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  • Tandemtours im Park Sanssouci ,
        
    

        Foto: TMB Barrierefrei/Nicole Schrader Tandemtours im Park Sanssouci , Foto: TMB Barrierefrei/Nicole Schrader
    Mit dem Tandem Potsdam erkunden

    Mit dem Oldtimer-Tandem und dem SUP-Board Potsdam entdecken: Diese barrierefreie Stadterkundung begeisterte auch einen sehbehinderten jungen Berliner.

    Mit dem Oldtimer-Tandem und dem SUP-Board Potsdam entdecken: Diese barrierefreie Stadterkundung begeisterte auch einen sehbehinderten jungen Berliner.
    Ort: Potsdam

Mit dem Tandem Potsdam erkunden Der stark sehbehinderte Berliner Yannick testete eine Tour mit Oldtimer-Rad und SUP-Board

05. September 2017 von Yannick Schrader

 

Yannick fährt gern mit dem Tandem durch die Gegend, und er mag Geschichte und Geschichten. Deshalb bekam der stark sehbehinderte Berliner zum 14. Geburtstag von seiner Mutter ein ganz besonderes Geschenk: einen Erlebnistag in Potsdam auf einem historischen Tandem und einem SUP-Board. Zu diesem geführten Ausflug mit „Tandemtours“ lud er gleich noch seinen besten Freund Leif und dessen Mutter mit ein. Was die vier Berliner alles erlebten, erzählt Yannick hier:

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Museum Barberini Museum Barberini, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Die Räder sind richtig gut gefedert und haben einen breiten, bequemen Sattel

Ich war ja ein bisschen skeptisch, als ich vor dem Tandem aus dem Jahre 1942 stand. Herr Neubert aus Potsdam sammelt solche Oldtimer und verleiht sie für Touren. Die alten Zweisitzer sind zwar schwer, aber gut zu fahren. Die Räder sind richtig gut gefedert und haben einen breiten, bequemen Sattel. Dass sie so komfortabel sind, hatte ich wirklich nicht erwartet.

Mein Freund Leif fuhr mit meiner Mutter auf dem weißen Rad. Denn das war seine erste Tour mit dem Tandem, und er musste erst lernen, das Gleichgewicht zu halten und im Team zu fahren. Die beiden haben sich Kommandos zugerufen, und so ging das dann ganz gut. Das weiße Tandem stammt aus dem Jahr 1932. Es sieht richtig schick aus und wird gern für Hochzeiten gebucht, hat uns Herr Neubert erzählt.

Start der Radtour war am Alten Markt in Potsdam. Als erstes schauten wir uns im großen Innenhof des Stadtschlosses um. Hier arbeitet der Brandenburgische Landtag. Ich wusste gar nicht, dass sich hier Besucher das Foyer und die Ausstellungen anschauen können. Auch die Cafeteria ist für alle zugänglich.

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Landtag und Stadtschloss Potsdam Landtag und Stadtschloss Potsdam, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Herr Neubert hat viel erzählt unterwegs – interessante Fakten und schöne Anekdoten von früher.

Wir wollten aber weiter und fuhren zum Ufer der Havel und am Wasser entlang zur Weissen Flotte. Da ist immer was los, denn dort legen die Ausflugsschiffe ab. Weiter ging es zum Platz, an dem die Garnisonkirche wieder aufgebaut werden soll. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und die Reste später gesprengt. Wir hörten auch das Glockenspiel, das am Stadtkanal steht und mal zur Kirche gehörte.

Herr Neubert hat viel erzählt unterwegs – interessante Fakten und schöne Anekdoten von früher. Zum Beispiel von der alten Moschee, die aber gar keine ist. Preußens König Friedrich Wilhelm IV. liebte einfach exotische Baustile. Die Moschee an der Neustädter Havelbucht ist in Wirklichkeit ein Pumpenhaus. Hier steht eine Dampfmaschine, die früher die Wasserfontänen im Park Sanssouci hochschossen. Heute erledigt das eine elektrische Pumpe.

