• Außenansicht des Restaurants und Hotels Alte Schule, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
    Ort: Reichenwalde

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Reichenwalde: Besuch der „Alten Schule“ – Schulspeisung ab 12 Uhr Mittags
Feine Landküche im Restaurant und Hotel "Alte Schule"!

12. Dezember 2011 von Ronald

Das Wetter kann im diesjährigen Dezember mit viel Nieselregen und kaltem böigen Wind kaum Adventsstimmung verbreiten. Dennoch lohnt es, von der Autobahn Frankfurt/Oder kommend (Abfahrt Storkow) in Richtung Scharmützelsee zu fahren, dem größten und einem der tiefsten Seen Brandenburgs. Auf dem Weg zum märkischen Meer, wie Fontane den See launig bezeichnete, erreicht man das kleine Dorf Reichenwalde. Hier kann der heutige Besucher zu jeder Jahreszeit noch einmal in die Schule gehen. Mitten im Ort befindet sich direkt an der Landstraße nach Bad Saarow das Restaurant „Alte Schule“.

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Auf dem Stundenplan: feine Landküche

Der imposante Backsteinbau ist auch im Winter ohne das Grün der Bäume und Hecken und ohne die bunt gefärbten Weinreben ein wunderschöner Anblick. Ich treffe Torsten Lojewski, der vor zehn Jahren in das Schulgebäude einzog, in dem bis 1975 noch Schüler unterrichtet wurden. Er ist kein Lehrer, sondern gelernter Hotelfachmann und zu ihm kommen keine Schüler zum Unterricht, sondern Gäste zur feinen Landküche in sein Restaurant. „Dieses Haus mit der romantischen Backstein-Architektur ist mir gleich ins Auge gefallen“, erzählt Lojewski, der in Berlin Köpenick aufgewachsen ist und dessen häufige Fahrten zum Scharmützelsee durch Reichenwalde führten. Vor 150 Jahren wurde hier die Schule eingeweiht und zwei Lehrer eingestellt. Im Jahr 2001 startete Lojewski das neue Schul-Leben mit zwei Mitarbeitern, einem Koch und einer Kellnerin. Mittlerweile hat Geschäftsführer Lojewski neun fest angestellte Mitarbeiter.

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Feine Landküche in der "Alten Schule" Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Im Klassenraum wird gespeist

Wir betreten den Raum des Restaurants mit insgesamt 70 Plätzen, den „Klassenraum“. Mit etwas Phantasie erinnert die Anordnung der Tische und Stühle daran. Überall tauchen groß und klein geschriebene Buchstaben des Alphabets auf und es gibt etwas zu entdecken. Über der Eingangstür des Raumes hängt ein überdimensionaler Rechenschieber an der Wand. Hier ist Torsten Lojewski mit seiner Innenarchitektin Karin Götze aus Fürstenwalde etwas gelungen, das man so umschreiben kann: „Es erinnert an Schule“. Allerdings an eine Schule, die Wärme ausstrahlt, behaglich ist. Die Schulutensilien sind im Restaurant dezent verteilt, alte Schulbücher und eine alte Blechbrotbüchse, Schülerfotos aus den 30er Jahren und eine alte Rechenmaschine.

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Ein gemütliches Interior lädt zum Verweilen ein Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Meisterkoch Giedow steht am Küchenherd

„Als wir im Jahr 2001 die „Alte Schule“ eröffneten, haben wir von Anfang an auf die Küche gesetzt“, sagt Lojewski. Der Gast soll in diesem Restaurant eine einfache Küche erwarten ohne exotische Produkte und etwas auf dem Teller bekommen, was er so nicht kochen könnte. Das Credo für den Gastronom Lojewski ist die feine Landküche, die „bei meinen Gästen und sogar in den Feinschmecker-Zeitschriften gut ankommt!“. Seit zweieinhalb Jahren hat nun Marco Giedow das Restaurant noch bekannter gekocht. Der gebürtige Spreewälder hat die feine Landküche weiter vervollkommnet und ist dafür im November dieses Jahres mit dem Titel „Brandenburger Meisterkoch 2011“ gekürt worden. Die Gäste der „Alte Schule“ erwarten eine regionale Küche und Meisterkoch Giedow liefert sie mit Leichtigkeit und Eleganz und integriert sie mit Traditionen ländlicher Küche. Torsten Lojewski erzählt, dass es in dem Online Adventskalender der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH einen Gutschein für ein 3-Gang-Menü für zwei Personen zu gewinnen gibt.

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Übernachten im Biologie-Raum

Seit nunmehr zwei Jahren kann man in der Alten Schule nicht nur gut Essen, sondern auch bequem Übernachten. Ich steige auf einer breiten geschwungenen Treppe in den ersten Stock der Schule. Hier sind insgesamt sechs Zimmer und eine Ferienwohnung eingerichtet. Die Hotelzimmer tragen keine Nummern, sondern sind jeweils einem Schulfach gewidmet und besitzen einen eigenen Farbton. Das Mathe-Zimmer ist blau, das Biologie-Zimmer grün und das Zimmer für Erdkunde braun. „Wer zu uns ins Brandenburger Land fährt, soll auch die Möglichkeit haben, bei uns zu übernachten“, sagt Lojewski. Es sei für die Besucher einfach erholsamer, ein paar Tage oder ein Wochenende bei uns zu bleiben.

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Die Dorfkirche Reichenwalde Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Wandern um den Kolpiner See

Zu seinem Gesamtkunstwerk, wie Torsten Lojewski die „Alte Schule“ mit Restaurant, Biergarten und Hotel gern bezeichnet, gehört seit zwei Jahren auch die Kunstschmiede „Ars Ferrea“. Vor zwei Jahren siedelte sich hier auf dem Gelände der Kunstschmied Klaus Huhn an und fertigt für die „Alte Schule“, aber auch für Gäste, zeitgenössische Schmiedearbeiten an. Wenn es richtig kalt wird, empfiehlt der Chef der „Alte Schule“ die nahe gelegene Satama-Sauna in Wendisch Rietz und einen Bummel durch Bad Saarow. Bei Wanderungen um den kleinen und großen See vom Dorf Kolpin haben Hunde viel Auslauf. Denn es gibt noch etwas, was die „Alte Schule“ einmalig macht: Hunde dürfen mit rein in Klassenraum und Hotel.

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