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Ausstellung Haft Zwang Arbeit, Foto: Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
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Zuchthaus Menschenrechtszentrum Cottbus

Erinnerungsorte jüngerer deutscher Geschichte
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„Rotes Elend“ – so nannte mancher zu DDR-Zeiten das Zuchthaus Cottbus mit seiner dunkelroten Backsteinfassade. Denn wer hier in der Bautzener Straße einsaß, hatte ein besonders strenges Haftregime und rigorose Überwachung zu erleiden. Dafür sorgten in den 1980er Jahren mehr als 200 Wärter und ein Netz von Zuträgern der Stasi. Traurige Bekanntheit erlangte der Ort, als sich am 19. Oktober 1978 der 26-jährige Werner Greifendorf während eines Hofgangs aus Protest gegen seine Inhaftierung wegen eines Fluchtversuchs verbrannte. Personal und MfS versuchten, seinen Tod mit allen Mitteln zu vertuschen. Dennoch gelangte der Vorfall in westdeutsche Zeitungen und erschütterte die Öffentlichkeit.
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  • Rekonstruktion einer Zelle, Foto: Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
  • Ausstellung Karierte Wolken, Foto: Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
  • Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, Foto: Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
In der Ära Honecker war das Zuchthaus, das dem Ministerium des Innern unterstand, eine der zentralen Haftanstalten für politische Gefangene. Vor allem verurteilte Ausreisewillige und „Republikflüchtlinge“ wurden in dieser Zeit nach Cottbus verlegt. Tausende kaufte die Bundesregierung frei. Die geschätzte Höhe der Devisen, die das SED-Regime allein via Cottbus einnahm, beläuft sich auf mehrere hundert Millionen DM.

Die Diktaturgeschichte des 1860 errichteten Haftortes ist allerdings älter. So diente der Gebäudekomplex in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft als Jugendgefängnis (1930-1937), Frauengefängnis (1937-1939) und schließlich als Frauenzuchthaus (1939-1945). Während des Zweiten Weltkriegs wurden hier Frauen inhaftiert, die wegen widerständigen oder abweichenden Verhaltens verurteilt worden waren, darunter auch Mitglieder der Weißen Rose Hamburg und Zeugen Jehovas.

Nach dem Ende der DDR wurde das Gefängnis noch bis zum Jahre 2002 als Justizvollzugsanstalt des Landes Brandenburg genutzt. Danach erwarb der Verein Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. mit Hilfe privater Spenden und von Landesmitteln das Areal und entwickelte eine Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsstätte. 2013 eröffnete die Dauerausstellung „Karierte Wolken – politische Haft im Zuchthaus Cottbus 1933-1989“. Auf 450 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind hier Häftlingsbiografien sowie Berichte politischer Gefangener aus der Zeit der beiden unterschiedlichen deutschen Diktaturen dokumentiert.


Literatur:

  • Tomas Kittan, Das Zuchthaus Cottbus. Die Geschichte des politischen Strafvollzugs, Cottbus 2009.
  • Steffen Alisch, Strafvollzug im SED-Staat. Das Beispiel Cottbus, Frankfurt am Main 2014
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„Rotes Elend“ – so nannte mancher zu DDR-Zeiten das Zuchthaus Cottbus mit seiner dunkelroten Backsteinfassade. Denn wer hier in der Bautzener Straße einsaß, hatte ein besonders strenges Haftregime und rigorose Überwachung zu erleiden. Dafür sorgten in den 1980er Jahren mehr als 200 Wärter und ein Netz von Zuträgern der Stasi. Traurige Bekanntheit erlangte der Ort, als sich am 19. Oktober 1978 der 26-jährige Werner Greifendorf während eines Hofgangs aus Protest gegen seine Inhaftierung wegen eines Fluchtversuchs verbrannte. Personal und MfS versuchten, seinen Tod mit allen Mitteln zu vertuschen. Dennoch gelangte der Vorfall in westdeutsche Zeitungen und erschütterte die Öffentlichkeit.
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  • Rekonstruktion einer Zelle, Foto: Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
  • Ausstellung Karierte Wolken, Foto: Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
  • Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, Foto: Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
In der Ära Honecker war das Zuchthaus, das dem Ministerium des Innern unterstand, eine der zentralen Haftanstalten für politische Gefangene. Vor allem verurteilte Ausreisewillige und „Republikflüchtlinge“ wurden in dieser Zeit nach Cottbus verlegt. Tausende kaufte die Bundesregierung frei. Die geschätzte Höhe der Devisen, die das SED-Regime allein via Cottbus einnahm, beläuft sich auf mehrere hundert Millionen DM.

Die Diktaturgeschichte des 1860 errichteten Haftortes ist allerdings älter. So diente der Gebäudekomplex in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft als Jugendgefängnis (1930-1937), Frauengefängnis (1937-1939) und schließlich als Frauenzuchthaus (1939-1945). Während des Zweiten Weltkriegs wurden hier Frauen inhaftiert, die wegen widerständigen oder abweichenden Verhaltens verurteilt worden waren, darunter auch Mitglieder der Weißen Rose Hamburg und Zeugen Jehovas.

Nach dem Ende der DDR wurde das Gefängnis noch bis zum Jahre 2002 als Justizvollzugsanstalt des Landes Brandenburg genutzt. Danach erwarb der Verein Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. mit Hilfe privater Spenden und von Landesmitteln das Areal und entwickelte eine Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsstätte. 2013 eröffnete die Dauerausstellung „Karierte Wolken – politische Haft im Zuchthaus Cottbus 1933-1989“. Auf 450 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind hier Häftlingsbiografien sowie Berichte politischer Gefangener aus der Zeit der beiden unterschiedlichen deutschen Diktaturen dokumentiert.


Literatur:

  • Tomas Kittan, Das Zuchthaus Cottbus. Die Geschichte des politischen Strafvollzugs, Cottbus 2009.
  • Steffen Alisch, Strafvollzug im SED-Staat. Das Beispiel Cottbus, Frankfurt am Main 2014
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