• Wasserstadt Fürstenberg (Havel), Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Wasserstadt Fürstenberg (Havel), Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

    Fürstenberg/Havel - Ihr Reise- und Ausflugsplaner

    Möchten Sie eine Reise oder Ausflug nach Fürstenberg/Havel planen? Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen & Reiseangebote.

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    Ort: Fürstenberg/Havel

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Fürstenberg/Havel - Die Wasserstadt auf drei Inseln Was ist hier besonders?

Sie ist umschlungen von der Havel und malerisch gelegen auf drei Inseln - zwischen Röblinsee, Baalensee und Schwedtsee: die Stadt Fürstenberg. Der Ort im Norden Brandenburgs, der das Herz eines ausgedehnten Wald- und Seengebiets im Ruppiner Seenland bildet, kann sich deshalb zu Recht Wasserstadt nennen. Doch Fürstenberg steht ebenso für ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte. Im Ortsteil Ravensbrück liegt das ehemalige Frauen-Konzentrationslager, wo heute die leidvollen Ereignisse in einer Mahn- und Gedenkstätte dokumentiert sind.

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Was gibt es hier zu sehen?

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt im Jahr 1287. Gebäude wie die alte Burg aus dem 12. Jahrhundert oder das Barockschloss aus der Mitte des 18. Jahrhunderts sind markante steinerne Zeugen dieser vergangenen Zeiten. Ein guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang zu den Spuren der früheren Siedler ist deshalb die eindrucksvolle Stadtkirche von 1845 im historischen Ortskern.

Von hier ist es nicht weit bis zum Barockschloss. Es befindet sich auf einer Insel nördlich des Altstadtkerns. Errichtet wurde der dreiflügelige Bau zwischen 1741 und 1752 nach Plänen des Baumeisters Christoph Julius Löwe, der es als Witwensitz für eine mecklenburgische Herzogin bauen ließ. Später diente es unter anderem als Sanatorium, Krankenhaus und Pflegeheim. Seit 2006 gehört es einer Berliner Immobilienfirma und soll zu einem Hotel umgebaut werden. Dem Schloss gegenüber liegt der Stadtpark mit dem davor befindlichen Yachthafen auf dem Schwedtsee.

Schon in früheren Jahren war Fürstenberg ein beliebtes Ausflugsziel für die Berlinerinnen und Berliner. Mit dem Bau der Eisenbahn in den 1870er Jahren entdeckten noch mehr Besucher die Stadt und ihre Umgebung als attraktives Ziel für die Sommerfrische. So entstand in dieser Zeit die Röblinsee-Siedlung am Südufer des gleichnamigen Sees, die bis heute für viele Bewohner ein hohes Stück Lebensqualität bietet. Das ist nicht zuletzt auf die besonders sauberen Badeseen in dieser Region zurückzuführen, deren Umweltwerte bis heute zu den besten in ganz Deutschland zählen.

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Was kann man hier sonst noch unternehmen?

Die zahlreichen Seen locken in der warmen Jahreszeit natürlich nicht nur zum Hineinspringen und Abkühlen. Auch der Wassersport spielt in Fürstenberg eine große Rolle. So stehen beispielsweise Kanus und Paddelboote zum Ausleihen bereit - und schon kann eine Tour über die zahlreichen Seen und die Havel losgehen. Ebenso Radler finden ein sehr gut ausgebautes Wegenetz vor. Die Auswahl umfasst Abschnitte des Fernradweges Berlin-Kopenhagen, historische Verbindungen wie die Königin-Luise-Route oder Strecken wie die Tour Brandenburg sowie den Havel-Radweg.

Wem das noch genug ist, der kann sich für eine Fahrt auf stillgelegten Bahngleisen entscheiden. Mit Pedalkraft ist dies auf der Fahrrad-Draisinenstrecke von Fürstenberg aus ein besonderes Vergnügen. Neben den Radlern ist in der Mitte der Draisine sogar noch Platz für Picknickkorb und Badesachen. Eine der Draisinen-Raststationen ist der Ortsteil Himmelpfort. Hier gibt es nicht nur die Ruinen eines alten Klosters zu besichtigen. Himmelpfort ist ebenso der Ort, in dem jedes Jahr der Weihnachtsmann sein Quartier bezieht, um zehntausende Wunschzettel von Kindern aus aller Welt zu beantworten.

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Schwedtsee Fürstenberg / Havel Schwedtsee Fürstenberg / Havel, Foto: TMB/Madleen Wetzel

Das sollten Sie nicht verpassen!

Wenige Kilometer weiter gleitet die Draisine fast unbemerkt an hohen Peitschenleuchten vorbei, die neben den Gleisen aus dem hohen Gras hervorragen. Ein paar Meter neben der Strecke sind im dichten Kiefernwald auf einmal parallel verlaufende Schienen erkennbar, die von teils kräftigen Stämmen überwuchert sind. Dann wird schließlich unter einer dicken Moosschicht eine Bahnsteigkante sichtbar und nach wenigen Metern erklärt ein Schild alles: Ravensbrück. Hier befand sich zwischen 1941 und 1945 ein Frauen-Konzentrationslager. Einige Gebäude des einstigen Lagerkomplexes stehen noch immer und beherbergen heute die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, die zur Stiftung brandenburgische Gedenkstätten gehört.

Die meisten Häftlinge erreichten das hiesige Lager bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 über den damals bestehenden Güterbahnhof. Seit 2013 dokumentiert die Dauerausstellung "Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück - Geschichte und Erinnerung" im ehemaligen Kommandantur-Gebäude die Geschichte der Menschen aus dem KZ-Lagerkomplex Ravensbrück, die hier inhaftiert gewesen waren. Auf rund 900 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden mehr als 1.500 Exponate gezeigt, darunter originale Objekte aus dem Besitz von Überlebenden aus aller Welt.

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KZ Ravensbrück Fürstenberg / Havel KZ Ravensbrück Fürstenberg / Havel, Foto: TMB/Matthias Schäfer

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