• Schloss Rheinsberg, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

    Wasserwelten mit Kulturgenuss

    Das Ruppiner Seenland ist eines der schönsten Wassersportreviere Europas. Schlösser mit herrlichem Seeblick wie in Rheinsberg bieten zauberhafte Kulissen für Konzerte, Theater und Festivals.

    Das Ruppiner Seenland ist eines der schönsten Wassersportreviere Europas. Schlösser mit herrlichem Seeblick wie in Rheinsberg bieten zauberhafte Kulissen für Konzerte, Theater und Festivals.
    Ort: Rheinsberg

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Wasserwelten und Kulturgenuss
Was Sie im Ruppiner Seenland erleben können

Beschaulich wie einst: Im Ruppiner Seenland wirkt vielerorts noch alles so, wie es der Dichter Theodor Fontane auf seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" vorfand. Noch heute gibt es die malerischen Dörfer, die gepflasterten Straßen, den Klatschmohn am Wegesrand, dichte Wälder und einen einzigartigen Reichtum an Gewässern und Seen. In einem der schönsten Wasserreviere Europas sind Freizeitkapitäne stets "gut angebunden". Berlin, die Elbe, die Oder und die Ostsee lassen sich von hier aus bequem erreichen. Nicht unwahrscheinlich aber, dass diese Reiseziele plötzlich ganz unwichtig werden, für den, der sich den feinen Reizen dieser Region hingibt.

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Lohnende Abstecher

Manchem Radler geht das sicher nicht viel anders. Wer vom Berlin-Kopenhagen-Radweg einen Abstecher zum Großen Stechlinsee macht, wähnt sich womöglich schon am Ziel, obwohl er eigentlich zur Ostsee wollte. Brandenburgs tiefster Klarwassersee beeindruckt mit einer Wassertiefe von 68 Metern. Um ihn herum laden ausgedehnte Wälder im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land zum Wandern ein.

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Stechlinsee Stechlinsee, Foto: TMB-Fotoarchiv/Frank Liebke

Ein Bilderbuch, nicht nur für Verliebte

Dem Ruppiner Seenland entspricht am ehesten ein beschauliches Tempo wie zu Fontanes Zeiten. Wer sich beispielsweise Schloss Rheinsberg mit dem Boot oder Kanu über die Rheinsberger Seenkette nähert, zu Fuß oder mit dem Rad aus den umliegenden Wäldern, wird von dem harmonischen Ensemble mit einem der schönsten Landschaftsgärten Europas sofort hingerissen sein. Friedrich der Große verbrachte im Schloss nach eigenem Bekunden die glücklichsten Tage seines Lebens. Im Hochsommer wird der Schlosspark zur Opernkulisse für junge Gesangstars der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Für Verliebte ist es ganz bestimmt ein "Bilderbuch", wie Kurt Tucholsky schrieb, dem im Schloss ein Museum gewidmet ist.

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Kammeroper Schloss Rheinsberg Kammeroper Schloss Rheinsberg, Foto: TMB-Fotoarchiv/SPSG/Leo Seidel

5 Dinge im Ruppiner Seenland, die Sie erlebt haben sollten!

  1. Wanderung um den berühmten Stechlinsee

    Der Anblick des 69,5 Meter tiefen, glasklaren Sees verschlug schon Fontane die Sprache. "Da lag er vor uns, der buchtenreiche See, geheimnisvoll, einem Stummen gleich, den es zu sprechen drängt. Aber die ungelöste Zunge verweigert ihm den Dienst, und was er sagen will, bleibt ungesagt."

  2. Schloss und Park Rheinsberg

    Die zwei charakteristischen Türme mit dem Säulengang am Ufer des Grienericksees: das ist die traumhafte Kulisse von Schloss Rheinsberg. Als Kronprinzenpalais von Friedrich II. sind Schloss und Park heute fast so berühmt wie die Anlagen von Schloss Sanssouci in Potsdam.

  3. Fontanestadt Neuruppin

    Diese Stadt ist wirklich die Perle der Mark! Wer einmal an der Uferpromenade zwischen der Klosterkirche St. Trinitatis, dem 17 Meter großen PARZIVAL aus blitzendem Stahl und dem schier endlosen Ruppiner See gestanden hat, wird dies bestätigen.

  4. Havelradweg & Ziegeleipark Mildenberg

    Wer auf dem Havelradweg unterwegs ist, sollte ihn nicht versäumen: der Ziegeleipark lädt zu einer Entdeckungsreise ein. Erfahren Sie im Park Interessantes zu Arbeitsbedingungen und -techniken der ehemals größten Ziegelei Europas. 

  5. Hausboottour auf der Rheinsberger-Fürstenberger Seenkette

    Ein Paradies für Hausboottouren: über 70 Seen, durch Flüsse und Kanäle miteinander verbunden, durchziehen die Region zwischen Rheinsberg und Fürstenberg/Havel.

Der Geburtsort Theodor Fontanes

Auch Fontane war von Schloss Rheinsberg so angetan, dass es ihn zu seinen "Wanderungen" inspirierte. Der Dichter, der dazu das ganze Land bereiste, machte in der Umgebung von Neuruppin den Anfang. Hier, wo er 1819 geboren wurde, sitzt er noch heute, als bronzene Denkmalfigur mit lässig übereinander geschlagenen Beinen und blickt entspannt auf die "Irrungen und Wirrungen" der Gegenwart. Die breiten Straßenzüge und Neuruppins deuten darauf hin, dass die Stadt einmal eine Garnisonstadt Friedrichs des Großen war. Überall ist hier die 400-jährige brandenburgisch-preußische Geschichte spürbar. Und zugleich atmet Neuruppin in jedem Winkel Weite und die Eleganz eines frühklassizistischen Gesamtkunstwerks und öffnet sich zum scheinbar endlos weiten Ruppiner See, ein idealer Ausgangspunkt für Rad- und Wasserwanderungen. Unbedingt sehenswert ist das Neuruppin Museum, dessen Erweiterungsbau 2015 eröffnet wurde und der romantische Tempelgarten, den Friedrich der Große errichten ließ und der noch heute ein Kleinod der Gartenkunst ist.

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Ziegel für Berlin

Eine ganz andere Geschichte erzählt der Ziegeleipark Mildenberg, der sich direkt mit dem Boot über die Havel erreichen lässt. Der Havelradweg führt mitten durch die gewaltige Tonstichlandschaft bei Zehdenick, die einen erahnen lässt, wie groß die Tonvorkommen einst gewesen sein müssen. Sie wurden zu Baumaterial, das die Geschichte Berlins mitgeschrieben hat. Über die Havel brachten Lastkähne die kostbare Fracht: zig Millionen gebrannter Ziegel für die sich rasch ausdehnende Metropole. Noch heute lässt sich hier hautnah erleben, wie aus einem Stück Ton ein Backstein entsteht. Ein faszinierendes Stück Industriekultur für Groß und Klein.

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Ziegeleipark Mildenberg Ziegeleipark Mildenberg, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

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