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Rheinsberg - Preußische Erinnerungsorte

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Unbeschwertes Leben auf Schloss Rheinsberg
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  • Schlosstheater und Schloss Rheinsberg, Foto: Tourismusverein Rheinsberg
  • Rheinsberg © Kulturland Brandenburg 2012, Foto: Jürgen Hohmuth/zeitort.de
Im Herbst 1736 zog Kronprinz Friedrich in das Schloss Rheinsberg. Bis zu seinem Regierungsantritt 1740 verbrachte er hier die glücklichste Zeit seines Lebens. Er widmete sich seinen Studien – Philosophie, Geschichte und Sprachen (Voltaire kam 1740 nach Rheinsberg) – und anderen angenehmen Beschäftigungen, wie Musik, Theater und Maskeraden. Rheinsberg bedeutete auch die einzige Zeit seiner ehelicher Gemeinschaft mit der 1733 angetrauten Elisabeth Christine. Im Schlossinneren sind aus Friedrichs Zeit nur wenige Spuren zu finden: der große Saal (ehemaliges Musikzimmer) mit der Vorkammer und das Bacchuskabinett im Obergeschoss des Nordflügels, im Südflügel der Kamin in Heinrichs Bildergalerie oder das Deckenbild mit der Minerva im Turmkabinett, der ehemaligen Bibliothek Friedrichs.

Knobelsdorff: Künstlerische Seele

Der Maler und Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699-1753) war die Seele des künstlerischen Rheinsberger Lebens, er entwarf für Schloss und Garten. Als ein Brand 1740 das ganze Städtchen in Schutt und Asche legte, plante Knobelsdorff die Neuanlage mit gitterförmigem Straßennetz sowie Markt und Kirchplatz an der Hauptachse. Die einheitliche Bebauung in Karrees mit ein- bis zweigeschossigen Häusern ist bis heute erhalten. Die Kirche blieb übrigens vom Brand verschont und kann deshalb mit einer wertvollen Renaissanceausstattung überraschen.

Umgestaltung unter Prinz Heinrich

Als König überließ Friedrich 1746 Rheinsberg seinem 14 Jahre jüngeren Bruder Heinrich (1726-1802). Dieser beauftragte Carl Gotthard Langhans (1732-1808) mit der Umgestaltung des Schlossinneren im frühklassizistischen Stil. Der Garten wurde erweitert und in einen Landschaftspark verwandelt. Auf der anderen Seeseite ließ Heinrich 1791 einen Obelisken mit Gedenkmedaillen für die Helden des Siebenjährigen Krieges errichten, vor allem in Erinnerung an den vom König beleidigten Bruder August Wilhelm (1722-1758). Dicht beim Heckentheater im Schlosspark ist Heinrichs Grabpyramide zu finden.

Weitere Informationen

In die Weltliteratur ging der Ort 1912 ein. Kurt Tucholsky veröffentlichte seine Erzählung „Rheinsberg, ein Bilderbuch für Verliebte“. Aus diesem Grund befindet sich im Schloss Rheinsberg heute das „Kurt Tucholsky Literaturmuseum“.
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Unbeschwertes Leben auf Schloss Rheinsberg
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  • Schlosstheater und Schloss Rheinsberg, Foto: Tourismusverein Rheinsberg
  • Rheinsberg © Kulturland Brandenburg 2012, Foto: Jürgen Hohmuth/zeitort.de
Im Herbst 1736 zog Kronprinz Friedrich in das Schloss Rheinsberg. Bis zu seinem Regierungsantritt 1740 verbrachte er hier die glücklichste Zeit seines Lebens. Er widmete sich seinen Studien – Philosophie, Geschichte und Sprachen (Voltaire kam 1740 nach Rheinsberg) – und anderen angenehmen Beschäftigungen, wie Musik, Theater und Maskeraden. Rheinsberg bedeutete auch die einzige Zeit seiner ehelicher Gemeinschaft mit der 1733 angetrauten Elisabeth Christine. Im Schlossinneren sind aus Friedrichs Zeit nur wenige Spuren zu finden: der große Saal (ehemaliges Musikzimmer) mit der Vorkammer und das Bacchuskabinett im Obergeschoss des Nordflügels, im Südflügel der Kamin in Heinrichs Bildergalerie oder das Deckenbild mit der Minerva im Turmkabinett, der ehemaligen Bibliothek Friedrichs.

Knobelsdorff: Künstlerische Seele

Der Maler und Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699-1753) war die Seele des künstlerischen Rheinsberger Lebens, er entwarf für Schloss und Garten. Als ein Brand 1740 das ganze Städtchen in Schutt und Asche legte, plante Knobelsdorff die Neuanlage mit gitterförmigem Straßennetz sowie Markt und Kirchplatz an der Hauptachse. Die einheitliche Bebauung in Karrees mit ein- bis zweigeschossigen Häusern ist bis heute erhalten. Die Kirche blieb übrigens vom Brand verschont und kann deshalb mit einer wertvollen Renaissanceausstattung überraschen.

Umgestaltung unter Prinz Heinrich

Als König überließ Friedrich 1746 Rheinsberg seinem 14 Jahre jüngeren Bruder Heinrich (1726-1802). Dieser beauftragte Carl Gotthard Langhans (1732-1808) mit der Umgestaltung des Schlossinneren im frühklassizistischen Stil. Der Garten wurde erweitert und in einen Landschaftspark verwandelt. Auf der anderen Seeseite ließ Heinrich 1791 einen Obelisken mit Gedenkmedaillen für die Helden des Siebenjährigen Krieges errichten, vor allem in Erinnerung an den vom König beleidigten Bruder August Wilhelm (1722-1758). Dicht beim Heckentheater im Schlosspark ist Heinrichs Grabpyramide zu finden.

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Tel.: 03391-659630
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