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  • Stechlinsee,
        
    

        Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Stechlinsee, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
    Brandenburg feiert 200 Jahre Theodor Fontane

    "Ich bin die Mark durchzogen und habe sie reicher gefunden, als ich zu hoffen gewagt hatte." (Theodor Fontane, 1819-1898) 

    "Ich bin die Mark durchzogen und habe sie reicher gefunden, als ich zu hoffen gewagt hatte." (Theodor Fontane, 1819-1898) 
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200 Jahre Theodor Fontane Auf Fontanes Spuren durch Brandenburg

Kaum ein anderer Schriftsteller ist so eng mit Brandenburg verbunden wie Theodor Fontane. Wie kein anderer Autor hat er die Identität des Landes Brandenburg geprägt und über dessen Grenzen hinaus vermittelt. "Wenn du Reisen willst, musst du die Geschichte dieses Landes kennen und lieben", war das Credo Fontanes.

Und so hat er es dann auch mit seiner Heimat gehalten. In seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" beschreibt er die Landschaften, Orte und die Menschen, denen er begegnete. Im Jahr 2019 jährt sich Fontanes Geburtstag zum 200. Mal. Grund genug, um auf den Spuren Fontanes durch Brandenburg zu reisen.

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Neuruppin – Geburtsstadt Fontanes und Schinkels

Neuruppin ist für Kulturliebhaber ein ganz besonderer Ort. Mit Theodor Fontane und Karl-Friedrich Schinkel sind gleich zwei bedeutende Persönlichkeiten in der ehemaligen preußischen Garnisonsstadt geboren. Die klassizistische Architektur im historischen Stadtkern und die reizvolle Lage am Ruppiner See, machen die Stadt zudem sehenswert. Einblicke in die Geschichte der Stadt bietet das Museum Neuruppin. Da die erste Schausammlung bereits zu Fontanes Zeiten bestand, hat sich der berühmte Sohn der Stadt in seinem literarischen Werk damit auseinandergesetzt. Im Museum kann man dies an 20 Tonstationen "nachhören".  Direkt an das Museum grenzt der Tempelgarten mit dem Apollo-Tempel an. Er geht auf den jungen Kronprinzen Friedrich zurück, der mit dem exotischen Park sein erstes Gartenkunstwerk schuf, bevor die Parks in Rheinsberg und Sanssouci entstanden.

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Von Rheinsberg nach Zernikow: Preußen lässt grüßen

Im nahen Schloss Rheinsberg verbrachte Friedrich der Große als Kronprinz nach eigenem Bekunden die glücklichsten Tage seines Lebens. Natürlich hat auch Fontane auf seinen Reisen durch die Grafschaft Ruppin das Schloss und den Park von Rheinsberg besucht und diese beschrieben. Friedrich begegnet man auch im Gut Zernikow wieder. Kurz nach seinem Regierungsantritt schenkte Friedrich II. das Gut seinem Kammerdiener und Vertrauten Michael Gabriel Fredersdorff. Dieser legte eine beeindruckende Maulbeerplantage von mehr als 8.000 Bäumen und ein Seidenbauhaus an. Fontane war begeistert von diesem Werk, und attestierte Fredersdorff "aus einer Sandscholle ein wohlkultiviertes Gut" gemacht zu haben. Die Gärten und Alleen aus der Zeit Fontanes prägen bis heute das Bild des Ortes. 21 Maulbeerbäume existieren noch an der Maulbeerallee, ebenso das Gutshaus und das Seidenhaus.

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Schloss Rheinsberg Schloss Rheinsberg, Foto: TMB-Fotoarchiv/Yorck Maecke

Im Ruppiner Seenland wirkt vielerorts noch alles so, wie es Theodor Fontane auf seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" beschrieb. Noch heute gibt es die kleinen Dörfer, die gepflasterten Straßen, den Klatschmohn am Wegesrand, dichte Wälder und einen einzigartigen Reichtum an Gewässern und Seen. Auch der längste See Brandenburgs ist hier zu finden: der Ruppiner See. Am Südufer des Sees liegt Wustrau, das ebenfalls bei einer Spurensuche á la Fontane nicht fehlen darf. Den Mittelpunkt des kleinen Ortes bildet Schloss Zieten, das Schloss des ehemaligen Reitergenerals Friedrichs II., das zu den kulturellen preußischen Erinnerungsorten zählt, wovon man sich bei einem Besuch im Brandenburg-Preußen Museum überzeugen kann. Mehr als 500 Jahre brandenburgisch-preußische Geschichte werden hier vorgestellt.

