• Burg im Spreewald, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

    Burg (Spreewald) - Ihr Reise- und Ausflugsplaner

    Möchten Sie eine Reise oder Ausflug nach Burg (Spreewald) planen? Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen & Reiseangebote.

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    Ort: Burg (Spreewald)

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Burg (Spreewald) / Borkowy (Błota) - Leben inmitten des UNESCO-Biosphärenreservates
Was ist hier besonders?

Fast alles ist hier ein wenig kleiner als anderswo. Die Straßen sind enger, die Häuser niedriger und die Brücken schmaler als üblich. Burg im Spreewald ist ganz besonders. Die Stadt ist Deutschlands größte Streusiedlung und liegt inmitten des Siedlungsgebietes der Sorben und Wenden, weshalb sie auch den Namen Borkowy trägt. Unverwechselbar ist der Kurort außerdem aufgrund der typischen Blockbohlenhäuser mit seinen Streuobstgärten und Gemüsefeldern dazwischen. Und noch etwas ist typisch für diese Region: Der Kahn als Fortbewegungsmittel über die dicht verzweigten Fließlandschaft ist in vielen Gebieten bis heute unerlässlich im UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald.

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Was gibt es hier zu sehen?

Laut einer Urkunde stammt der älteste Teil Burgs aus dem Jahr 1315, in dem der Ort als "Villa Bork" bezeichnet wird. Archäologische Funde auf dem Schlossberg deuten jedoch auf eine noch viel frühere Besiedlung hin. Um 600 nach Christus wurden hier die Wenden sesshaft, einer kleinen slawischen Minderheit. Rund 400 Jahre später, um das Jahr 1000, ließ der polnische König Boleslaw die Burg bauen, wovon sich wahrscheinlich auch der Ortsname ableitet. Es handelte sich dabei um eine der größten Burganlagen nördlich der Mittelgebirge.

Gestanden haben soll die ur- und frühgeschichtliche Wallanlage auf dem sagenumwobenen Schlossberg. Heute steht hier der 27 Meter hohe Bismarckturm, der aber erst zwischen 1915 bis 1917 erbaut worden ist. Von dort bietet sich Besuchern ein weiter Blick über die einzigartige Spreewaldlandschaft, die seit 1991 unter dem Schutz der UNESCO steht. Gleich in der Nähe auf dem Schlossberghof steht die Weidenburg Arena Salix. Das aus geflochtenen Weidenruten natürliche Bau(m)denkmal gibt es seit 2006 und dient seitdem unter anderem für verschiedene Open-Air-Veranstaltungen.

Aufgrund der Siedlungsgeschichte pflegen die Menschen in Burg nach wie vor ihre Kultur und ihr traditionelles Handwerk. So leben bis heute rund 60.000 Sorben und Wenden in den Regionen Ober- und Niederlausitz. Das spiegelt sich nicht zuletzt in den zweisprachigen Orts- und Straßenschildern wider. Ebenso lohnt es sich, Handwerkerinnen und Handwerkern beim Pantoffelmachen, Trachtensticken oder Töpfern zuzuschauen. Darüber hinaus finden in Burg seit vielen Jahrzehnten traditionelle Feste und Brauchtum statt. Höhepunkt ist das alljährliche Heimat- und Trachtenfest. 

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Traditionelles Holzhaus im Spreewald Traditionelles Holzhaus im Spreewald, Foto: TMB-Fotoarchiv/Thomas Klaeber

Was kann man hier sonst noch unternehmen?

Die einzigartige Natur des Spreewaldes mit seinen spinnennetz-artigen Fließen und unzähligen grünen Auen erleben Besucher am besten ganz individuell, wie beispielsweise im rund 60.000 Quadratmeter großen Kur- und Sagenpark. Dabei handelt es sich um thematisch geordnete Gärten in der Nähe des Ortszentrums, die sich aus Streuobstwiesen, speziellen Blumen-, Sträucher- und Hochfeldern sowie Kräuter- und Pflückgärten zusammensetzen. Der Spaziergang auf den verschlungenen Wegen durch den Park wird dabei begleitet von Skulpturen aus der sorbisch-wendischen Sagenwelt wie dem "Schlangenkönig", die "Lutki" oder die "Mittagsfrau".

Auch wer aktive Erholung sucht, kommt in Burg mit seinem hervorragend ausgebauten und beschilderten Radwegenetz auf seine Kosten, zum Beispiel auf dem nahegelegenen Gurken-Radweg. Aber auch die vielen anderen schmalen Straßen sind bestens geeignet, ebenso für Skater, da es in der Streusiedlung kaum Autoverkehr gibt. Die Fließe der Spree erkundet man am besten während einer ausgedehnten Kahnfahrt vom Spreewaldhafen aus oder ganz individuell mit dem Paddelboot.

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Kanutour Burg Spreewald Kanutour Burg Spreewald, Foto: TMB-Fotoarchiv/Paul Hahn

Das sollten Sie nicht verpassen!

Seit Ende 2005 besitzt Burg den Titel "Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb", den die Stadt der aus 1.350 Metern Tiefe gewonnenen jodhaltigen Thermalsole zu verdanken hat. Dieses Wasser kann sogar mit dem des Toten Meeres konkurrieren. Als Meilenstein auf dem Weg zum Kurort erwies sich die im Herbst 2005 eröffnete Spreewald Therme. Hier können Sie in der vorgefundenen Solequelle bei 31 Grad Celsius gebadet oder in der attraktiven Saunalandschaft mit Blick in den Spreewald durch ein Panoramafenster entspannt werden. Eine ganz besondere Attraktion sind die Bäder mit pflegenden Essenzen im "Spreewaldkahn" oder in einem "Gurken-Fass", die für wohltuende Wärme durch und durch sorgen.

Ein ganz besonderes Entspannungserlebnis sind die Fahrten mit dem "Kahn der Sinne". Lassen Sie sich überraschen...

Einen Besuch wert ist außerdem der Alte Spreewaldbahnhof. In der Gaststätte im historischen Bahnhofsgebäude der einstigen Schmalspurbahn, können Bahnfans sich in alte Zeiten zurück versetzen lassen. Und dort gibt es einen ganz speziellen Service: Die Getränke bringt nicht der Kellner, sondern werden per Modellbahn direkt an die Tische gefahren. Vor dem Gebäude können zudem einhundert Jahre als Originalwaggons besichtigt werden.

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Unterwegs mit dem Kahn der Sinne Unterwegs mit dem Kahn der Sinne, Foto: TMB-Fotoarchiv/Claus-Dieter Steyer

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