• Dokumentationszentrum Eisenhüttenstadt, Foto: TMB/Bernd Geller

    Eisenhüttenstadt - Ihr Reise- und Ausflugsplaner

    Möchten Sie eine Reise oder Ausflug nach Eisenhüttenstadt planen? Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen & Reiseangebote. Wie wäre es mit einem Besuch des DDR-Dokumentationszentrums?

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    Ort: Eberswalde

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Eisenhüttenstadt - Stadt der zwei Gesichter und sozialistische Idealstadt
Was ist hier besonders?

Mit dem Aufbau des Eisenhütten-Kombinates schlug im Jahr 1950 die Geburtsstunde von Eisenhüttenstadt. Die Stadt, die bis 1961 noch Stalinstadt geheißen hat, ist bis heute ein Novum der deutschen Städtearchitektur. Denn es ist eine Stadt der zwei Gesichter: Auf der einen Seite der historische Ortsteil Fürstenberg mit seinen engen Gassen, dem alten Fischerkiez und der gotischen Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert und andererseits die "erste sozialistische Musterstadt auf deutschem Boden", die schon 40 Jahre nach Baubeginn unter Denkmalschutz gestellt wurde. Und seit der US-Schauspieler Tom Hanks die Stadt an der Oder besucht hat, ist "Iron Hut City" - so seine freie Übersetzung des Namens Eisenhüttenstadt - auch in Amerika in aller Munde.

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Was gibt es hier zu sehen?

In Eisenhüttenstadt wurde nichts dem Zufall überlassen. Hier am östlichsten Rand von Brandenburg und an der Grenze zu Polen entstand von 1950 an die "Idealstadt für Deutschland" wie es damals zu DDR-Zeiten hieß. Alle Bauten und Straßen folgten einem genauen Plan. So gibt es Achsenbezüge zum Stahlwerk, zahlreiche bunte Mosaike an Häuserfassaden und in Treppenhäusern sowie Skulpturen und außerdem viele große Plätze mit weitläufig angelegten Grünflächen zwischen den einzelnen Wohnblöcken. Die Idee von damals war, dass sich hier Arbeit und Wohnkomfort mit sozialer Lebensqualität zu einem politisch-kulturellen Gemeinwesen verbinden sollten.

Eisenhüttenstadt ist daher Architekturgeschichte pur. Ganze Wohnkomplexe der Stadt stehen unter Denkmalschutz, von denen in den vergangenen Jahren ein großer Teil aufwändig modernisiert worden ist. Doch all dies gäbe es nicht ohne das Eisenhütten-Kombinat Ost, kurz EKO. Das Unternehmen war der wichtigste Stahlhersteller in der DDR und als solches bestimmte das Werk damals wie heute den Pulsschlag in dieser Region.

Wer sich auf einen Rundgang durch die Wohnkomplexe I bis IV macht, kommt unweigerlich auch am Friedrich-Wolf-Theater vorbei. Denn das kulturelle Leben spielte in der neuen Stadt von Anfang an eine große Rolle. Das Repertoire des Hauses umfasst die unterschiedlichsten Genres - vom Tanz und Klassik bis hin zur Comedy, Schlager und Volksmusik. Einen hohen Stellenwert nehmen außerdem jedes Jahr zwei Eigenproduktionen ein, darunter das Weihnachtsmusical "Snowy´s Abenteuer". Hauptdarsteller ist ein Schneemann, der im Laufe der Jahre zu einer wichtigen Symbolfigur für die Einwohner der Stadt geworden ist.

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Innenstadt der DDR-Planstadt Eisenhüttenstadt Innenstadt der DDR-Planstadt Eisenhüttenstadt, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Was kann man hier sonst noch unternehmen?

Mehr über die Planstadt und den Alltag in der DDR erfahren Interessierte im Dokumentationszentrum "Alltagskultur der DDR". Das Museum umfasst rund 100.000 Objekte des Alltags aus privaten Haushalten, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen in der DDR. Gegründet wurde das Haus 1993, um die Objekte des täglichen Lebens von damals zu sichern und für Ausstellungen, Forschung und Bildung bereitzustellen. Weitere Räume erläutern das politische System der DDR und erklären, wie die sozialistische Lebensweise in der Praxis ausgesehen hat.

Geradezu ländliche Idylle herrscht im Ortsteil Fürstenberg, der jenseits der Hochöfen zu finden ist. Wer hier durch die engen Gassen des alten Fischerkiezes schlendert, findet sich in einer völlig anderen Welt wieder. Wie idyllisch Fürstenberg liegt, ist besonders gut vom Ufer des Oder-Spree-Kanals zu sehen, der an dieser Stelle in die Oder mündet. Wahrzeichen des 1255 gegründeten Ortes Fürstenberg ist die um das Jahr 1400 gebaute spätgotische Nikolaikirche

Dass Fürstenberg in der Vergangenheit lange Zeit von seinem Standort als Wasserdrehkreuz profitierte, ist an der Zwillingsschacht-Schleuse zu erkennen. Das Bauwerk wurde in den Jahren 1924 bis 1929 erbaut und sollte gleichzeitig die durch steigende Verkehre überlasteten Treppenschleusen ersetzen. Beim Doppelschleusenbetrieb wird der Wasserspiegel in beiden Kammern durch unterirdische Verbindungskanäle ausgeglichen, so dass parallel ein Schiff zu Berg und ein weiteres zu Tal transportiert werden kann. Diese technische Möglichkeit spart 50 Prozent des für einen Schleusenvorgang benötigten Wassers. Führungen durch dieses einmalige technische Bauwerk können über die Tourist-Information Eisenhüttenstadt vereinbart werden.

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Nikolaikirche Fürstenberg (Oder) Nikolaikirche Fürstenberg (Oder), Foto: TMB/Matthias Schäfer

Das sollten Sie nicht verpassen

Mit der Lage der Stadt am Oder-Spree-Kanal sowie an der Oder bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für Wassersportler, um die naturbelassene Flusslandschaft der Region zu erkunden. Außerdem bestehen von hier aus über den Oder-Spree-Kanal direkte Verbindungen nach Berlin sowie die Oder an die Ostsee. Wer einmal selbst Kapitän sein möchte, kann sich im historischen Trockendock in Eisenhüttenstadt kleine führerscheinfreie Motorkreuzer sowie Hausboote ausleihen. Darüber hinaus bietet das deutsch-polnische Projekt "Oder für Touristen" regelmäßig Flussfahrten mit zwei Fahrgastschiffen auf der landschaftlich reizvollen Oder an.

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An der Oder Am Oder-Neiße-Radweg, Foto: TMB-Fotoarchiv/Sebastian Höhn

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