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Wutzsee in Lindow Wutzsee in Lindow, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Berühmt durch einen Birnbaum: Ribbeck im Havelland

Eins steht auf jeden Fall fest, das Gedicht über den Herrn von Ribbeck und seine Birnen, das Fontane im Jahr 1889 schrieb, gehört seit Schüler-Generationen zum Schulstoff und machte das kleine Dörfchen und mit ihm das ganze Havelland berühmt. Hans-Georg von Ribbeck, der zwischen 1689 und 1759 hier lebte, hat Theodor Fontane zu seinem Gedicht inspiriert. Von ihm ist überliefert, dass er viele Jahre lang den Kindern im Ort süße Birnen schenkte. Ihm wurde eine Birne mit in sein Grab gelegt, die zu einem stattlichen Birnbaum heranwuchs. Der berühmte Baum fiel 1911 einem Sturm zum Opfer. Dennoch dreht sich hier immer noch so manches um die Birne. Auch der Birnbaum ist da, allerdings eine Nachpflanzung. Ein Teil des alten Baumstamms blieb aber erhalten und kann in der Kirche besichtigt werden. Bei einem Spaziergang durch Ribbeck findet man noch vieles so, wie es bereits Theodor Fontane bei seinen Besuchen sah: Das Schloss und das historische Schulhaus, das Waschhaus und die Kirche.

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Mit Ribbeck’s Birne auf Du und Du

  • Radtour im Havelland, Foto: Tourismusverband Havelland e.V. Radtour im Havelland, Foto: Tourismusverband Havelland e.V.

Auf dieser 28 km langen Radtour wandeln Sie auf den Spuren Fontanes. Ab Nauen radelt es sich ganz wunderbar auf einem alten Bahndamm nach Ribbeck. Lohnend ist auch ein Abstecher in das fünf Kilometer entfernte Landgut in Groß Behnitz.

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Plaue und Paretz im Havelland

Anders als Ribbeck, hat Fontane die Orte Paretz und Plaue – letzterer ist heute ein Ortsteil von Brandenburg an der Havel – besucht. Der Fischerstadt Plaue, am Westufer der Havel gelegen, widmete er sich besonders ausführlich, weil hier sein Freund Carl Ferdinand Wiesike lebte. Auf die Spuren dieser Freundschaft kann man sich auf dem "Plauer Fontaneweg" begeben, einem Spazierweg mit 11 Stationen, die Fontanes Wirken in Plaue darstellen. Besonders gut gefallen hat Fontane ganz offensichtlich auch das Dörfchen Paretz, rund 20 Kilometer von Potsdam entfernt. Es war das Landidyll der berühmten Königin Luise und ihres Mannes, Kronprinz Friedrich Wilhelm III. Gemeinsam mit der Sommerresidenz Schloss Paretz wurde das Dorf als architektonisches Gesamtkunstwerk von dem Architekten David Gilly umgestaltet. Das Schloss beeindruckt seine Besucher noch heute mit seinen kostbaren Möbeln, Gemälden, Grafiken und insbesondere den berühmten Paretzer Papiertapeten, die Fontane ebenfalls sehr ausführlich beschreibt.

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Schloss Paretz Schloss Paretz, Foto: TMB-Fotoarchiv/SPSG/Leo Seidel

Von Trachten, köstlichem Hecht und Naturerlebnissen: Fontane im Spreewald

Gleich nach seiner Rückkehr aus London, im August 1859, besuchte Theodor Fontane bei einem Wochenendausflug den Spreewald. Lübben, Lübbenau und Burg im Spreewald standen auf dem Reiseprogramm, bei dem die einzigartige Naturlandschaft mit ihren Fließen, die sorbisch und wendischen Traditionen sowie die typischen Produkte der Region bewundert wurden. Natürlich fehlte auch bei Fontane eine Fahrt im traditionellen Spreewaldkahn nicht. All das verarbeitete er später literarisch in seinen Artikeln für die „Neue Preußische Zeitung“ und in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Seine Erlebnisse in der Natur und mit den Menschen schildert er dabei so lebendig, dass beim Lesen ein klares Bild vor dem inneren Auge entsteht: Den von Fontane genossenen „Hecht in Spreewaldsoße“ kann man fast schmecken. Im Jahr 2019 können die Spreewaldbesucher Fontane und seinem Werk bei Ausstellungen, thematischen Kahnfahrten, geführten Wanderungen, Lesungen und Theateraufführungen begegnen. 

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Theodor-Fontane Archiv in Potsdam

Fontane war nachweislich kein Potsdam-Fan, aber dennoch hat auch er die bekannteste Sehenswürdigkeit der Region, Park und Schloss Sanssouci, nicht links liegen gelassen. Beides hat sich seit dem nicht verändert. Daher ist ein Parkspaziergang, bei dem aus den "Wanderungen" zitiert wird, ein besonderer Genuss. Ob es Fontane wohl gefallen hätte, dass das "Fontane-Gedächtnis" ausgerechnet in Potsdam bewahrt wird? Der Ort dafür hätte ihm sicherlich gefallen. Zu Fuße des Belvederes auf dem Pfingstberg, in der historischen Villa Quandt, liegt das Theodor-Fontane Archiv, das im Jahr 2001 von der Bundesregierung zum "Kulturellen Gedächtnisort von besonderer nationaler Bedeutung" erklärt wurde. Es ist aus dem Nachlass Fontanes hervorgegangen und beinhaltet 20.000 Blatt Originalhandschriften wie Manuskripte zu Romanen und Erzählungen, aber auch Tagebücher. Außerdem wird hier die umfangreichste Sammlung von Briefen von und an Fontane aufbewahrt. Ob auch Fontanes wahrscheinlich bekanntestes Gedicht über den "Herrn von Ribbeck zu Ribbeck im Havelland" dabei ist, wissen die Experten des Archivs, die auch sonst so manche spannende Geschichte erzählen können.

