ein zu einem Stadtrundgang. Die Sehenswürdigkeiten der Altstadt sind in den Sommermonaten geöffnet. Von Mai bis Oktober können sie an jeden Samstag um 11.00 Uhr an einer Stadtführung teilnehmen. Im Mittelalter wurde Angermünde als „Ketzer-Angermünde“ bekannt. Zu dieser Zeit verfolgten die Franziskaner-Mönche, die Waldenser, eine religiöse Erneuerungsbewegung aus Südfrankreich, der die päpstliche Anerkennung verwehrt blieb. Wer dieses Stück Stadtgeschichte erleben möchte, der kann an der aben(d)teuerlichen Spurensuche nach den Angermünder Ketzern und ihren Inquisitoren, den grauen Mönchen teilnehmen. Wir nehmen Sie mit auf eine Zeit-Reise durch das historische Angermünde. Sie werden Zeuge der Verfolgung der Waldenser Kune oder Hans Myndeke durch den Franziskanermönch Franziskus. Schwören Kune und Hans ihrem Irrglauben ab oder werden sie den Flammen übergeben? Natürlich lohnt sich auch ein Ausflug auf die Ketzer- Dörfer, in denen einst die Waldenser Schutz vor ihren Verfolgern fanden. In Kerkow, Herzsprung und Altkünkendorf lohnt sich eine Besichtigung der alten uckermärkischen Dorfkirchen. Fragen Sie einfach in der Touristinformation Angermünde nach. Hier erhalten Sie Informationen zu „offenen Kirchen“ und fachkundig Kirchenführern, die sie gern begleiten.
Kunst in historischem Ambiente, das ist fasst schon ein Markenzeichen für Angermünde. Die Skulptur am Kloster „Geschichte ohne Ende“ zeigt Ketzer und Mönch. Das „Tor - geschlossen offen“ finden Sie im Friedenspark. Und der außergewöhnlich gestaltete Angermünder Marktbrunnen beschreibt mit viel Humor die Geschichten und das Leben in der uckermärkischen Kleinstadt. Nicht zu unrecht lässt sich behaupten, dass das kleine Städtchen steinreich ist, denn den uckermärkischen Feldsteinen begegnet man überall in Angermünde. Seit dem 13. Jahrhundert dient das eiszeitliche Gestein als Baumaterial. Die „Steinzeit der Moderne“, Skulpturen aus eiszeitlichen Findlingen, sind an der Altstadt und an der Mündeseepromenade zu bewundern.
Reich sind die Angermünder auch an musikalischen Höhepunkten. In der St. Marienkirche, in den Dorfkirchen und im Franziskaner Kloster finden jedes Jahr zahlreiche Konzerte statt. Ob Jazz-Abende, Filmmusiken mit dem Preußischen Kammerorchester, Klassik- oder Orgelkonzerte - hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch die Orgelführungen in der Sankt Marienkirche sind für unsere Gäste immer wieder ein Erlebnis ganz besonderer Art. Wo kann man schon das Orgelinnere, die Mechanik mit den über 2000 klingenden Pfeifen besichtigen und deren Klänge genießen?
Nur wenige Kilometer von Angermünde entfernt bietet die "Blumberger Mühle", das NABU-Erlebniszentrum des Biosphärenreservates Schorfheide - Chorin, eine Vielfalt an Möglichkeiten zur Freizeitbeschäftigung. Eine besondere Erlebniswelt mit Spiellandschaft, Irrgarten und schwankendem Moor lädt Kinder und Erwachsene ein, ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen. Hier können Sie den kürzesten Spaziergang durch das Biosphärenreservat Schorfheide - Chorin unternehmen. Mit etwas Glück und Geduld können Sie See und Fischadler, beobachten und die Spuren des Bibers entdecken.
Das kleine Städtchen Angermünde ist umgeben von vielen kleinen zum Teil idyllischen gelegenen Dörfern. So zum Beispiel Görlsdorf mit seinem Gefängnis und dem Lenné Park, die Ruine der Greiffenburg in Günterberg und das Schlüsselkreuz in Greiffenberg. Das Wahrzeichen des Ortes Stolpe ist der Stolper Turm der einer Sage nach „Grützpott“ genannt wird. Von diesem Bergfried ist der Blick über das Untere Odertal einzigartig. Der Turm ist im Sommer zur Besichtigung geöffnet. Führungen werden im Lenné Park und im Stolper Turm angeboten.
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1 Kommentar(e)
31.03.2011 um 09:19 Uhr,
Reimanns schrieb:
Angermünde ist ein schönes kleines Städtchen. Innenstadt frisch renoviert. Leckerer Bäcker am Marktplatz. Kloster und Kirche interessant. In der Nähe Mündesee und vor allem Wolletzsee schönes Bade- und Wandergebiet. Kloster Chorin ist zumm Besichtigen auch nicht fern.