Paare in sorbischer Tracht beim Festumzug des Stadtfestes Cottbus © Michael Helbig Stadtfest Cottbus
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Sorbische Kultur

Mädchen am Wendischen Haus in Cottbus zum Zapust, der niedersorbische Fastnacht - gekleidet in Tracht © Fotoarchiv LODKA
Spreewaldmädchen © Tourismusverband Spreewald e.V.
Besucher zwischen Tontöpfen und Vasen © Tourismusverein Spreewald e.V.
Kindergruppe Swetlaška des Deutsch-Sorbischen Ensembles Cottbus © Fotoarchiv LODKA
Mädchen am Wendischen Haus in Cottbus zum Zapust, der niedersorbische Fastnacht - gekleidet in Tracht © Fotoarchiv LODKA
Spreewaldmädchen © Tourismusverband Spreewald e.V.
Besucher zwischen Tontöpfen und Vasen © Tourismusverein Spreewald e.V.

Die Sorben/Wenden in Brandenburg und Sachsen

Die Sorben sind das kleinste slawische Volk – sie zählen etwa 60 000. Ihre Vorfahren sind slawische Stämme, die im Zuge der Völkerwanderung vor mehr als 1400 Jahren das Land zwischen Oder und Elbe/Saale, zwischen Ostsee und den deutschen Mittelgebirgen besiedelten. Lediglich den Nachkommen der oberlausitzischen Milzener und der niederlausitzischen Lusizer ist es gelungen, ihre Sprache und Kultur bis in die Gegenwart zu erhalten. Die Sorben/Wenden sind eine der vier autochthonen Minderheiten in Deuschland.


Sorbisches Siedlungsgebiet


Das sorbische Siedlungsgebiet ist seit 1000 Jahren ständig geschrumpft. Die wachsende Dominanz deutscher Sprache und Kultur in allen Lebensbereichen, häufig noch verstärkt durch Unterdrückung des Sorbischen/Wendischen in Kirche, Schule und Öffentlichkeit, führte zum Verlust sorbischer Sprache und Kultur. Die Heimat der Sorben ist die Oberlausitz im Freistaat Sachsen und die Niederlausitz im Land Brandenburg.


Sorben oder Wenden


Die Lausitzer Sorben wurden früher als Wenden bezeichnet. Als "Veneti" bezeichneten schon römische Geschichtsschreiber alle ihnen im Einzelnen nicht bekannten slawischen Stämme, die seit der Völkerwanderung in Mittel- und Ostdeutschland sowie in den Alpenländern (heutiges Österreich) siedelten. Jahrhundertelang wurde der Name "Wenden" oder "Winden" im deutschen Sprachgebrauch angewandt. Die Bezeichnung "Sorben" ist vom sorbischsprachigen Eigennamen "Serbja" und "Serby" (niedersorbisch) abgeleitet. Während die Obersorben in ihrer deutschsprachigen Sebstbezeichnung ausschließlich den Begriff "Sorben" gebrauchen, verwenden die Niedersorben die Begriffe "Sorben" und "Wenden" nebeneinander.


Die sorbische/wendische Sprache


Die sorbische Sprache hat sich einige Besonderheiten des Altslawischen bewahrt. Nach der Reformation entstanden mehrere schriftsprachliche Formen des Sorbischen auf unterschiedlicher dialektaler Basis. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts konnten sich davon endgültig zwei Sprachen durchsetzen: Die obersorbische Schriftsprache auf der Grundlage des um Bautzen gesprochenen Dialekts als verbindliche Norm im sorbischsprachigen öffentlichen Verkehr in der Oberlausitz und das Niedersorbische auf der Basis des Cottbuser Dialekts in der Niederlausitz. Im Grenzgebiet des Ober- und Niedersorbischen sind Übergangsdialekte entstanden, die Elemente beider Sprachen in sich vereinen.

[Quelle: Stiftung für das sorbische Volk - Sorbische Kulturinformation LODKA]

Jänschwalder Christkind © Fotoarchiv LODKA
Sorbische Ostereier © Christoph Neumann
Sorbischer Brauch des Hahnrupfens © Fotoarchiv LODKA
Burger Tracht © Christoph Neumann
Jänschwalder Christkind © Fotoarchiv LODKA
Sorbische Ostereier © Christoph Neumann
Sorbischer Brauch des Hahnrupfens © Fotoarchiv LODKA

Sorbische Kultur und Traditionen

Sorbische Kultur

Die sorbische Kultur begann sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts als bürgerliche Kultur zu entfalten. Durch die Jungsorbische Bewegung kam ein eigenständiges Nationalbewusstsein zum Durchbruch, die sorbische nationale Wiedergeburt. Wie kaum ein anderes Volk vergleichbarer Größe vollbrachten die Sorben beachtliche Leistungen in Kunst, Kultur und Wissenschaft.


Sorbische Trachten


Das Trachtengebiet in der sorbischen Lausitz ist eines der größten in Deutschland. Von den ehemals elf regionalen Formen sind heute noch vier lebendig: im Norden bei Cottbus, im mittleren Teil der Lausitz um Hoyerswerda und Schleife und im Süden in den katholischen Dörfern westlich von Bautzen. Für wenige ältere Frauen (etwa 400 im Jahr 2008) ist die Tracht heute noch Alltagskleidung, für viele jüngere Frauen und Mädchen ist sie aber vor allem Festkleidung und sichtbarer Ausdruck ihrer Identität, z. B. zu religiösen Festen. Nach der politischen Wende erlebten die Trachten in der Lausitz eine Art Renaissance. Es entstanden viele Heimat- und Trachtenvereine.


Sorbische Bräuche


Die sorbischen Bräuche sind wie viele slawische Bräuche heidnischen Ursprungs und werden in abgewandelter Form noch heute mit großer Beliebtheit gepflegt, wobei es territoriale Unterschiede gibt. Viele Sitten und Bräuche gruppieren sich um christliche Hauptfeste (zu Weihnachten und Ostern) oder ordnen sich in den Ablauf des bäuerlichen Arbeitsjahres ein. Weit verbreitet sind Winter- und Frühlingsbräuche wie die Vogelhochzeit, wendische Fastnacht, Osterfeuer und Hexenbrennen, Maibaumaufstellen und -werfen oder Erntebräuche wie das Hahnrupfen, Hahnschlagen, Stoppelreiten und Kranzstechen. Zu diesen Anlässen tragen die jungen Mädchen oftmals ihre Festtracht.

Weitere Informationen zu ausgewählten Bräuchen


[Quelle: Stiftung für das sorbische Volk - Sorbische Kulturinformation LODKA]

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