Oranienburg - Licht und Schatten im Norden Berlins
1652 wurde hier, nördlich von Berlin, die heute älteste Schlossanlage Brandenburgs erbaut. Die kleine Siedlung an der Havel erhielt so ihren Namen und erlebte ab 1688 ihre Blütezeit. Kurfürst Friedrich III. ließ das Schloss nach seiner Krönung zum ersten preußischen König unter Anleitung mehrerer Architekten prunkvoll erweitern. Im Inneren befinden sich heute das Kreis- und das Schlossmuseum. Hier, in den ehemaligen Paraderäumen und in der Königswohnung, werden reizvolle Einblicke in das Hofleben um 1700 geboten. Im Schlosspark gibt es noch das schöne Gartenportal und die Orangerie zu sehen. Am Rande des Naturparks Barnim gelegen, eignet sich die Region für ausgiebige Wander- und Radtouren. Mit dem Boot kann man bis zur wunderschönen Rheinsberger Seenkette gelangen. Neben dieser glanzvollen Seite gehört auch die Schattenseite des 1936 als Modell- und Musterlager geplanten KZ Sachsenhausen zur Stadt Oranienburg. Bis 1945 waren hier am nordöstlichen Stadtrand 200 000 Menschen inhaftiert, Zehntausende von ihnen kamen ums Leben. Gebäude und Gebäudereste des KZ sind "Garanten der Erinnerung". In den authentischen Bauten sind kleine Dauerausstellungen eingerichtet, die die furchtbaren Aspekte der Geschichte dieses Ortes behandeln. Im Schlosspark, welcher anlässlich der Landesgartenschau 2009 nach historischen Vorlagen wieder hergestellt wurde, gibt es noch das schöne Gartenportal und die Orangerie zu sehen.