• Zwei Rehe in der Morgensonne, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Zwei Rehe in der Morgensonne, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
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Wildnis vor der Tür Das Wildgehege im Naturpark Nuthe-Nieplitz

29. Juli 2014 von Steffen Lehmann

Die Wildnis muss nicht immer weit weg sein. Beim Naturpark Nuthe-Nieplitz sind es gerade einmal 20 Kilometer von Berlin. Mit dem RE 5 von DB Regio dauert es nur eine knappe Stunde. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz im Süden des Naturparks entsteht seit ein paar Jahren eines der größten Wildnisgebiete in Brandenburg.

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Auf dem Parkplatz vor dem NaturParkZentrum gibt es zur Begrüßung Vogelgezwitscher. Von der ersten Sekunde ist der Lärm und die Hektik der Stadt weit weg. Die Fahrt von Potsdam bis zum NaturParkZentrum in der Nähe von Trebbin hat gerade einmal eine halbe Stunde gedauert. Hier liegt die Wildnis wirklich direkt vor der Haustür.

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Ferngläser sind im Naturpark ausleihbar und verstärken das Safari-Gefühl. Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Ehemaliger Truppenübungsplatz

Ein Besuch des Naturparks Nuthe-Nieplitz lohnt nicht allein wegen des Wildgeheges Glauer Tal. Das Areal ist aber dennoch eine der Attraktionen im Naturpark. Das 160 Hektar große Freigehege ist das Zuhause für Rot- und Damwild sowie Mufflons. Das ganze Areal war früher ein Truppenübungsplatz. Soldaten der Sowjetarmee lernten hier das Panzerfahren. An einigen Stellen im Wald stehen noch Rampen, die an die vergangene Zeit erinnern.

Früher lenkten auf dem Kommandoturm die Offiziere ihre Panzer und Truppen in die gewünschte Richtung. Heute schweift der Blick über das Wildgehege. Mit bloßem Auge ist das äsende Damwild zu erkennen. Für das richtige Safari-Gefühl empfiehlt es sich, ein Fernglas im NaturParkZentrum auszuleihen. Etwa 200 Tiere leben im Wildgehege.

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Mufflons im Wildgehege Glauer Tal. Gefüttert werden sie nicht. Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Da steht ein Hirsch auf dem Weg

Um ins Wildgehege zu kommen, passiert man ein Drehkreuz. Der Wind weht durch die Wipfel der Birken und Kiefern. Das sieht ein bisschen aus wie in Sibirien. Vielleicht erinnerten die Birken die jungen Rekruten der Sowjetarmee ein wenig an Zuhause. Auf den drei Wanderwegen durch das Wildgehege passiert es schon einmal, dass plötzlich ein Rothirsch oder Mufflon auf dem Weg steht.

In den besonders geschützten Gebieten des Naturparks wird sich die Natur weitgehend selbst überlassen. Der Besucher erlebt hier den Kreislauf der Natur besonders intensiv. Bäume wachsen, Bäume vergehen. Gleiches gilt für das Wildgehege. Die Tiere müssen mit dem auskommen, was die Natur bereithält. Nur in ganz strengen Wintern wird zugefüttert.

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Damwild im Wildgehege Glauer Tal Foto: Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V.

Naturpark zum Mitnehmen

Bevor es ins Wildgehege geht, lohnt sich ein Abstecher auf die Glauer Felder. Die Außenausstellung des NaturParkZentrums zeigt auf acht thematisch angelegten Feldern die verschiedenen Landschaftsformen im Naturpark. Zahlreiche regionale Produzenten vermarkten ihre Produkte unter dem Namen "Offene Höfe in der Nuthe-Nieplitz-Region". Einige Erzeugnisse können im NaturParkZentrum erworben werden.

Tipp: Wenige Meter von NaturParkZentrum gibt es eine Grillhütte, die gemietet werden kann. 

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Wildgehege Glauer Tal Foto: Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V.

Informationen

NaturParkZentrum am Wildgehege Glauer Tal

Adresse: Glauer Tal 1, 14959 Trebbin/Ortsteil Blankensee

Telefon: 033731-700460

Internetwww.naturpark-nuthe-nieplitz.de

Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 17 Uhr

Eintritt Wildgehege: 2 Euro (Erwachsene)/ 1,50 Euro (Kinder)

Anreise: Mit dem RE 5 von DB Regio bis Trebbin. Von dort sind es sieben Kilometer mit dem Fahrrad bis zum NaturParkZentrum.

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Das gibt es außerdem im Naturpark Nuthe-Nieplitz zu entdecken


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