• Radler auf dem Oder-Neiße-Radweg, Foto: TMB-Fotoarchiv/Carsten Rasmus

    Auf dem Oder-Neiße Radweg

    Auf 300 km geht es von der Lausitz bis zum Nationalpark Unteres Odertal entlang der deutsch-polnischen Grenze durch eine europaweit einmalige Auenlandschaft.

    Auf 300 km geht es von der Lausitz bis zum Nationalpark Unteres Odertal entlang der deutsch-polnischen Grenze durch eine europaweit einmalige Auenlandschaft.
    Ort: Frankfurt (Oder)

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Grenzenloser Weitblick auf dem Oder-Neiße-Radweg
Naturerlebnis und Kulturgenuss am östlichen Rand Brandenburgs

Schnell sein und doch das Beste verpassen? Wer mag, kann auf der knapp 300 Kilometer langen Brandenburger Etappe des Oder-Neiße-Radwegs richtig Tempo vorlegen. Die gut ausgebaute Strecke lädt zur flotten Fahrt geradezu ein. Nur dafür ist der Oder-Neiße-Radweg viel zu schade. Denn es gibt nicht viele Gegenden, in denen der Blick so grenzenlos unter weitem Himmel umherschweifen kann.

Von der Niederlausitz bis zum Nationalpark Unteres Odertal geht es entlang der deutsch-polnischen Grenze durch eine europaweit einmalige Auenlandschaft. Das Wechselspiel von Natur und Kultur dieser zusammenwachsenden Grenzregion ist immer wieder beeindruckend. Dafür lohnt es sich unbedingt, einige Gänge runterzuschalten und auf eine mehrtägige Entdeckungsreise zu gehen.

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Durch die sonnige Niederlausitz

Entlang der Neiße durchqueren Sie die sonnenreiche Niederlausitz. Das ehemalige Bergbaurevier im Süden Brandenburgs wandelt sich gerade zu einem Wasserparadies. An manchen Stellen wühlen sich noch gigantische Förderbrücken durch das Erdreich. Dieses mächtige Schauspiel erleben Sie vom Aussichtshügel bei Grießen. Der Kontrast zum Ostdeutschen Rosengarten in Forst, einem der schönsten Parkanlagen Deutschlands, könnte größer nicht sein. Hier begrüßen Sie 900 Rosensorten.

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Radfahrer Oder-Neiße-Radweg Radfahrer Oder-Neiße-Radweg, Foto: TMB-Fotoarchiv/Sebastian Höhn

Barocke Pracht hinter flachen Auenwiesen

Ab Ratzdorf, wo die Neiße in die Oder mündet, geht es weiter entlang der Oder. Ein kurzer Abstecher nach Neuzelle führt zur dortigen Klosteranlage. So viel barocke Pracht gibt es nirgends in Norddeutschland. Und das "Barockwunder an der Oder" verfügt seit neustem sogar über ein "himmlisches Theater".

Nicht weit entfernt liegt Eisenhüttenstadt. Die einstige sozialistische Modellstadt, von Tom Hanks liebevoll "Iron Hut City" genannt, lässt Sie noch heute eintauchen in die Alltagskultur der einstigen DDR. Und schon sind die flachen Auenwiesen der Ziltendorfer Niederung erreicht, die nicht nur Störchen ein willkommenes Nahrungsrevier bieten.

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Kloster Neuzelle Kloster Neuzelle, Foto: TMB-Fotoarchiv/Sebastian Höhn

Backsteingotik und Dichterspuren in der "Doppelstadt"

Eine der größten Kirchenbauten der Backsteingotik ist die bedeutende Marienkirche in Frankfurt an der Oder. Ganz in der Nähe wurde Heinrich von Kleist geboren. Hier befindet sich heute das Kleist-Museum. Die Kleistroute führt Sie auf die Spuren des berühmten Dichters bis hinüber auf die andere Oderseite ins polnische Słubice. Nördlich von Frankfurt/Oder bieten die Oderhänge faszinierende Ausblicke ins Odertal. Im Frühjahr blühen hier für kurze Zeit die seltenen gelben Adonisröschen.

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Frankfurt Oder Luftbild Frankfurt Oder Luftbild, Foto: TMB/Matthias Schäfer

Gestern die Kolonisten, heute die Künstler

Von Küstrin bis Hohensaaten durchqueren Sie das Oderbruch. Vor 250 Jahren siedelte der Alte Fritz nach der Trockenlegung dieses ehemaligen Sumpfgebietes Siedler aus Böhmen, Österreich und der französischsprachigen Schweiz an. Noch heute künden davon kurios klingende Namen der Kolonistendörfer wie "Vevais" oder "Beauregard". Besonders Künstler zieht es seit der Wende in diesen abgelegenen Landstrich östlich von Berlin. Inzwischen sind eine lebendige Atelierszene und auch das überregional bekannte "Theater am Rand" entstanden.

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Theater am Rand Theater am Rand, Foto: Steffen Lehmann

Und zu guter Letzt: Vom Sattel ins Paddelboot

Naturschauspiele ganz eigener Art erleben Sie auf der nördlichen Etappe durch den Nationalpark Unteres Odertal. Alljährlich im Frühjahr und Herbst rasten hier zehntausende Kraniche und Singschwäne. In den Sommermonaten lohnt es unbedingt, den Fahrradsattel mit dem Kanu zu tauschen und dieses stille Naturparadies auf einer geführten Tour zu entdecken.

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Kanutour im Nationalpark Unteres Odertal Kanutour im Nationalpark Unteres Odertal, Foto: tmu GmbH/Klaus-Peter Kappest

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