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  • Menschenrechtszentrum Cottbus,
        
    

        
        
            Foto: Marlies Kross Menschenrechtszentrum Cottbus, Foto: Marlies Kross
    Besondere Orte: Menschenrechtszentrum Cottbus

    Eine einmalige Geschichte: Von ehemaligen Häftlingen, die den Ort ihrer Peinigung zu einem Menschenrechtszentrum und einer Gedenkstätte umbauen. Hier ist Geschichte hautnah zu erleben.

    Eine einmalige Geschichte: Von ehemaligen Häftlingen, die den Ort ihrer Peinigung zu einem Menschenrechtszentrum und einer Gedenkstätte umbauen. Hier ist Geschichte hautnah zu erleben.
    Ort: Cottbus
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Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus Hinter dicken Mauern

Es ist eine Geschichte, die auf der Welt wohl einmalig ist. Es ist die Geschichte von Menschen, die einfach nur beim Umbau eines ehemaligen Gefängnisses helfen wollten. Und es waren nicht irgendwelche Menschen, die erfahren hatten, dass das alte Zuchthaus in Cottbus zu einer Gedenkstätte umgebaut werden soll. Es sind Menschen, die dort vor Jahren selbst einsitzen mussten.

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Aufarbeitung der Geschichte

Viele der einstigen Häftlinge entschlossen sich dazu, wieder an diesen für sie grausamen Ort zurückzukehren. Sie taten dies, um bei "der Aufarbeitung und Aufklärung über die Geschichte der ehemaligen DDR-Haftanstalt in Cottbus einen Beitrag zur Versöhnung zu leisten sowie die Unrechtsgeschichte dieses Ortes aufzuarbeiten und Verständnis und Hilfsbereitschaft für Menschen zu wecken, die in anderen Staaten dieser Welt politisch, rassisch oder religiös verfolgt werden" - wie es in der Satzung des heutigen Menschenrechtszentrums in Cottbus heißt.

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Gelände des Menschenrechtszentrum Cottbus Gelände des Menschenrechtszentrum Cottbus, Foto: TMB/Matthias Schäfer

Größte Haftanstalt für politische Gefangene in der DDR

Zwischen 1945 und 1989 waren in diesem Gefängnis rund 20.000 politische Häftlinge inhaftiert. Damit verbarg sich hier hinter dicken Mauern und Stacheldraht zu DDR-Zeiten die größte Haftanstalt für politische Gefangene. Die ehemaligen Häftlinge, zu denen auch der heutige CDU-Politiker und brandenburgische Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski gehört, schlossen sich im Oktober 2007 zum Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. zusammen.

Der Verein kaufte im Mai 2011 das Gefängnis an der Bautzener Straße mit Unterstützung von privaten Spendern und des Landes Brandenburg, um daraus eine Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsstätte zu schaffen. Inzwischen ist die Sanierung des Hafthauses 1 sowie eines Teils des Torhauses abgeschlossen worden. Mit der Rekonstruktion von Zellen können sich Besucher heute zudem einen Eindruck verschaffen, unter welchen Bedingungen Menschen im Zuchthaus Cottbus inhaftiert waren.

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Innenraum des Menschenrechtszentrum Cottbus Innenraum des Menschenrechtszentrum Cottbus, Foto: TMB/Matthias Schäfer

Dauerausstellung zur politischen Haft 1933 – 1989

Darüber hinaus ist seit Dezember 2013 in der Gedenkstätte die Dauerausstellung „Karierte Wolken – politische Haft im Zuchthaus Cottbus 1933 – 1989“ zu sehen, die konzeptionell und inhaltlich unter starker Beteiligung ehemaliger Häftlinge gestaltet worden ist. Sie zeigt typische Beispiele politischen Unrechts aus der Zeit der NS-Terrorherrschaft sowie der SED-Diktatur.

Das Projekt Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus lebt besonders vom ehrenamtlichen Engagement der vielen privaten Unterstützer. Seit 2015 fördert auch der Bund das Menschenrechtszentrum jährlich mit finanziellen Mitteln. Denn das Anliegen der ehemaligen politischen Häftlinge ist es, vor allem zu erinnern und zu mahnen. Insbesondere junge Menschen sollen an diesem Ort durch die anschauliche Darstellung früheren Unrechts für die Werte einer freiheitlich-demokratischen und rechtsstaatlichen Gesellschaft sensibilisiert werden.

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Ausstellungsvitrinen im Menschenrechtszentrum Cottbus Ausstellungsvitrinen im Menschenrechtszentrum Cottbus, Foto: TMB/Matthias Schäfer

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