• Lübbenau/Spreewald, Foto: TMB/Martina Göttsching

    Lübbenau/Spreewald - Ihr Reise- und Ausflugsplaner

    Möchten Sie eine Reise oder Ausflug nach Lübbenau/Spreewald planen? Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen & Reiseangebote.

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    Ort: Lübbenau/Spreewald

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Lübbenau (Spreewald) / Lubnjow (Błota) - Stadt der Gurken und Kahnfahrten
Was ist hier besonders?

Lübbenau gilt als die heimliche Hauptstadt des Spreewaldes. Diesen Ruf genießt sie spätestens seit den Reisen des Dichters Theodor Fontane in diese Region. Und dass sie tatsächlich zu den schönsten zählt, hat sie unter anderem dem Schloss zu verdanken, dass heute ein Hotel ist, in dem es sich stilvoll logieren lässt. Lübbenau ist außerdem seit Mitte des 19. Jahrhundert als "Stadt der Kahnfahrt" bekannt. Der traditionelle Holzkahn ist für viele Bewohner seit jeher unerlässlich, um in die teils unwegsamen Regionen des Spreewalds zu gelangen, in dem es bis heute keine Straßen gibt. Und Lübbenau ist die "Stadt der Gurken"; das sauer eingelegte Gemüse wird hier seit dem 8. Jahrhundert angebaut.

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Was gibt es hier zu sehen?

1315 wurde Lübbenau erstmalig urkundlich erwähnt. Mehr als 700 Jahre besteht die Stadt seitdem, was sich noch heute an den mittelalterlichen Spuren im historischen Stadtkern ablesen lässt. Den ältesten Teil der Altstadt bildet dabei der Schlossbezirk mit dem Schloss und dem im englischen Landschaftsstil angelegten Schlosspark. Schon im 8./9. Jahrhundert wurde das Anweisen als einstige slawische Burg und später als Wasserburg erbaut. Nach ihrem Abriss ist sie durch ein Renaissance-Schloss ersetzt worden, das im 19. Jahrhundert sein jetziges Aussehen erhielt.

Nur wenige Schritte vom Schlossbezirk entfernt gelangt man zum Marktplatz mit seinen zweigeschossigen Bürgerhäusern und der Nikolaikirche aus dem 18. Jahrhundert. Ebenfalls in Innenstadtnähe befindet sich der Große Spreewaldhafen. Er gehört bei Touristen zu den beliebtesten Ausgangspunkten für Kahnfahrten in den Spreewald. In der warmen Jahreszeit reihen sich hier die Holzkähne wie Perlen aneinander und laden mit ihren liebevoll gedeckten Tischen die Besucher zu Rundfahrten über das weit verzweigte Netz der Fließe im Spreewald ein. Das Steuerungsinstrument ist dabei das Rudel, eine etwa vier Meter lange Stange, mit der der Kahn vorwärts bewegt wird - im Spreewald heißt diese Tätigkeit "staken".

Eine Bootsfahrt durch das UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald ist immer ein ganz besonderes Erlebnis. Fast lautlos gleitet man im Kanu übers Wasser dahin. Nur das Plätschern und Gluckern vom Einstechen des Paddels ist zu hören. Vom Ufer aus strecken an manchen Stellen alte Weiden in einem weiten Bogen ihre Äste bis in die Fließe hinein. Auf der 22 Kilometer langen Kanu-Tour "Lübbenauer Spreewaldentdecker" können Besucher zum Beispiel besonders gut in die mystische Wasserwelt des Spreewaldes eintauchen.

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Schloss Lübbenau Schloss Lübbenau, Foto: TMB-Fotoarchiv/Boldt

Was kann man hier sonst noch unternehmen?

Vom Hafenviertel aus gelangt man per Spreewaldkahn oder individuell mit dem Kanu ebenso in die beiden schönsten Spreewalddörfer Lehde und Leipe, die beide Ortsteile von Lübbenau sind. Deren Idylle und Einmaligkeit sind am eindrucksvollsten von der Wasserseite aus zu erleben. Mit seinen 130 Einwohnern und der direkten Lage am Wasser gehört Lehde zu den ursprünglichsten Dörfern im Spreewald. Schon der Dichter Theodor Fontane wusste über die Schönheit des Ortes zu berichten: "Es ist die Lagunenstadt im Taschenformat, ein Venedig, wie es vor 1.500 Jahren gewesen sein mag, als die ersten Fischerfamilien auf seinen Sumpfeilanden Schutz suchten."

Lehde ist ein einzigartiger Ort mitten im Spreewald, der aus vielen kleinen Inseln besteht, die von Fließen der Spree umgeben und nur über kleine Fußgängerbrücken miteinander verbunden sind. Bis 1929 war das Dorf nur mit dem Kahn erreichbar. Bis heute sind einzelne Gehöfte nicht mit dem Straßennetz verbunden. So sind die Bewohner des Lagunendörfchens auf Deutschlands einzige Postkahnfrau angewiesen, die mit ihrem gelben Kahn Briefe und Pakete ausliefert. Ebenso die Feuerwehr und die Müllabfuhr haben eigene Kähne, um ihre Arbeit auf den Wasserwegen gewährleisten zu können.

Viele Häuser hier haben zudem das spreewaldtypische Aussehen: Sie sind fast vollständig aus Holz gefertigt, haben Schilf bedeckte Dächer und verfügen meist über die sorbisch/wendischen Schlangensymbole an den Giebeln. Diese traditionellen Häuser verleihen dem Spreewalddorf ihre geradezu märchenhafte Aura. Wer noch mehr über die sorbisch/wendische Lebensweise erfahren möchte, sollte das älteste Freilandmuseum Brandenburgs besuchen, das sich ebenfalls in Lehde befindet. Aus verschiedenen Regionen des Spreewaldes wurden Hofanlagen zusammengetragen und dort wieder aufgebaut.

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Kahnfahrt im Spreewald Kahnfahrt im Spreewald, Foto: TMB-Fotoarchiv/Paul Hahn

Das sollten Sie nicht verpassen!

Ebenso waren viele Gassen in der Altstadt Lübbenaus früher noch Fließe. Eines dieser Stadtteile ist das Gurkenviertel, wo noch heute zahlreiche Betriebe die traditionelle Spreewälder Gurke einlegen - denn die Spreewaldstadt ist die Geburtsstadt der sauren Gurken. Vermutlich brachten ursprünglich die Sorben/Wenden im 8. Jahrhundert das Saatgut mit. Zum Verkaufsschlager wurde die Gurke aber erst wesentlich später. Im 16. Jahrhundert siedelte Jacob von der Schulenburg, Standesherr von Lübbenau, holländische Tuchmacher an. Sie stellten feines Tuch her. Aber kaum jemand kaufte es, weil die Bewohner selber Leinen webten. So wären die Holländer einst fast verhungert, bis sie auf die Idee gekommen waren, das typische Gemüse in dieser Region zu konservieren. Sie legten Gurken in Salz und Wasser ein. Das war die Geburtsstunde der Lübbenauer sauren Gurke, die seit 1999 unter dem Markennamen "Spreewälder Gurke" europaweit geschützt ist.

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Spreewaldgurken Spreewaldgurken, Foto: Tourismusverband Spreewald e.V./Undine Ast

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