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Gruseliger Spaß im Filmpark Babelsberg Horrornächte mit Zombies, Hexen und grünen Monstern

27. Juli 2012 von Martina Göttsching

Der Filmpark Babelsberg lädt ein zur Horrornacht – versprochen werden „Zombies, Monster und Mutanten … Ein einzigartiges Erlebnis, in dem die Psyche Regie führen wird.“ Das muss ich mir mal anschauen, dachte ich, und war bei der ersten Horrornacht dieses Jahres dabei. Bereits an der Kasse sitzen verkleidete und professionell geschminkte Gestalten mit ungesunden Wunden im Gesicht. Direkt vom Eingang aus geht es auf die „Street of Blood“.

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Horror im Filmpark Babelsberg. Foto: TMB-Fotoarchiv/Martina Göttsching

Grusel im Filmpark Babelsberg

Es wird bereits dunkel, unheimliche Lichter schaffen eine düstere Atmosphäre, Autowracks säumen den Weg. Sogleich begegnen uns Freddy Krüger und – wirklich unheimlich, wir sind ja gerade erst angekommen – der Typ aus „Texas Chainsaw Massacre“, der natürlich seine Kettensäge anwirft und nach uns schwingt. Wir weichen doch lieber aus. Norman Bates aus „Psycho“, als seine eigene Mutter verkleidet, liebkost sein Messer und begrüßt uns freundlich und eindeutig schizophren. Weil wir uns aber noch mehr gruseln möchten, gehen wir direkt in den „Hellgate Vulcan“. Der Wächter schwingt einen riesigen Hammer und verbirgt sein Gesicht unter dem Umhang, lässt uns aber hinein. Und hier geht es richtig los: Meine Begleiterin klammert sich an mich und schreit, als im Nebel und im Dunkel finstere Gestalten lauern und auf uns zu springen. Als die Mumie hinter mir steht und ihr Leichentuch über mich gleiten lässt, läuft auch mir direkt ein Schauer über den Rücken.

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Gruselige Stimmung im Filmpark. Foto: TMB-Fotoarchiv/Martina Göttsching

Zombies unterwegs

Anhand des Lageplans machen wir uns nach diesem Erlebnis auf, den Rest des weitläufigen Geländes zu erkunden. Die Zombies, die uns begegnen, variieren von der blutüberströmten, älteren Dame am Laufwägelchen – man weiß schließlich dass diese Untoten eben alle Bevölkerungsgruppen fressen und verwandeln – bis zu jungen Frauen und Männern mit verwesten, schwarzen Mündern, die dann gerne auch mal hinter einem herschleichen und plötzlich gruselige Geräusche machen, wenn man sich nicht schon durch ihre bloße Anwesenheit erschreckt. Nie weiß man, ob die düstere Figur da vorn Besucher oder Alptraumwesen ist, oder was die dunklen Schatten beherbergen.

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Horrornächte Filmpark Foto: Filmpark Potsdam/Budweth

Die irre Königin hält Hof

Die Mittelalterstadt im Filmpark Babelsberg ist bevölkert von unheimlichen Priestern, die Spinnen anbeten, und einer Hexe, die Seelen frisst. Das „Fairy Tale Horrorland“ ist an normalen Tagen Panama, heute begegnen uns im dunklen Gang ein blutiges Rotkäppchen und der böse Wolf. Faszinierend ist die verrückte Tafelrunde von Alice im Wunderland: Die irre Königin hält im Saal Hof, der mitten in dem Bereich der Maskenbildner und des Kostümfundus liegt. Im hellen Licht sind die mit der Erfahrung eines Filmparks geschulten Gestalten, man glaubt es kaum, immer noch unheimlich. Die dicken Zwillinge mit herausplatzendem Gehirn herrlich fröhlich-verrückt, die Königin mit größtenteils aufgegessenem Leib wunderbar sarkastisch. Von dem angebotenen Fleisch der Königin (angeblich sollen es nur Nudeln sein, aber das glaube ich nicht!) koste ich lieber nichts.

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Lecker! Wer will von der irren Königin kosten? Foto: TMB-Fotoarchiv/Martina Göttsching

Begegnung mit Nosferatu

Im Leichenhaus, äh, dem Operationssaal „The Factory of Dr. LeMorte“ wird uns nach längerem Anstehen als Erstes ein Gehirn zum Kosten angeboten, mein Begleiter landet auf dem elektrischen Stuhl und wir entkommen nur gerade so den kranken Krankenschwestern und leichenverliebten Ärzten. Nur um uns auf dem Friedhof wiederzufinden, auf dem sich Gräber öffnen, Hände aus dem Boden strecken und Nosferatu herumschleicht! Entlang der Monster, die uns gekonnt erschrecken, sich anschleichen, verrückt kichern und hohl stöhnen, begeben wir uns dann zur Gruselperformance „D!s Dark Side“. Hier verliebt sich der Sohn von Wotan in ein Menschenmädchen und versuch sie vor seinen Eltern und ihren Freunden zu schützen – die essen nämlich gern Menschenfleisch und halten nichts davon, sich mit dem Essen anzufreunden. Nach beeindruckenden Tanzeinlagen blutiger Clowns und cooler Gruselmädels gibt es eine Lösung für das Problem, die hier nicht verraten werden soll.

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Nosferatu lässt grüßen. Foto: TMB-Fotoarchiv/Martina Göttsching

Auf dem Weg zum Ausgang verabschieden uns all die liebgewonnenen Monster und Monsterinnen, diese Laienschauspieler, die vollkommen in ihren Rollen aufgehen und uns einen unvergesslichen, unterhaltsamen Abend beschert haben. Die Horrornächte im Filmpark Babelsberg haben auf jeden Fall gehalten was sie versprechen: Auf der Rückfahrt sehe ich immer noch in jeder dunklen Gestalt, die langsam die Straße quert, einen Zombie…

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