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Treffpunkt Nagelkreuz, Foto: SGP
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Garnisonkirche

Erinnerungsorte jüngerer deutscher Geschichte
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Die Garnisonkirche - Ein Spiegel deutscher Geschichte und Symbol für Hochmut und Fall, Krieg und Frieden, Diktatur und Demokratie. Kaum ein Gebäude verkörpert so verdichtet die politische Entwicklung der vergangenen 200 Jahre in Deutschland. Der 21. März 1933 ist als „Tag von Potsdam" in die Geschichte eingegangen. Nachdem das Reichstagsgebäude Ende Februar 1933 ausgebrannt war, wurde die Eröffnung des neugewählten Reichstags in die Potsdamer Garnisonkirche verlegt. Der gemeinsame Auftritt des greisen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg und des neuen Reichskanzlers Adolf Hitler wurde als Schulterschluss der nationalsozialistischen Bewegung mit der konservativ-monarchistischen Tradition inszeniert. Vor allem das Foto des Handschlags der beiden Männer, das bei ihrer Verabschiedung entstand, diente als Symbol dieses Bündnisses. In den Jahren des NS-Regimes war die Garnisonkirche aber nicht nur ein nationalsozialistischer Weiheort, sondern auch die Hauskirche des Potsdamer Infanterieregiments 9. Unter seinen Offizieren waren viele am Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 beteiligt.
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  • Sprengung der Garnisonkirche 1968, Copyright Detlef Hartz
  • Garnisonkirche Ruine von Osten, Foto: Wolfgang Schwarz/Archiv Andreas Kitschke
  • Sprengung der Garnisonkirche 1968, Foto: Dietmar Saretz, Copyright SGP
  • Ausstellungsraum Wiederaufbau Garnisonkirche, Foto SGP
  • Garnisonkirche Bau September 2019, Foto: Stephanie Hochberg
  • Wappenkartusche über dem Hauptportal, Foto: Thomas Bolze, Copyright SGP
  • Garnisonkirche von Osten, Foto: Albert Noelte 1932, Copright Andreas Kitschke
Seit 1732 bestimmte der 88 Meter hohe Turm der Garnisonkirche „steifgrenadierhaft" (Theodor Fontane) das Stadtbild Potsdams. Die barocke Kirche war Teil der Umgestaltung Potsdams zur Muster- und Lehrgarnison. Sie wurde sowohl vom Hofstaat und der Garnison als auch von der Zivilgemeinde genutzt. Als Friedrich Il. 1786 starb, wurde er gegen seinen Willen in der Gruft neben seinem Vater beigesetzt. Aus Respekt vor dem „Alten Fritz" stellte Napoleon die Garnisonkirche während der französischen Besatzung unter seinen persönlichen Schutz.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Garnisonkirche bei einem Luftangriff stark zerstört. Nur die Außenmauern des Kirchenschiffs und der Turm blieben stehen. Bis in die 1960er Jahre nutzte die „Heilig-Kreuz-Gemeinde" einen Raum im Turm als Kapelle. Trotz öffentlicher Proteste und verschiedener Pläne, die Ruine zu sichern, ließ sie Walter Ulbricht 1968 sprengen. Damit sollten der Bruch mit der preußischen Tradition und der Umbau Potsdams zur sozialistischen Stadt festgeschrieben werden.

Auf dem Gelände entstand 1969/70 der Neubau für ein Rechenzentrum, dessen Wandmosaiken den sozialistischen Fortschritt propagierten und der heute als Kreativzentrum genutzt wird. Daneben existiert seit 2011 eine provisorische Kapelle, in der wieder Gottesdienste gefeiert werden. Eine Ausstellung am selben Ort gibt Einblick in die Geschichte der Kirche und die Konzeption des Wiederaufbaus, der wegen unterschiedlicher Interpretationen der Bedeutung des Orts umstritten ist.

Literatur:

  • Andreas Kitschke, Die Garnisonkirche Potsdam. Krone der Stadt und Schauplatz der Geschichte, Berlin-Brandenburg 2016
  • Matthias Grünzig, Für Deutschtum und Vaterland: Die Potsdamer Garnisonkirche im 20. Jahrhundert, Berlin 2017.
  • Anke Silomon, Pflugscharen zu Schwertern, Schwerter zu Pflugscharen: Die Potsdamer Garnisonkirche im 20. Jahrhundert, Berlin 2014.
  • Michael Epkenhans/Carmen Winkel (Hg.), Die Garnisonkirche Potsdam. Zwischen Mythos und Erinnerung, Freiburg i.Br. u.a. 2013

