Der Ziegeleipark Mildenberg ist das nächste Etappenziel. Er ist ein beeindruckendes Industriedenkmal und mit 400.000 Quadratmetern Europas größtes Ziegeleimuseum. Von 1889 bis 1989 wurden hier Ziegel hergestellt.
Die alten Produktionsstätten mit ihren Ringöfen und Werkstätten sind Ausstellungsorte geworden. Erlebnisreich inszeniert dokumentieren sie die Geschichte der Ziegelproduktion in der Region vom Beginn der Massenproduktion bis zur letzten Modernisierung im Jahr 1982. Der Raum um Zehdenick galt Anfang des 20. Jahrhunderts als Europas größtes Ziegelrevier. Die Produktion belief sich in Spitzenzeiten auf 700 Millionen Ziegel pro Jahr. Massenhaft wurden diesen Ziegel über die Havel nach Berlin transportiert und ganze Straßenzüge mit Ziegeln aus Zehdenick errichtet.
Zwei multimediale Dauerausstellungen machen frühere Produktionsabläufe wieder lebendig, geben Einblick in die Geschichte des Ziegelreviers und in die schweren Arbeitsbedingungen der Ziegler. Zu besichtigen sind zudem Tonaufbereitungs-, Schneide- und Trocknungsanlagen sowie eine Dampfmaschine, die um 1900 als Energiequelle diente. Nicht nur für Kinder ist die in großen Teilen erhaltende Werkbahn, mit der heute statt Ziegeln Besucher befördert werden, ein tolles Erlebnis. Mindestens genau so viel Spaß macht es Kindern, auf dem Abenteuerspielplatz zu toben und aus echtem Ton richtige Ziegel zu formen, was ohne Voranmeldung jederzeit möglich ist.
Tipp: Radler erhalten an der Kasse auf Anfrage ein Kurzzeitticket für eine Stippvisite im Park.
Wunderbar einkehren kann man im Gasthaus „Alter Hafen“, idyllisch an der Havel gelegen mit Blick auf Marina und Bootsanleger. Wer es einfacher mag, kann auf der Picknick-Wiese oder an Grillstationen selbst Mitgebrachtes verspeisen. Und wer eine Abkühlung braucht, kann in den Badestich springen. Kurz gesagt: Hier könnte man gut und gerne einen ganzen Tag verbringen!
Biege hinter der B 96 rechts ab und radle zum Barfußpfad Dannenwalde mit seinen 20 thematischen Barfußstationen, die zum Ausprobieren und auch zur Entdeckung regionaler Besonderheiten einladen. Ein geeigneter Ort für eine Pause, bevor man mit erfrischten Füßen weiter radeln kann.