• Seepyramide im Park Branitz, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

    Brandenburger Köpfe: Fürst Pückler und Rudi Dutschke

    Der exzentrische Landschaftsarchitekt und der "Revoluzzer" und Kopf der 68er Bewegung mögen auf den ersten Blick gar nicht zusammen passen. Beide Querköpfe waren schon zu Lebzeiten streitbare Geister.

    Der exzentrische Landschaftsarchitekt und der "Revoluzzer" und Kopf der 68er Bewegung mögen auf den ersten Blick gar nicht zusammen passen. Beide Querköpfe waren schon zu Lebzeiten streitbare Geister.

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Lebenskünstler und Revolutionäre
Fürst Hermann von Pückler-Muskau und Rudi Dutschke

Nein, es ist kein Traum – sie gibt es wirklich in Brandenburg und nicht nur in Ägypten: Pyramiden! Im Branitzer Park in Cottbus stehen gleich zwei davon und vieles mehr ist hier anders als anderswo. Es ist ein überraschender, märchenhafter und geheimnisvoller Ort zugleich. So wie das Leben des berühmten Gartengestalters und Weltenbummlers Fürst Hermann von Pückler-Muskau.

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Lebenskünstler Pückler

Er war ebenso Unternehmer, Schriftsteller sowie Lebenskünstler und hat bis zu seinem Tod im Schloss Branitz gelebt. Der das Schloss umgebende Park ist heute ein ideales Ausflugsziel für die ganze Familie. Eine grüne Oase inmitten der Stadt. Der Branitzer Park ist nur wenige Kilometer vom Spreewald entfernt und zählt zu den schönsten Gartenlandschaften Europas. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen. Alles ist vom Fürsten gestaltet worden und will von neugierigen Besuchern entdeckt werden.

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Schloss Branitz Schloss Branitz, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Sein Meisterwerk: Schlosspark Branitz

Angefangen von reizvollen Blickachsen über den Rosenhügel, der zum Picknicken einlädt, bis hin zum Blumen-, Schilf- und Pyramidensee, auf dem in der warmen Jahreszeit sogar Gondelfahrten möglich sind. Und wer noch tiefer in die phantastische Welt des Fürsten eintauchen möchte, sollte die Ausstellung im Schloss Branitz besuchen.

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Pyramide im Park Branitz Pyramide im Park Branitz, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Rudi Dutschke, ein Unangepasster aus Brandenburg

Alles außer gewöhnlich war auch das Leben von Rudi Dutschke, der mit vollständigem Namen eigentlich Alfred Willi Rudi Dutschke geheißen hat. Seit dem Attentat im Jahr 1968 auf ihn, an dessen Spätfolgen er 1979 verstarb, gilt er heute bei vielen als Revolutionär. Geboren wurde Dutschke, der zu den Mitgründern der studentischen 1968er Bewegung gehörte, 1940 in Schönefeld in der DDR.

Nur wenige Kilometer von dort entfernt ging er später zwischen 1954 und 1958 auf die Oberschule in Luckenwalde, wo er sich im Jahr 1957 öffentlich gegen die Remilitarisierung der DDR sowie für Reisefreiheit einsetzte. Dieses Engagement führte dazu, dass ihm von nun an der Bildungsweg in der DDR versperrt gewesen war. Daraufhin emigrierte er nach West-Berlin. Hier setzte er sich weiterhin gegen autoritäre Strukturen ein und wurde damit zur Symbolfigur der damaligen Studentenbewegung.

Symbolträchtig wurde auch ein Pullover von ihm, der heute im Heimatmuseum Luckenwalde im Fläming ausgestellt ist.

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Museum Luckenwalde Museum Luckenwalde, Foto: TMB/Steffen Lehmann

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