100 Jahre Bauhaus - reiseland-brandenburg.de
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  • Bauhaus-Denkmal Bundesschule Bernau ,
        
    

        Foto: Winfried Brenne Architekten/Franz Jaschke Bauhaus-Denkmal Bundesschule Bernau , Foto: Winfried Brenne Architekten/Franz Jaschke

    100 Jahre Bauhaus - Brandenburg feiert das Jubiläumsjahr 2019

    Auch in Brandenburg wird das Jubiläumsjahr 2019 mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. Es ist ein willkommener Anlass, die von diesem Stil beeinflusste Architektur und Kunst zwischen Dessau und Berlin (neu) zu entdecken. 

    Auch in Brandenburg wird das Jubiläumsjahr 2019 mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. Es ist ein willkommener Anlass, die von diesem Stil beeinflusste Architektur und Kunst zwischen Dessau und Berlin (neu) zu entdecken. 

100 Jahre Bauhaus in Brandenburg 2019 Bauhausorte und Veranstaltungen im Jubiläumsjahr zwischen Dessau und Berlin

Auch Brandenburg feiert das Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019! Denkt man bei dieser einflussreichsten Stilrichtung, die Architektur, Kunst und Design seit dem frühen 20. Jahrhundert nachhaltig prägte, zuallererst an Weimar und Dessau, so gibt es auch in Brandenburg bemerkenswerte Zeugnisse in Architektur und Kunst, die vom Bauhaus maßgeblich beeinflusst wurden, den Einsteinturm in Potsdam z. B. oder die ehemalige Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) in Bernau. Diese Seite lädt Sie ein, die Zeugnisse des Bauhauses in Brandenburg zu entdecken und die Veranstaltungsorte im Jubiläumsjahr zu besuchen.

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UNESCO-Welterbestätte Bundesschule in Bernau

Im Jahr 2017 wurde die ehemalige Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) in Bernau in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Die bereits seit 1996 bestehende Welterbestätte „Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau“ wurde damit um das Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau erweitert.

Die Bundesschule ist nach dem Bauhaus-Gebäude in Dessau von 1925/26 (Architekt Walter Gropius) das zweite Schulgebäude aus dem Wirkungsfeld des Bauhauses. Sie steht bis heute als ein Beispiel für eine gegliederte bauliche Anlage, die frei und einfühlsam in den naturbelassenen Landschaftsraum komponiert wurde. Das UNESCO-Welterbe Bundesschule Bernau kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Von 1928 bis 1930 schufen der Bauhausdirektor Hannes Meyer, der Leiter der Bauhaus-Architekturwerkstatt Hans Wittwer sowie Studierende des Dessauer Bauhauses im Auftrag des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) einen einzigartigen Schul- und Internatskomplex. Das funktionale Schulgebäude diente nicht nur der Wissensvermittlung, sondern vereinte gemeinsames Lernen und Leben mit Sport- und Kulturangeboten. 

Das UNESCO-Welterbe Bundesschule Bernau kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

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Bauhaus lässt grüßen: Erich Mendelsohns Hutfabrik in Luckenwalde

Die berühmte Hutfabrik Erich Mendelsohns in Luckenwalde gilt als herausragendes Beispiel expressionistischer Industriearchitektur, die vom frühen Bauhaus beeinflusst wurde. Mendelsohn, der selbst die Luckenwalder Hutfabrik zu seinen besten Entwürfen zählte, wurde durch seine neuartige Formgestaltung und moderne Architekturbauweise in der Stahlbetontechnik berühmt. Bis 1923 entstanden auf diesem Gelände vier Produktionshallen, ein Kessel- und Turbinenhaus sowie zwei zusammengehörende Torbauten. Der wohl markanteste Bau war die Färbereihalle, die mit seiner schachtförmigen Dachhaube einem Hut sehr ähnelte. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten erstrahlt das denkmalgeschütze Bauwerk, welches 1923 fertiggestellt wurde, seit 2011 wieder in ursprünglichem Glanz.

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Hutfabrik Luckenwalde Hutfabrik Luckenwalde , Foto: Tourismusverband Fläming e.V./Jedrzej Marzecki

Neues Bauen in Potsdam und Umgebung

Mit dem Einsteinturm auf dem Telegrafenberg befindet sich in der Landeshauptstadt Potsdam das viel beachtete erste Bauwerk des Architekten Erich Mendelsohn, das als besonders herausragendes Zeugnis der expressionistischen Architektur gilt. Mendelssohn war eng mit Mies van der Rohe und Walter Gropius verbunden, mit denen er gemeinsam die Architektenvereinigung „Der Ring“ gegründet hatte. Im Einsteinturm befindet sich das Sonnenobservatorium des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam. Eine Außenbesichtigung ist jederzeit möglich.

