Winterauszeit am Scharmützelsee - reiseland-brandenburg.de
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  • Sonnenaufgang am Scharmützelsee,
        
    

        Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall Sonnenaufgang am Scharmützelsee, Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall

    Findling in den Rauener Bergen

    Winterauszeit am Scharmützelsee. Die Großstadt hinter sich lassen. Beim Blick auf den See einmal durchatmen. Eine Bloggerin aus Berlin hat es ausprobiert und dabei Erstaunliches entdeckt. 

    Winterauszeit am Scharmützelsee. Die Großstadt hinter sich lassen. Beim Blick auf den See einmal durchatmen. Eine Bloggerin aus Berlin hat es ausprobiert und dabei Erstaunliches entdeckt. 
    Ort: Bad Saarow

1. Tag

Tagesabschnitte

    Vormittags

    Am Vormittag checke ich im Landhaus Alte Eichen am See ein, und der Name verspricht nicht zu wenig: Das Zimmer gemütlich mit viel Holz, die großzügigen Räume im Erd- und Untergeschoss laden mit ihren vielen Sitzgelegenheiten im Landhausstil zum Entspannen ein, mit direktem Blick auf den schönen Scharmützelsee. Das Hotel liegt auf einer Landzunge, bei gutem Wetter lohnt ein kleiner Spaziergang.

    Das Hotel Landhaus Alte Eichen liegt direkt am Scharmützelsee. Hotel Landhaus Alte Eichen, Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall
    Mittags

    Es hat leicht zu schneien angefangen, mich lockt deshalb eine Winterwanderung in die „Rauener Berge“ gleich in der Nähe. Direkt gegenüber des Hotels Esplanade geht es in die Kolpiner Straße, und schon bald biegt der Wanderweg gen Norden, ich folge einfach den Schildern „Rauener Steine“. Der Schnee zieht sich leicht über den Wanderweg und bestäubt die Kiefern. Nach wenigen hundert Metern wähne ich mich hier alleine und finde mich in einem abwechslungsreichen Mischwald mit größtenteils unbefestigtem Untergrund. Die etwa dreieinhalb Kilometer lange Wanderung ist leicht und geht gemäßigt auf und ab, die Schneeflocken werden dichter und ich lasse mich von diesem Winterwald verzaubern.

    Durch die Rauener Berge Rauener Berge, Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall

    Auf einer Lichtung kann ich nun die "Rauener Steine“ bestaunen, sie sind die größten landliegenden Findlinge Deutschlands und wurden während der Eiszeit aus Schweden bis hierher transportiert. Weiter geht es jetzt nur noch ein paar hundert Meter zum knapp 40 Meter hohen Aussichtsturm. Der Weg dorthin ist mit einem silbernen Turm ausgeschildert. Bloß nicht vergessen, einen Euro mitzunehmen, sonst ist der Weg auf den Turm leider versperrt! Zum Glück habe ich einen Euro dabei und laufe die vielen Stufen nach oben. Eine weite Aussicht gibt es heute hier zwar nicht, dafür ein wunderbares Schneetreiben hoch über den Bäumen. Zurück bei den Findlingen lädt ein schöner Unterstand zu einem Picknick ein. Ich habe Kaffee, Tee, belegte Brötchen und eine Decke mitgebracht, so lässt es sich hier gut eine Weile aushalten.

    Der größte liegende Findling in Deutschland! Findling in den Rauener Bergen , Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall
    Nachmittags

    Das schöne Landhaus Alte Eichen am See bietet einen großzügigen Wellnessbereich mit zwei Saunen, was nach dem längeren Spaziergang genau das Richtige ist. Verschiedene Wellness-Angebote werden angeboten, mir reicht heute aber ein Saunagang und die anschließende Entspannung. Herrlich ist es, aus der Sauna direkt durch den Schnee ans Seeufer zu laufen und die kühle Luft einzuatmen.

    Abends

    Am Abend fällt die Entscheidung für das Restaurant schwer, denn das kleine Städtchen Bad Saarow bietet eine erstaunliche Auswahl. Meine Wahl fällt auf das Restaurant Park Café in einer schönen 1912 erbauten Villa. Im Sommer kann man hier herrlich auf der großen Terrasse mit Blick auf den See sitzen. Jetzt ist es natürlich dunkel und kalt, deshalb genieße ich die etwas mondäne Atmosphäre im Innenbereich. Zum geschmorten Ochsenbäckchen gibt es Spreewälder Apfel-Sauerkraut und ein leckeres Bier aus Neuzelle, eine rundum lokale Schleckerei.

