• Kanutour auf der Alten Oder, Foto: Andreas Jautze

    Alte Oder - Ihr Wassertourenplaner

    Möchten Sie einen Urlaub oder Ausflug im Wasserrevier Alte Oder planen? Wir geben Ihnen Tipps für Ihren Törn mit Kanu & Co.

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    Ort: Bad Freienwalde (Oder)

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Alte Oder - Ihr Wassertourenplaner
Was macht dieses Wassersportrevier besonders?

Für viele Kanuten ist das Oderbruch noch ein Geheimtipp. Mit einer Fläche von 800 km² ist dieser Landstrich das größte zusammenhängende Flusspoldergebiet in Deutschland. Ihren Ursprung hat die Alte Oder wenige Kilometer nördlich von Frankfurt (Oder) in der Nähe von Lebus, bevor sie bei Hohensaaten in die Oder mündet.

Mit der Trockenlegung des Oderbruchs unter Friedrich II. wurde die Oder teilweise in ein neues Flussbett verlegt, von seinem ursprünglichen Gewässernetz abgetrennt und durchgehend eingedeicht. Die Alte Oder durchfloss innerhalb eines weitverzweigten Gewässernetzes eine urwüchsige, von Menschen fast unberührte Auenlandschaft, die seit der Zeit des Alten Fritz landwirtschaftlich genutzt wird. Heute ist die weite und einsame Landschaft des Oderbruchs geprägt durch Wiesen und Felder und von zahlreichen kleinen Gräben und Fließe durchzogen.

Entlang der Ufer wechseln sich alte Baumbestände mit größeren Schilfansiedlungen ab. Nur sehr vereinzelt finden sich in Flussnähe kleinere Oderbruchdörfer. Landschaftlich besonders reizvoll und auch sehr gut befahrbar ist die Alte Oder zwischen Kietzer Fischteichen nördlich von Altfriedland und der Einmündung in die Oder-Havel-Wasserstraße bei Oderberg. 

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Was sollten Wassersportler wissen?

Von den zahlreichen Fließen und Gräben im Oderbruch sind nicht alle für das Kanuwandern geeignet. Problemlos zu befahren ist die Alte Oder in Verbindung mit der Stillen Oder und Mucker. Viele weit gezogene Kurven machen eine Fahrt auf der Alten Oder besonders leicht und abwechslungsreich. 

Auf der Alten Oder herrscht mitunter eine leichte Strömung vor. Längere Touren sollten möglichst in Fließrichtung von Süd nach Nord gepaddelt werden. Bei kürzeren Strecken kann in der Regel aber auch problemlos gegen die Fließrichtung gepaddelt werden.

Es gibt keine Schleusen und lediglich ein Wehr in Neutornow, das je nach Wasserstand ggf. umtragen werden muss.

Die Infrastruktur wurde in den letzten Jahren gezielt ausgebaut. Es gibt mehrere Rast- und Biwakplätze u.a. in Neufeld, zwei weitere vor Wriezen, einen Biwakplatz in Wriezen selbst an der Kanustation mit Zeltmöglichkeit, einen Rastplatz in Neugaul, bis Abzweig Stille Oder zwei weitere Rastplätze sowie ein Rast- und Biwakplatz in Neuranft.

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An der Alten Oder An der Alten Oder, Foto: Daniela Häfner

Welche Wassersportmöglichkeiten gibt es hier?

Die Alte Oder ist ausschließliches Kanurevier ohne Motorbootverkehr. Das Revier bietet verschiedene Möglichkeiten für Tagestouren, aber auch Mehrtagestouren. Für die Strecke vom Ausgangspunkt Kietzer Teiche bis zur Einmündung in die Oder-Havel-Wasserstraße sind etwa zwei Tage zu kalkulieren, vor allem wenn der reizvolle Abstecher über Stille Oder und Mucker bis nach Neuranft integriert wird.

Kanuverleiher befinden sich in Oderberg, Wriezen, Gorgast und an der Oder in Letschin, Ortsteil Kienitz.

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An der Alten Oder An der Alten Oder, Foto: Tourismusverband Seenland Oder-Spree e.V./Sandra Ziesig

Was kann ich an Land unternehmen?

Im nördlichen Teil lockt das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin zu ausgedehnten Wanderungen. Im Niederoderbruch ist das Schiffshebewerk in Niederfinow, ein technisches Baudenkmal der Extraklasse, unbedingt einen Besuch wert. Gönnen Sie sich etwas Wellness im Moorheilbad Bad Freienwalde, dem ältesten Kurort in Brandenburg. Den geografischen Mittelpunkt des Oderbruchs bildet Wriezen, die "Hauptstadt des Oderbruchs". Sehenswert sind hier die Skulpturen des Marktbrunnens an der Ruine der St. Marienkirche, einer spätgotischen Backsteinhallenkirche, die in Teilen restauriert ist. 

Weiter südöstlich in Letschin können Sie den erhalten gebliebenen Schinkelturm der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche besichtigen. Ganz in der Nähe steht ein Denkmal für König Friedrich II. zum Dank für die Trockenlegung des Oderbruchs. Noch mehr Geschichtliches zum Oderbruch erfahren Sie in der Heimatstube Letschin im Birkenweg 1. Lohnenswert ist auch ein Abstecher zum Eisenbahnmuseum in der Bahnhofstraße. Der Verein präsentiert eine Dauerausstellung mit original Eisenbahnen und Signaltechnik, mit Modellbahnen sowie historischen Landmaschinen.

In Golzow lohnt die Ausstellung zur filmischen Langzeitdokumentation im Filmmuseum "Kinder von Golzow". Erleben Sie ein Stück preußischer Geschichte im Nachbarort Gorgast. Das Fort Gorgast ist besterhaltene Außenfort der einstigen preußischen Festung Küstrin. 

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Außenansicht von Schloss Freienwalde Außenansicht von Schloss Freienwalde, Foto: TMB-Fotoarchiv/Roland Keusch

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