Das Einsteinhaus in Caputh, das Sommer-Idyll des genialen Physikers, wurde 1929 in Holzbauweise von dem jungen Architekten Konrad Wachsmann errichtet und ist wegen seiner Holzbauweise vom Bauhaus-Stil inspiriert.

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Mies van der Rohes Villen in Babelsberg

Bei einem Spaziergang durch die Villenkolonie Neubabelsberg kann man außerdem drei von Ludwig Mies van der Rohe entworfene Villen bewundern: Haus Urbig in der Virchowstraße, Haus Mosler in der Karl-Marx-Straße sowie Haus Riehl in der Spitzweggasse – allesamt frühe Werke des Architekten, die zwischen 1907 und 1924 erbaut wurden. Interessante Details dazu gibt es beim geführten Rundgang „Babelsberg – Filmstars, Villen, Weltgeschichte“ von Mai bis Oktober jeden ersten und dritten Sonntag im Monat um 11 Uhr ab S-Bahnhof Griebnitzsee.

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Villa Urbig Babelsberg Villa Urbig Babelsberg, Foto: Potsdam Marketing und Service GmbH/André Stiebitz

Ausgewählte Veranstaltungen zu 100 Jahre Bauhaus im Jahr 2019

  1. Das Triadische Ballett von Oskar Schlemmer bei den Potsdamer Tanztagen 2019

    Vom 14. bis zum 26. Mai 2019 präsentiert das renommierte Tanzfestival „Potsdamer Tanztage“ die Aufführung „Das Triadische Ballett“ des Bauhauskünstlers Oskar Schlemmer, die Tanzgeschichte geschrieben hat. Die Choreografie hat mitsamt ihrer legendären Kostüme ganze Generationen von Künstlern bis heute inspiriert. Die originale Choreografie ist nicht erhalten. Der ikonische Choreograf Gerhard Bohner (1936 bis 1992) schuf, zusammen mit dem Komponisten Hans-Joachim Hespos (geboren 1938), im Auftrag der Akademie der Künste Berlin / West 1977 eine Rekonstruktion des Balletts. Ivan Liška und Colleen Scott haben diese 2014 für das Bayerisches Junior Ballett München neu einstudiert und führen sie im Jahr 2019 in Potsdam auf.

  2. Ausstellung zu Alltag[s]formen Bauhaus-Moderne in der DDR

    Während das Bauhaus in Ostdeutschland zunächst Anerkennung erfuhr, wurde es um 1950 mehr und mehr zur Zielscheibe der nach sowjetischem Vorbild traditionalistisch ausgerichteten SED-Kulturpolitik. Gegen Ende der fünfziger Jahre wagten einige Designer und Architekten eine vorsichtige Wiedereinführung von Bauhaus-Ideen in die Gestaltungspraxis. Einen Wendepunkt stellte die ökonomische Notwendigkeit zur Neuorganisation des Bauwesens auf dem Boden moderner industrieller Methoden dar. Auf dem Gebiet des Produktdesigns eröffnete das 1958 aufgelegte Chemieprogramm neue Spielräume für eine Formgebung nach den Prinzipien des Bauhauses. Seit den sechziger Jahren folgten auch kulturpolitisch erste Schritte auf dem Weg zur allmählichen Rehabilitierung des Bauhauses in der DDR bis hin zur offiziellen Aufnahme in das „nationale Kulturerbe“. Im Verhältnis zur Bauhaus-Moderne spiegeln sich viele der gesellschaftlichen und politischen Umbrüche im SED-Staat und im sozialistischen Staatenblock insgesamt wider. Das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt spürt diese Wechselbeziehungen in seiner Sonderausstellung von April bis Dezember 2019 am Beispiel zahlreicher bekannter und weniger bekannter Gestaltungsobjekte aus dem ostdeutschen Alltag nach. Es kann hierbei auf einen umfangreichen eigenen Fundus von rund 170.000 Sammlungsstücken zugreifen sowie auf eine Reihe von Leihgaben anderer Museen.

  3. Unbekannte Moderne im Dieselkraftwerk Cottbus

    Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst zeigt von Oktober 2019 bis Februar 2020 an seinem Standort im Dieselkraftwerk Cottbus drei zeitlich parallel stattfindende komplementäre Ausstellungen. Sie zielen darauf ab, spezifische Aspekte der Neuen Sachlichkeit und des Bauhauses als ideen- und utopiegeschichtlich relevante Strömungen der Moderne miteinander zu verzahnen. Die Besucher erwartet unter dem (noch vorläufigen) Ausstellungstitel „Stadt im Bild / Bild der Stadt“ die bildkünstlerische Auseinandersetzung mit groß- wie kleinstädtischen Motiven sowie in den zwei weiteren Expositionen das Ergebnis einer durchaus als Pionierarbeit anzusehenden Spurensuche im Land Brandenburg in Architektur, Industriedesign und Handwerk.

Bauhaus-Zeugnisse in Brandenburg und Veranstaltungen im Jubiläumsjahr


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