Links: 

  • http://garnisonkirche-potsdam.de/ ( Hg.: Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam e. V. (FWG))
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Die Garnisonkirche - Ein Spiegel deutscher Geschichte und Symbol für Hochmut und Fall, Krieg und Frieden, Diktatur und Demokratie. Kaum ein Gebäude verkörpert so verdichtet die politische Entwicklung der vergangenen 200 Jahre in Deutschland. Der 21. März 1933 ist als „Tag von Potsdam" in die Geschichte eingegangen. Nachdem das Reichstagsgebäude Ende Februar 1933 ausgebrannt war, wurde die Eröffnung des neugewählten Reichstags in die Potsdamer Garnisonkirche verlegt. Der gemeinsame Auftritt des greisen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg und des neuen Reichskanzlers Adolf Hitler wurde als Schulterschluss der nationalsozialistischen Bewegung mit der konservativ-monarchistischen Tradition inszeniert. Vor allem das Foto des Handschlags der beiden Männer, das bei ihrer Verabschiedung entstand, diente als Symbol dieses Bündnisses. In den Jahren des NS-Regimes war die Garnisonkirche aber nicht nur ein nationalsozialistischer Weiheort, sondern auch die Hauskirche des Potsdamer Infanterieregiments 9. Unter seinen Offizieren waren viele am Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 beteiligt.
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  • Sprengung der Garnisonkirche 1968, Copyright Detlef Hartz
  • Garnisonkirche Ruine von Osten, Foto: Wolfgang Schwarz/Archiv Andreas Kitschke
  • Sprengung der Garnisonkirche 1968, Foto: Dietmar Saretz, Copyright SGP
  • Ausstellungsraum Wiederaufbau Garnisonkirche, Foto SGP
  • Garnisonkirche Bau September 2019, Foto: Stephanie Hochberg
  • Wappenkartusche über dem Hauptportal, Foto: Thomas Bolze, Copyright SGP
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Seit 1732 bestimmte der 88 Meter hohe Turm der Garnisonkirche „steifgrenadierhaft" (Theodor Fontane) das Stadtbild Potsdams. Die barocke Kirche war Teil der Umgestaltung Potsdams zur Muster- und Lehrgarnison. Sie wurde sowohl vom Hofstaat und der Garnison als auch von der Zivilgemeinde genutzt. Als Friedrich Il. 1786 starb, wurde er gegen seinen Willen in der Gruft neben seinem Vater beigesetzt. Aus Respekt vor dem „Alten Fritz" stellte Napoleon die Garnisonkirche während der französischen Besatzung unter seinen persönlichen Schutz.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Garnisonkirche bei einem Luftangriff stark zerstört. Nur die Außenmauern des Kirchenschiffs und der Turm blieben stehen. Bis in die 1960er Jahre nutzte die „Heilig-Kreuz-Gemeinde" einen Raum im Turm als Kapelle. Trotz öffentlicher Proteste und verschiedener Pläne, die Ruine zu sichern, ließ sie Walter Ulbricht 1968 sprengen. Damit sollten der Bruch mit der preußischen Tradition und der Umbau Potsdams zur sozialistischen Stadt festgeschrieben werden.

Auf dem Gelände entstand 1969/70 der Neubau für ein Rechenzentrum, dessen Wandmosaiken den sozialistischen Fortschritt propagierten und der heute als Kreativzentrum genutzt wird. Daneben existiert seit 2011 eine provisorische Kapelle, in der wieder Gottesdienste gefeiert werden. Eine Ausstellung am selben Ort gibt Einblick in die Geschichte der Kirche und die Konzeption des Wiederaufbaus, der wegen unterschiedlicher Interpretationen der Bedeutung des Orts umstritten ist.

Literatur:

  • Andreas Kitschke, Die Garnisonkirche Potsdam. Krone der Stadt und Schauplatz der Geschichte, Berlin-Brandenburg 2016
  • Matthias Grünzig, Für Deutschtum und Vaterland: Die Potsdamer Garnisonkirche im 20. Jahrhundert, Berlin 2017.
  • Anke Silomon, Pflugscharen zu Schwertern, Schwerter zu Pflugscharen: Die Potsdamer Garnisonkirche im 20. Jahrhundert, Berlin 2014.
  • Michael Epkenhans/Carmen Winkel (Hg.), Die Garnisonkirche Potsdam. Zwischen Mythos und Erinnerung, Freiburg i.Br. u.a. 2013

Links: 

  • http://garnisonkirche-potsdam.de/ ( Hg.: Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam e. V. (FWG))
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