Der Weg entlang der Havel war besonders schön. Die kleinen Buchten mit den Booten haben mir gefallen. Ich fand sowieso gut, dass wir die zwei Stunden nur auf Radwegen und nicht auf der Straße unterwegs waren. So konnte ich entspannt fahren und mir alles in Ruhe erschließen.

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Dampfmaschinenhaus Potsdam Dampfmaschinenhaus Potsdam, Foto: TMB Barrierefrei/Nicole Schrader

Angst hatte ich nicht. Auch wenn alle anderen Paddler um uns herum ins Wasser gefallen sind. Ich glaube, die wollten auch baden gehen.

Am Potsdamer Yachthafen an der Havel machten wir dann länger Halt. „Sup Trip“ vermietet hier SUP-Boards. Es war das erste Mal, dass mein Freund Leif und ich mit solch einem Brett auf dem Wasser waren. Es hat großen Spaß gemacht, obwohl es durch die Motorboote ordentlich Wellen gab. Das ist wie Reiten auf dem Wasser. Ein tolles Gefühl. Herr Neubert hat jeden von uns ein Stück gepaddelt. Angst hatte ich nicht. Auch wenn alle anderen Paddler um uns herum ins Wasser gefallen sind. Ich glaube aber, die wollten auch baden gehen. Es war ja richtig schönes Sommerwetter an diesem September-Tag.

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SUP Trip Potsdam SUP Trip Potsdam, Foto: TMB Barrierefrei/Nicole Schrader

Toll war der Blick zum Schloss Sanssouci.

Dann ging es in den Park Sanssouci. Dort gibt es einen ausgewiesenen Parkweg für Radfahrer. Sonst ist das Radfahren im Park ja verboten. Am Café „Eden“ haben wir erst einmal Pause gemacht und Eis gegessen. Toll war dann der Blick über die Weinberge hoch zum Schloss Sanssouci, dem Sommerschloss von Friedrich II.

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Blick auf Schloss Sanssouci Blick auf Schloss Sanssouci, Foto: TMB-Fotoarchiv/SPSG/Leo Seidel

Wir fuhren weiter zum ältesten Stadttor Potsdams.

Am Ausgang Grünes Gitter fuhren wir auf die Hegelallee und weiter zum Jägertor. Es ist das älteste Stadttor Potsdams und sieht noch genauso aus wie 1733, als es gebaut wurde. Oben drauf sind Skulpturen, und wir sollten sie beschreiben: Den Hirsch und die Jagdhunde haben wir sofort erkannt. Nur die seltsamen Elemente links und rechts konnten wir nicht richtig deuten. Sie stellen flammende Granaten dar, verriet uns Herr Neubert und wusste auch Geschichten dazu. Sie symbolisieren die Jagd und zeigen den militärischen Zweck des Tores. Das fand ich spannend.

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Jägertor Potsdam Jägertor Potsdam, Foto: TMB Barrierefrei/Nicole Schrader

Summt man dann hoch und tief, schwingt der ganze Körper mit.

Zum Ende der Tour fuhren wir noch zum riesigen Bassinplatz mit der Peter-und-Paul-Kirche und hielten am Summstein an. Man muss den Kopf in die Öffnung dieses knapp vier Meter hohen Klangsteins stecken. Summt man dann hoch und tief, schwingt der ganze Körper mit. Das haben wir natürlich sofort ausprobiert.

Das Tandem, das Wasserbrett und die Tour waren toll. Es waren zwar nur rund 8 Kilometer, aber wir haben unterwegs auch getrödelt und uns viel angeschaut. Ich war ja schon ab und zu mal in Potsdam. Aber ich habe nie so auf die kleinen Dinge am Weg geachtet. Und Supboard-Fahren will ich unbedingt noch mal probieren.

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Kirche  St. Peter und Paul Potsdam Kirche St. Peter und Paul Potsdam, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

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