• Ostdeutscher Rosengarten in Forst (Lausitz), Foto: Stadt Forst (Lausitz)/Annette Schild

    Forst (Lausitz) - Ihr Reise- und Ausflugsplaner

    Möchten Sie eine Reise oder Ausflug nach Forst (Lausitz) planen? Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen & Reiseangebote. Wie wäre es mit einem Besuch im Ostdeutschen Rosengarten?

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    Ort: Forst (Lausitz)

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Forst (Lausitz) / Baršć - Stadt der Rosen
Was ist hier besonders?

Rosen prägen das Bild der Stadt im Südosten von Brandenburg. Aber den schönsten Platz hat „die Königin der Blumen“ im Ostdeutschen Rosengarten: mehrere tausend Exemplare blühen hier jedes Jahr, die sich aus insgesamt 900 verschiedene Sorten zusammensetzen. Die Stadt an der Neiße, die bis zum Wiener Kongress 1815 zu Sachsen gehört hatte, beherbergt darüber hinaus das einzige Brandenburgische Textilmuseum. Ebenso im professionellen Radsport hat sich Forst einen Namen gemacht. Aber auch alle anderen Radfahrer kommen hier auf ihre Kosten. So gibt es in der malerischen Landschaft der Niederlausitz mehr als 600 Kilometer ausgebaute Radwanderwege, die bis ins Nachbarland Polen führen. 

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Was gibt es hier zu sehen?

Ihren Ruf verdankt die Stadt in erster Linie dem Ostdeutschen Rosengarten, einer 7.000 Quadratmeter großen historischen Parkanlage, die im Jahr 2013 ihr 100. Jubiläum feierte und 2009 als Deutschlands schönster Park ausgezeichnet wurde. Besucher können hier rund 900 verschiedene Rosenarten betrachten und zwischen Skulpturen, Amphoren, Pergolenhöfen und romantischen Wasserspielen wandeln. Zudem finden in dieser Kulisse jedes Jahr verschiedene kulturelle Veranstaltungen statt, wie beispielsweise die Rosengarten-Festtage oder die "Nacht der 1.000 Lichter". Darüber hinaus gibt es in den Sommermonaten regelmäßig romantische Nachtführungen durch die Anlage.

Der weitläufige Rosengarten ist ebenso ein Landschaftspark, der sich bis zur Neiße erstreckt und neben Rosen auch einen wertvollen Baumbestand aufweist. Außerdem sind hier zahlreiche Rhododendren, Stauden und Gräser sowie Fuchsien und Dahlien zu sehen. Ursprünglich wurde der Park im Jahr 1913 zum 25. Krönungsjubiläum Kaiser Wilhelm des II. als einmalige Rosen- und Gartenbauausstellung geplant. Doch nun besteht die Anlage schon seit mehr als 100 Jahren.

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Was kann man hier sonst noch unternehmen?

Von 1746 an gehörte die Stadt dem damaligen sächsischen Premierminister Heinrich Graf von Brühl. Er war es auch, der im Schloss eine Tuch- und Leinenmanufaktur einrichten ließ, die den Grundstein für die später bedeutende Forster Tuchindustrie bildete. Wie es zur Blütezeit um diesen Industriezweig in der Niederlausitz bestellt gewesen war, erfahren Besucher heute im einzigen Brandenburgischen Textilmuseum, in dem die jahrhundertlange Tradition der Textilindustrie dokumentiert ist. Es ist in einem alten Fabrikgebäude von 1897 untergebracht, wo so manche Raritäten der Tuchherstellung zu sehen sind. Hier kann man das Surren der Spinnmaschinen und das Klappern der Webstühle an zum Teil noch funktionstüchtigen Maschinen spüren. 

Heinrich Graf von Brühl fand übrigens am 4. November 1763 in der evangelischen Stadtkirche St. Nikolai seine letzte Ruhestätte. Die ursprünglich spätgotische dreischiffige Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert wurde aufgrund mehrerer Stadtbrände mehrmals umgestaltet. Nach der Zerstörung 1945 infolge des Zweiten Weltkriegs begann ihr Wiederaufbau bis zum Jahr 1954. Eine der Sehenswürdigkeiten im Innern des Gotteshauses ist die Große Eule-Orgel von 1958.

Auch im professionellen Radsport hat sich Forst einen Namen gemacht, den die Stadt vor allen ihrem heutigen international bekannten Radstadion zu verdanken hat, das gleichzeitig ein Reitstadion ist. Das 1906 eingeweihte 400 Meter lange und sechs Meter breite Bahnoval ist ein außergewöhnliches Bauwerk, in dem damals wie heute nationale und internationale Radsport-Wettkämpfe ausgetragen werden. Seit 2006 werden hier ebenso internationale Reit- und Springturniere durchgeführt.

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Das sollten Sie nicht verpassen!

Zahlreiche Naturschutzgebiete, kleine Waldseen und gut ausgeschilderte Wanderrouten locken Naturfreunde und Aktivurlauber in die Umgebung von Forst. So zum Beispiel in den rund 24 Hektar großen so genannten Muskauer Faltenbogen. Dabei handelt es sich um ein geologisch interessantes Souvenir der Eiszeit, welches vor etwa 450.000 Jahren entstanden ist und bis nach Sachsen und Polen reicht. In diesem Gebiet, das sozusagen der Fußabdruck eines eiszeitlichen Gletschers ist, hat sich im Laufe der Zeit eine einzigartige Fauna und Flora entwickelt, die es zu entdecken gilt.

Noch mehr außergewöhnliche Naturerlebnisse bietet ganz in der Nähe von Forst der Muskauer Park in Bad Muskau, der bereits in Sachsen liegt und sich zu beiden Seiten der Neiße im deutsch-polnischen Grenzgebiet erstreckt: weitläufige Wiesen, majestätische Bäume, geschwungene Wege, pittoreske Seen und Flüsse, einzigartige Brücken und Bauten prägen diese Anlage. Zu Fuß, per Kutsche, Fahrrad oder Boot lässt sich dieser Park erkunden. Was wie natürlich gewachsen scheint, ist aber eine von strenger Hand geschaffene Landschaft - ein Gartenkunstwerk von Hermann Fürst von Pückler-Muskau.

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