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Filmpark Babelsberg – der andere Freizeitpark

25. September 2012 von Marius David

Es ist Ende August und der Sommer zeigt sich noch einmal von seiner schönsten Seite. Ich beschließe, das hervorragende Wetter zu nutzen und in den Filmpark nach Babelsberg zu fahren. Dorthin, wo Fernsehen und Kino in informativer und unterhaltsamer Weise greifbar werden - und wo es heißt: ...uuund Action!

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Die Mittelalter- und Gruselstadt im Filmpark Babelsberg Foto: TMB-Fotoarchiv/Marius David

Erst zu Peter lustig, dann auf die virtuelle Achterbahn

Am Eingang angekommen stelle ich fest, dass ich (natürlich) nicht der Einzige bin, der sich für einen Besuch des Parks entschieden hat. Ich treffe auf Schulklassen, auf Eltern mit ihren Sprösslingen und auch auf Omas und Opas, die mit ihren Enkeln unterwegs sind. Nach einem unkomplizierten Einlass betrete ich mit vielen anderen das 12 Hektar große Freizeitareal. Bereits nach wenigen Schritten zieht ein blauer Bauwagen meine Aufmerksamkeit auf sich. Na klar, das ist der Bauwagen von Peter Lustig aus der Serie Löwenzahn! Wahnsinn! So schnell steht man vor einem Stück deutscher Fernsehgeschichte.

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Peter Lustigs Bauwagen Foto: TMB-Fotoarchiv/Marius David

Dann geht es weiter ins sogenannte 4D-Actionkino. Von außen recht unscheinbar lässt diese Attraktion den herkömmlichen Besuch im Filmtheater als fast schon öde und langweilig erscheinen. Atemberaubende Bilder - betrachtet durch die obligatorischen Brillen - nehmen mich und andere gefangen. Hinzu kommen sich bewegende Stühle und ein qualitativ hochwertiges Soundsystem. Der Film wird zum Spektakel. Nichts für schwache Nerven! Ebenfalls spektakulär geht es im "Dome of Babelsberg" zu. Dort wird das gerade beschriebene 4D-Szenario sogar noch getoppt. Zwar sitzt man auch hier auf sich bewegenden Stühlen und betrachtet durch spezielle Brillen eine überdimensionale Leinwand, was dem Ganzen aber die Krone aufsetzt ist die Interaktivität. Ausgerüstet mit Laserpistolen geht man auf eine unterhaltsame Monsterjagd. Wie gut man den schaurigen Kreaturen letztendlich Paroli bietet (und ob der Sitznachbar dabei vielleicht erfolgreicher ist) kann man nach jeder Runde am angezeigten Punktestand ablesen.

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Janoschs Traumland im Filmpark Babelsberg Foto: TMB-Fotoarchiv/Marius David

Rund ums Fernsehen

Nach den künstlichen Welten wartet dann wieder die reale Welt. Es ist 11.30 Uhr und das Tierquiz, eine von vier täglichen Shows im Park, beginnt. In dieser Veranstaltung lernt man in humoristischer Art und Weise, wie Tiere für den Auftritt in Film und Fernsehen trainiert werden. Außerdem werden allgemeine Fragen zum Leben der Filmtiere beantwortet. Wenn man Glück hat und in der ersten Reihe sitzt (Yes!), hat man die Möglichkeit zu einzigartigen Begegnungen. Noch nie zuvor habe ich eine 30 Zentimeter lange Echse berühren können.

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Tiershow im Filmpark Babelsberg Foto: TMB-Fotoarchiv/Marius David

Dann sind die Tiere weg und die Fernsehshow beginnt. Auch darin kommt der Spaß nicht zu kurz. Zusammen mit vielen Anderen bekomme ich anschaulich erklärt, wie Fernsehen "gemacht" wird. Unterhaltsam ist die Show vor allem deshalb, weil Teile des Publikums in die Show integriert werden: Ahnungslose Besucher werden zu Wetterfröschen, Gästen in Talkrunden oder gefeierten Serienstars. Mittlerweile ist einige Zeit vergangen. Mein Magen signalisiert mir, dass es Zeit für einen kleinen Snack ist. Um den Hunger zu stillen, gehe ich in das Erlebnisrestaurant "Prinz Eisenherz". Dort angekommen verspüre ich eine ganz besondere Atmosphäre. Bin ich wirklich noch im 21. Jahrhundert? Ein "krass" rutscht mir heraus. Wahnsinn, wie die vielen Original-Requisiten des gleichnamigen Films für unvergleichliches Flair sorgen.

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Restaurant und Kulisse von Prinz Eisenherz im Filmpark Babelsberg Foto: TMB-Fotoarchiv/Marius David

Stars und Sternchen auf der Spur

Gestärkt und bestens gelaunt geht es nach dem Essen in die Vulkan-Arena. An diesem, rund 2500 Besucher fassenden Veranstaltungsort fiebere ich dann meinem persönlichen Highlight entgegen: der Stuntshow. Als die Show dann läuft, zucke ich mehrmals zusammen. Hier brennt es, dort knallt es. Pyrotechnik vom Feinsten. Auch die die Stunt-Crew gibt alles: Glas geht zu Bruch, Fäuste fliegen, Motoren dröhnen und Reifen quietschen. Action pur! Viel zu schnell ist dieses Spektakel vorbei.

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Stuntshow im Vulkan des Filmparks Babelsberg Foto: TMB-Fotoarchiv/Marius David

Doch da war doch noch etwas! Mit großen Schritten gehe ich nach der Stuntshow in Richtung der Medienstadt. Dort kann ich als Teil einer rund 20-köpfigen Gruppe zunächst das "Original-Außenset" von Deutschlands erfolgreichster Serie, "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", bewundern. Der Clou: es wird gerade gedreht und wir können für rund 10 Minuten den Stars und Sternchen bei der Arbeit zusehen! Dann müssen wir aber weiter. Einerseits wartet die nächste Gruppe, andererseits liegt noch ein weiteres Highlight auf unserem Weg. Kurz geradeaus, dann leicht rechts. Schon stehen wir vor einem imposanten Stück Berliner Mauer. Täuschend echt sieht diese Kulisse aus. Wieder einmal riecht es nach Hollywood. Noch imposanter wird es am Ende des Rundgangs. Mehr oder unvermittelt stehen wir in einem künstlichen Straßenzug, durch den man sich in die 30er und 40er Jahre des letzten Jahrhunderts versetzt fühlt. Kaum zu glauben, das wir dort stehen, wo "Der Pianist" oder "Inglorious Basterds" entstanden! Während die Gruppe ehrfürchtig die Szenerie begutachtet, erzählt unser Guide viel Wissenswertes zu den Themen Kulissenbau und Filmtechnik. Irgendwann ist aber auch dieser Teil des Rundgangs beendet.

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Die Metropolis-Konzerthalle Foto: TMB-Fotoarchiv/Marius David

Mit dem Rundgang durch die Medienstadt endet auch mein Besuch im Filmpark. Insgesamt fünf Stunden habe ich nun dort verbracht. Fünf Stunden, in denen ich viel gelernt habe und jede Menge Spaß hatte!

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