    Essen am See: das Restaurant Park-Café. Restaurant Park-Café , Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall
2. Tag

Tagesabschnitte

    Vormittags

    Am nächsten Morgen führt mich mein Weg zum Touristenbüro am Bahnhof, dem schönen wiederaufgebauten Ensemble aus den 20er Jahren. Ich habe den Tipp bekommen, mir für eine Stadtbesichtigung den kleinen Flyer „Traumgehäuse“ abzuholen. Auf diesem ist eine kurzweilige Tour zu den schönsten Stadtvillen aufgezeichnet, die das Bild von Bad Saarow heute so sehr prägen. Anfang des 20. Jahrhunderts stieg das kleine Städtchen am schönen Scharmützelsee - begünstigt durch die Anbindung an den Bahnverkehr - zu einem Lieblingsausflugsziel der Berliner Kunst- und Filmstarszene auf.

    Mit der zusätzlichen MP3-Datei, die man sich gratis von der Seite herunterladen kann, erfährt man während des Spaziergangs viele Hintergrundinformationen. Ich lerne, wo Max Schmeling Annie Ondra heiratete und weshalb das „Maxim Gorki Haus“ so nordisch aussieht. Der Stadtspaziergang führt mich außerdem durch den winterlichen Kurpark und am See entlang.

    So muss der Start in einen Tag ausssehen: Sonnenaufgang am Scharmützelsee. Sonnenaufgang am Scharmützelsee, Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall
    Mittags

    Nach dem Stadtspaziergang ist es Zeit, einen kleinen Imbiss zu sich zu nehmen und bei einer Tasse Kaffee aufzuwärmen. Das geht kaum besser als in der Kaffeerösterei Bad Saarow direkt in der Seestraße. Schon beim Eintreten bekomme ich den Kaffeeduft in die Nase und bestaune die alte Röstereimaschine, mit der hier mitten im Laden gearbeitet wird. Frau Straube und ihre Tochter - eine der wenigen Kaffeeologinnen Deutschlands - führen den Laden gemeinsam und offensichtlich mit sehr viel Herzblut. Zu einer Kaffee-Verkostung gibt es unglaublich leckere belgische Waffeln mit Heidelbeerkompott und Vanilleeis, während draußen die weißen Flocken vom Himmel fallen.

    Schlemmen muss auch erlaubt sein ... Kaffeerösterei in Bad Saarow, Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall
    Nachmittags

    Wer Bad Saarow besucht, kommt kaum an einem Besuch der schönen Saarow Therme vorbei. Ich entscheide mich für ein kombiniertes Therme-Sauna-Drei-Stunden-Ticket, mit dem ich alle Bäder und Saunen nutzen kann. Gerade frisch eröffnet hat der Panorama-Sauna-Komplex, den ich mir unbedingt anschauen möchte. Doch zuerst geht es eine Runde in die Bäder und den Außenbereich. Das Wasser ist angenehm salzig und kommt aus einer Quelle hier im Kurort. Nachdem ich meinen Kopf lange genug in die kühle Luft gesteckt habe, geht es zum Aufwärmen in die Salzsauna mit Blick direkt auf den Scharmützelsee. Auf der Dachterrasse pumpe ich mir anschließend die kühle Luft in die Lungen und relaxe bequem im supermodernen Ambiente. 

    Die SaarowTherme am Scharmützelsee. SaarowTherme, Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall

    Wer sich länger aufhält, hat hier die Qual der Wahl zwischen diversen Massagen, Peelings, Bädern und Wärmeanwendungen, und natürlich wird auch das Baden im Moor angeboten - eine Tradition, die in Bad Saarow schon lange praktiziert wird. Das Moor wird ebenfalls in direkter Nähe abgebaut und anschließend "renaturiert", also der Natur wieder hinzugeführt. Doch ich habe heute leider keine Zeit mehr, denn die Rückfahrt nach Hause wartet auf mich. Da hilft nur eins: Wiederkommen.

    Abendstimmung in der SaarowTherme. SaarowTherme, Foto: TMB-Fotoarchiv/Inka Chall

Informationen zu ihrer Winterauszeit am Scharmützelsee


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