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Angebote für Gruppenreisen

  • Fontane in Neuruppin Fontane in Neuruppin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Yorck Maecke

Wer heute auf Fontanes Spuren reisen möchte, findet dazu in Brandenburg viele Möglichkeiten.
Für Gruppenreisen haben wir einige Programmangebote zusammengestellt, z. B. „Von Birnen und Schlössern: Fontane und das Havelland“ oder „Mit Fontane von Rheinsberg zum Stechlin“ und natürlich eine Reise in die Fontanestadt Neuruppin.
Es gibt kaum einen Ort rund um Berlin, der sich heute nicht auf Zitate von Fontane beziehen kann.

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Veranstaltungshöhepunkte im Jubiläumsjahr

  1. fontane 200/Autor – Leitausstellung in Neuruppin

    30. März - 30. Dezember 2019 | Museum Neuruppin
    Die Leitausstellung im Museum Neuruppin stellt die Besucher mitten hinein in Theodor Fontanes Schreib- und Textwelten: Woher hat er seine Ideen? Wie erfindet er seine Figuren? fontane.200/Autor zeigt Fontane als Wortsampler, Schreibdenker und Textprogrammierer. Das Leitmotiv der Leitausstellung sind Fontanes Wort(er)findungen, die in Neuruppin das Museum und die ganze Stadt bespielen.

  2. fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten

    7. Juni - 30. Dezember 2019 | Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam
    Die Sonderausstellung folgt dem Entdeckungsreisenden Fontane: Wie bereitete Fontane sich auf seine Fahrten vor, wie reiste er? Wer waren seine Informanten und Begleiter, was hat er gesehen und gelesen, und mit wem hat er gesprochen? Die Schau gibt einen Einblick in Fontanes Schreibwerkstatt und zeigt ihn dabei, wie er das vorgefundene Material sammelt und stilvoll bearbeitet.

  3. fontane.200/Fontane Festspiele 2019

    31. Mai - 10. Juni 2019 | Neuruppin
    Die Fontane-Festspiele bieten ein breites Spektrum an zeitgenössischen Veranstaltungsformaten – von Musik über Theater, Literatur, Kunst und Film: Das 6. Fontane-Lyrik-Projekt, das Europäische Festival der Reiseliteratur "Neben der Spur", Szenentheater in der Stadt. Fontane-Ausflüge per Bus, Rad und Wanderschuh, die FilmLounge19, die Verleihung des 5. Fontane-Preises für junge Schreibende, Ausstellungen, Musik, Gespräche und Künstlerbegegnungen im Salon Theodor. Höhepunkt und zugleich Finale der Festspiele 2019 ist die Uraufführung der Fontane-Show "In der Liebe regiert der Augenblick" vom 23. bis 25. August auf dem Neuruppiner Schulplatz.

  4. fontane.200/Kongress – Fontanes Medien 1819-2019

    13. Juni - 16. Juni 2019 | Theodor-Fontane-Archiv in Potsdam
    Zum wissenschaftlichen Höhepunkt von fontane.200 lädt das Theodor-Fontane-Archiv ein. In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus dem kulturellen Leben veranstaltet das Theodor-Fontane-Archiv einen mehrtägigen internationalen Kongress zum Thema "Fontanes Medien (1819–2019)". Er setzt sich mit der Bedeutung der Medien für Theodor Fontanes Werk und der Historizität wie Aktualität des Schriftstellers und Medienarbeiters Fontane auseinander.

  5. fontane.200/Spuren. Kulturland Brandenburg 2019

    Kulturland Brandenburg widmet sein Themenjahr 2019 "fontane.200". Im Fokus der Aktivitäten stehen Fontanes Erkundungsstrategien im Land Brandenburg. Einen Schwerpunkt bilden seine lokalen Quellen und Netzwerke, die für die Arbeit, vor allem an den Wanderungen unabdingbar waren. Auf diese Weise lässt sich Fontanes Spurensuche quer durch das Land nachzeichnen, und es entstehen Einblicke in seine Arbeitsweise. Seine Recherchemethoden und sein poetisches Verfahren dienen als Inspiration, selber recherchierend, sammelnd und erzählend Lokalgeschichte lebendig werden zu lassen. Rund 40 Partnerprojekte präsentieren Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Theater, Tanz, Film und zeitgenössische Kunst sowie weitere kulturtouristische Angebote. Als Highlights gelten die Ausstellung zu Fontane und Carl Blechen im Schloss Branitz, der Blick auf die Vater-Sohn Beziehung am authentischen Schauplatz im Fontanehaus in Schiffmühle oder die Zeitreise in die "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" des Theater des Lachens in Frankfurt (Oder).

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