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  • Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Foto: Tourismusverband Ruppiner Seenland e.V./Madleen Wetzel Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Foto: Tourismusverband Ruppiner Seenland e.V./Madleen Wetzel

    Besondere Orte: KZ-Gedenkstätten

    Die Gedenkstätten der ehemaligen Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen sind authentische Orte der Trauer und des Gedenkens. Hier wird das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte erfahrbar.

    Die Gedenkstätten der ehemaligen Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen sind authentische Orte der Trauer und des Gedenkens. Hier wird das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte erfahrbar.

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KZ-Mahn- und Gedenkstätten Ravensbrück und Sachsenhausen Orte der Erinnerung

Die Draisine gleitet gemächlich über die leicht verrosteten Schienen. Links und rechts biegt sich das hohe Gras im Wind und es duftet nach Kiefernnadeln. Doch dann verändert sich die Landschaft. Fast unbemerkt ragen plötzlich hohe Peitschenleuchten neben den Gleisen aus dem Gras hervor, die hier scheinbar nicht hingehören. Ebenso werden im dichten Kiefernwald parallel verlaufende Schienen erkennbar, die von teils kräftigen Stämmen überwuchert sind. Dann wird schließlich unter einer dicken Moosschicht eine Bahnsteigkante sichtbar und nach wenigen Metern erklärt ein Schild alles: Ravensbrück. Hier befand sich zwischen 1941 und 1945 ein Frauen-Konzentrationslager. Einige Gebäude des einstigen Lagerkomplexes stehen noch immer und beherbergen heute die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, die zur Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten gehört.

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Dauerausstellung zum ehemaligen Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück

Die meisten Häftlinge erreichten das hiesige Lager bei Fürstenberg (Havel) bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 über den damals bestehenden Güterbahnhof. Seit 2013 dokumentiert die Dauerausstellung „Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück – Geschichte und Erinnerung“ im ehemaligen Kommandantur-Gebäude die Geschichte der Menschen aus dem KZ-Lagerkomplex Ravensbrück, die hier inhaftiert gewesen waren. Auf rund 900 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden mehr als 1.500 Exponate gezeigt, darunter originale Objekte aus dem Besitz von Überlebenden aus aller Welt.

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Mahn- und Gedankstätte Sachsenhausen bei Oranienburg

Rund 60 Kilometer südlich liegt die Stadt Oranienburg, wo die älteste Schlossanlage Brandenburgs steht. Die einst kleine Siedlung an der Havel erhielt ihren Namen von der damaligen Kurfürstin Louise Henriette von Nassau-Oranien und erlebte ab 1688 ihre Blütezeit. Neben dieser glanzvollen Seite sind auch die Gräueltaten aus der Zeit des Nationalsozialismus heute Teil der Geschichte Oranienburgs.

1936 entstand am nordöstlichen Stadtrand das Modell- und Musterlager KZ Sachsenhausen. Bis 1945 waren hier 200.000 Menschen inhaftiert gewesen. Dazu zählten zunächst politische Gegner des NS-Regimes, dann in immer größerer Zahl Angehörige der von den Nationalsozialisten als rassisch oder biologisch minderwertig erklärten Gruppen und von 1939 an zunehmend Menschen aus den von Nazi-Deutschland besetzten Staaten Europas. Zehntausende von ihnen kamen bis 1945 ums Leben. In den Gebäuden und Gebäuderesten des Konzentrationslagers sind heute kleine Dauerausstellungen eingerichtet, die an die furchtbaren Ereignisse während der Nazizeit bis zur Befreiung Deutschlands vom Faschismus erinnern.

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Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Foto: Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten/Lars Wendt

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