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Olympisches Dorf von 1936 in Elstal, Foto: Tourismusverband Havelland e.V.
Olympisches Dorf von 1936 in Elstal, Foto: Tourismusverband Havelland e.V.
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Olympisches Dorf Elstal

Erinnerungsorte jüngerer deutscher Geschichte
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Das NS-Regime nutzte die Olympischen Spiele von 1936 für seine Propagandazwecke, indem es das Deutsche Reich als friedliches, weltoffenes und modernes Land zeigte. Teil dieser Inszenierung war der Aufbau des Olympischen Dorfes als „Dorf des Friedens“. Die offizielle Werbebroschüre „Führer durch das Olympische Dorf“ beschwor das Vorbild der Spiele 1932 in Los Angeles. Dort hätten sich die Sportler erstmals zu einer „großen glücklichen Familie aus 40 Nationen“ zusammengefunden. Berlin folge dem kalifornischen Vorbild, man habe jedoch teurere und wetterfeste Häuser gebaut: „Auf Wunsch des Führers sprang die Wehrmacht des Deutschen Reiches in die Bresche. Sie erbaute das Dorf.“ 
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  • Olympisches Dorf Hindenburghaus, Foto:  DKB Stiftung/ Manfred Kluger
  • Olympisches Dorf Speisehaus, Foto:  DKB Stiftung/ Manfred Kluger
  • Olympisches Dorf von 1936 in Elstal - Speisehaus der Nationen, Foto: Tourismusverband Havelland e.V.
  • Olydo Schwimmhalle Front, Foto:  DKB Stiftung für gesell. Engagement
  • Sportlerunterkünfte, Sporthalle, Foto:  DKB Stiftung/ David Kregenow
  • Olympisches Dorf von 1936 in Elstal - Jesse Owens Zimmer, Foto: Tourismusverband Havelland e.V.
  • Olympisches Dorf von 1936 in Elstal - Foto von Jesse Owens, Foto: Tourismusverband Havelland e.V.
  • Jesse Owens Haus Speisehaus, Foto:  DKB Stiftung für gesell. Engagement
  • Olympisches Dorf Luftaufnahme, Foto: DKB Stiftung/ Manfred Kluger
Der Architekt des Olympiastadions und des Reichssportfelds Werner March übernahm auch die Planung des Olympischen Dorfs. In nur zwei Jahren entstanden neben den Trainingseinrichtungen 140 Wohngebäude, ein Speise-, ein Küchen- und ein Kulturhaus sowie ein Ärzte- und Krankenhaus für knapp 4.000 männliche Olympiateilnehmer. Ein Großteil von ihnen konnte parallel in den 38 Speisesälen des „Speisehauses“ versorgt werden. Das an der Fernstraße nach Hamburg gelegene, repräsentative Empfangsgebäude bildete zugleich einen Riegel gegen die Außenwelt. Frauen war der Zutritt zum Gelände untersagt; die Sportlerinnen wohnten im „Kameradschaftshaus“ auf dem Reichssportfeld.

Wie gut das „Dorf des Friedens“ in die Wiederaufrüstungsmaßnahmen des Deutschen Reichs passte, zeigte sich nach den Spielen. Nun nutzte die Wehrmacht das Dorf: Das Speisehaus wurde zum „Olympia-Lazarett“ umgewidmet, das Kulturhaus wurde als Schule für die Infanteriesoldaten gebraucht. Von 1945 bis 1992 blieb das Gelände in militärischer Nutzung: Unter anderem trainierten hier sowjetische Leistungssportler, die ihren Wehrdienst in der DDR ableisteten. Das Olympische Dorf ist von April bis Oktober nur im Rahmen von angemeldeten Führungen zu besichtigen. Im Jesse-Owens-Haus befindet sich eine Fotoausstellung über den Star der Olympischen Spiele in Berlin.

