BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:www.reiseland-brandenburg.de
BEGIN:VEVENT
UID:6adb9aa5658b0
DTSTART:20260919T080000Z
SEQUENCE:0
TRANSP:OPAQUE
DTEND:20270606T160000Z
URL:http://www.reiseland-brandenburg.de/veranstaltung/potsdam/leben-nach-de
 r-haft-ehemalige-politische-gefangene-der-ddr-berichten
LOCATION:Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße\, Lindenstraße 54\, 14467 Po
 tsdam
X-APPLE-STRUCTURED-LOCATION;VALUE=URI;X-ADDRESS="Stiftung Gedenkstätte Lin
 denstraße, Lindenstraße 54, 14467 Potsdam";X-APPLE-RADIUS=49;X-TITLE=Sti
 ftung Gedenkstätte Lindenstraße:geo:13.048838,52.399551
GEO:13.048838;52.399551
SUMMARY:Leben nach der Haft. Ehemalige politische Gefangene der DDR bericht
 en
CLASS:PUBLIC
DESCRIPTION:<p>Die neue Sonderausstellung „Leben nach der Haft. Ehemalige
  politische Gefangene der DDR berichten“ in der Gedenkstätte Lindenstra
 ße richtet ab dem 19. September 2026 den Blick auf die Frage\, wie sich p
 olitische Haft auch nach dem Haftende auf das Leben der Betroffenen und ih
 rer Angehörigen auswirkte. Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Men
 schenrechtszentrums Cottbus e.V. entstanden.</p><p>Bernd Richter\, der 197
 2 aus politischen Gründen mehrere Monate im Gefängnis Lindenstraße inha
 ftiert gewesen war\, sagt: „Ich merke\, dass ich im Sprechen über die H
 aft verkrampfe und erstmal wieder locker werden muss. Das zeigt mir\, dass
  man nach außen hin locker rüberkommt\, aber innen drin ist es doch eine
  Situation\, die mich noch gefangen hält.“</p><p>Schilderungen wie dies
 e von 20 ehemaligen politischen Gefangenen über ihr Leben nach der Haft b
 ilden den Kern der Ausstellung. Die Betroffenen waren in der Untersuchungs
 haftanstalt Potsdam\, in der Strafvollzugsanstalt Cottbus oder gar an beid
 en Orten inhaftiert.</p><p>Doch mit der Entlassung endeten Verfolgungs- un
 d Hafterfahrungen nicht\, vielmehr wirken diese\, wie bei Bernd Richter\, 
 oft vielschichtig und lebenslang nach. Für die meisten der Betroffenen st
 ellt die Haft bis heute eine einschneidende Zäsur in ihrem Leben dar. Sie
  unterbrach berufliche Karrieren\, zerriss Familien und führte zu physisc
 hen\, psychischen\, sozialen und finanziellen Nachwirkungen in der Gegenwa
 rt.</p><p>Zu den Betroffenen\, gehören auch der ehemalige Inhaftierte Cla
 us Kurth und seine beiden erwachsenen Kinder. Abwechselnd berichten sie in
  der Ausstellung von den Ereignissen des Jahres 1984. Von der Verhaftung v
 on Claus Kurth und seiner Frau infolge des Stellens eines Ausreiseantrags 
 aus der DDR\, die die Familie unerwartet getroffen hat. Sie erzählen von 
 der Heimunterbringung der Kinder direkt nach der Verhaftung der Eltern und
  vom Moment des Wiedersehens nach der Haft. In der berührenden Erzählung
  schildern sie die ersten gemeinsamen Tage\, an die sie ein Spielzeugauto 
 bis heute erinnert. Sie blicken zurück auf 40 Jahre familiären Austausch
 s\, die seitdem vergangen sind und auf die gemeinsame Verarbeitung\, bei d
 er auch die Besuche ehemaliger Haftorte eine Rolle spielen.&nbsp\;</p><p>A
 uch der Frage\, ob die traumatischen Erfahrungen bewältigt werden können
 \, widmet sich die Ausstellung. Die Zeitzeugin Kerstin Meisner schildert z
 u den Glasbausteinen\, die zu DDR-Zeiten die Sicht aus den Zellen in der U
 ntersuchungshaftanstalt Potsdam versperrten: „Ich ertrage geschlossene R
 äume sehr schlecht. Wenn sie klein sind\, sind immer alle Türen offen. U
 nd ich brauche viel Platz. Das kommt sicherlich aus der Haft in der Linden
 straße und dieser Enge ohne Sicht nach draußen.“ Eine weitere Zeitzeug
 in\, die anonym bleiben möchte\, berichtet: „Das Schlimmste für mich w
 ar\, wie diese Zelle von außen mehrfach verriegelt wurde. Dieses Geräusc
 h habe ich immer noch intus\, ich weiß noch genau\, wie es klingt. Und ic
 h hasse seitdem abgeschlossene Türen.“</p><p>Noch nie zuvor hat sich ei
 ne Ausstellung ausschließlich dem Leben nach der Haft gewidmet. Mit bishe
 r unbekannten Interviewsequenzen und persönlichen Erinnerungsstücken der
  Interviewten\, setzt die Ausstellung auf Nahbarkeit und Interaktion. Char
 aktervolle Portraits\, die der renommierte Fotograf Göran Gnaudschun von 
 den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen angefertigt hat\, ermöglichen einen affe
 ktiven Zugang zu den Biografien.</p><p>Die Ausstellung wird durch ein Begl
 eitprogramm u.a. mit Dialogführungen mit Zeitzeug:innen\, Kuratorenführu
 ngen\, thematischen Stadtrundgängen und einer Filmveranstaltung ergänzt.
  Es erscheint ein Katalogband.</p><p>Sie wird gefördert durch die Beauftr
 agte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistische
 n Diktatur.</p>\n\nKontakt:\n\nStiftung Gedenkstätte Lindenstraße\nLinde
 nstraße 54\n14467 Potsdam\nTelefon: +49 331 97189000\nEmail: info@gedenks
 taette-lindenstrasse.de\n\nWeitere Informationen zur Veranstaltung: http:/
 /www.reiseland-brandenburg.de/veranstaltung/potsdam/leben-nach-der-haft-eh
 emalige-politische-gefangene-der-ddr-berichten
CATEGORIES:Ausstellung
DTSTAMP:20261023T173429Z
END:VEVENT
END:VCALENDAR