Literatur:
  • Susanne Dost, Das Olympische Dorf 1936 im Wandel der Zeit, Berlin 2003.
  • Emanuel Hübner, Das olympische Dorf von 1936. Planung, Bau und Nutzungsgeschichte, Paderborn 2015.
  • Martin Kaule, Olympiastadion Berlin und Olympisches Dorf Elstal, Berlin 2014.
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Das NS-Regime nutzte die Olympischen Spiele von 1936 für seine Propagandazwecke, indem es das Deutsche Reich als friedliches, weltoffenes und modernes Land zeigte. Teil dieser Inszenierung war der Aufbau des Olympischen Dorfes als „Dorf des Friedens“. Die offizielle Werbebroschüre „Führer durch das Olympische Dorf“ beschwor das Vorbild der Spiele 1932 in Los Angeles. Dort hätten sich die Sportler erstmals zu einer „großen glücklichen Familie aus 40 Nationen“ zusammengefunden. Berlin folge dem kalifornischen Vorbild, man habe jedoch teurere und wetterfeste Häuser gebaut: „Auf Wunsch des Führers sprang die Wehrmacht des Deutschen Reiches in die Bresche. Sie erbaute das Dorf.“ 
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  • Olympisches Dorf Hindenburghaus, Foto:  DKB Stiftung/ Manfred Kluger
  • Olympisches Dorf Speisehaus, Foto:  DKB Stiftung/ Manfred Kluger
  • Olympisches Dorf von 1936 in Elstal - Speisehaus der Nationen, Foto: Tourismusverband Havelland e.V.
  • Olydo Schwimmhalle Front, Foto:  DKB Stiftung für gesell. Engagement
  • Sportlerunterkünfte, Sporthalle, Foto:  DKB Stiftung/ David Kregenow
  • Olympisches Dorf von 1936 in Elstal - Jesse Owens Zimmer, Foto: Tourismusverband Havelland e.V.
  • Olympisches Dorf von 1936 in Elstal - Foto von Jesse Owens, Foto: Tourismusverband Havelland e.V.
  • Jesse Owens Haus Speisehaus, Foto:  DKB Stiftung für gesell. Engagement
  • https://api.tmb.pixelpoint.biz/api/asset/116481/thumbnail/595/401.jpg
Der Architekt des Olympiastadions und des Reichssportfelds Werner March übernahm auch die Planung des Olympischen Dorfs. In nur zwei Jahren entstanden neben den Trainingseinrichtungen 140 Wohngebäude, ein Speise-, ein Küchen- und ein Kulturhaus sowie ein Ärzte- und Krankenhaus für knapp 4.000 männliche Olympiateilnehmer. Ein Großteil von ihnen konnte parallel in den 38 Speisesälen des „Speisehauses“ versorgt werden. Das an der Fernstraße nach Hamburg gelegene, repräsentative Empfangsgebäude bildete zugleich einen Riegel gegen die Außenwelt. Frauen war der Zutritt zum Gelände untersagt; die Sportlerinnen wohnten im „Kameradschaftshaus“ auf dem Reichssportfeld.

Wie gut das „Dorf des Friedens“ in die Wiederaufrüstungsmaßnahmen des Deutschen Reichs passte, zeigte sich nach den Spielen. Nun nutzte die Wehrmacht das Dorf: Das Speisehaus wurde zum „Olympia-Lazarett“ umgewidmet, das Kulturhaus wurde als Schule für die Infanteriesoldaten gebraucht. Von 1945 bis 1992 blieb das Gelände in militärischer Nutzung: Unter anderem trainierten hier sowjetische Leistungssportler, die ihren Wehrdienst in der DDR ableisteten. Das Olympische Dorf ist von April bis Oktober nur im Rahmen von angemeldeten Führungen zu besichtigen. Im Jesse-Owens-Haus befindet sich eine Fotoausstellung über den Star der Olympischen Spiele in Berlin.

Literatur:
  • Susanne Dost, Das Olympische Dorf 1936 im Wandel der Zeit, Berlin 2003.
  • Emanuel Hübner, Das olympische Dorf von 1936. Planung, Bau und Nutzungsgeschichte, Paderborn 2015.
  • Martin Kaule, Olympiastadion Berlin und Olympisches Dorf Elstal, Berlin 2014.
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Theodor-Fontane-Straße 10
14641 Nauen OT Ribbeck

Tel.: 033237-859030
Fax: 033237-859040

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